Walter Krey feiert seinen 90. Geburtstag

Mudau. (lm) „Zu meinem 17. Geburtstag habe ich als besonderes Geschenk meine jüngste Schwester bekommen“, erinnert sich Walter Krey, der am heutigen Freitag in Mudau seinen 90. Geburtstag feiert. Bis heute hat der gebürtige Bremer als Ältester von zehn Kindern eine sehr innige Beziehung zu seinen Geschwistern, von denen glücklicherweise bisher nur zwei verstorben sind. Der Rest trifft sich mit „Kind und Kegel“ alle zwei Jahre, zuletzt an Pfingsten diesen Jahres.
 
 Aufgewachsen ist der Jubilar in Berlin, wo er aufgrund des Krieges nicht nur kein Abitur machen und damit auch nicht sofort in die Fußstapfen des Vaters, der Ingenieur war, treten konnte, sondern sich mit einer verkürzten Lehre in einer Düsseldorfer Firma als technischer Zeichner zufrieden geben musste. Dafür wurde er wegen einer schwierigen Kieferoperation zunächst vom Kriegsdienst zurückgestellt und erst 1944 eingezogen, geriet aber relativ schnell in russische Gefangenschaft und kam darum erst 1947 zurück.
 
 Seine „alte Firma“ nahm den ruhigen und sportbegeisterten jungen Mann gerne wieder in Stellung und unterstützte ihn auch während seines Sonderstudiums zum Ingenieur, das er aufgrund der damaligen Umstände auch ohne Abitur durchziehen konnte. Danach arbeitete er als Freiberufler in der Entwicklung der Kältetechnik in verschiedenen großen Firmen.
 
 Als er die aus Ostpreußen stammende Sieglinde Neumann kennen lernte, war ihm sehr schnell bewusst, dass sie „seine Frau für’s Leben“ war. Die beiden heirateten 1960, teilten die Liebe zum Volkstanz und zur Hausmusik, wenn beides auch erst im Rentenalter intensiviert wurde. Noch in Hannover lebend, kamen die beiden Töchter zur Welt. 1965 zog die Familie Krey dann zusammen mit der Firma Aurora nach Mudau, wo sie sich schnell heimisch fühlte und 1971 bereits ein Eigenheim bezog.
 
 Hier erblickte dann auch der Stammhalter das Licht der Welt und als Walter Krey 1990 in Rente ging, nahm sich das Ehepaar endlich viel Zeit um die geliebten Hobbies auszubauen. So sangen beide in der evangelischen Kantorei Bödigheim, bildeten sich einmal jährlich im Volkstanz weiter in Bad Bocklet, um ihr Können dann an den Tanzkreis des Mudauer Heimat- und Verkehrsvereins weiter zu geben, den sie 20 Jahre lang leiteten.
 
 Sieglinde Krey, mit der ihm leider nur 45 gemeinsame Jahre vergönnt waren, war im Flötenkreis Eberbach, spielte außerdem Geige und Klavier, während Walter Krey als Autodidakt die Tenorflöte erlernte und für fünf Jahre Verantwortung im evangelischen Ältestenkreis übernahm.
 
 Weitere Kurzweil fand er in der Gartenarbeit, der Gobelin-Stickerei, beim Briefmarkensammeln und im Tagebuchschreiben. Letzteres übt er bis heute aus zu seiner neuen Leidenschaft, dem Puzzlen.
 
 Seinen heutigen Ehrentag feiert der Jubilar im Kreise seiner Geschwister, seiner drei Kinder, einem Schwiegersohn und zwei Enkelkindern sowie zahlreichen Freunden.
 
 Unsere Redaktion schließt sich den sicherlich zahlreichen Glückwünschen gerne an.
 


(Foto: Liane Merkle)

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