Politik als Spiel in echt

Svenja Pflüger aus Osterburken war vier Tage lang Bundestagsabgeordnete – Von Margaret Horb nominiert

Berlin. (pm) Svenja Pflüger ist eine von 315 Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren, die deutschlandweit von Mitgliedern des Bundestages vorgeschlagen wurden, um bei „Jugend und Parlament“ das parlamentarische Verfahren nachzustellen: Vom 13. bis 16. Juni waren sie in die Rollen von Abgeordneten geschlüpft und hatten vier Gesetzesinitiativen simuliert. Die 18-jährige Schülerin des Adelsheimer Eckenberg-Gymnasiums war von der nordbadischen CDU-Bundestagsabgeordneten Margaret Horb nominiert worden. 

Die jährlich stattfindende Veranstaltung verschafft Jugendlichen einen praxisnahen Einblick in die Arbeit von Abgeordneten. „Sie arbeiten in Landesgruppen, Fraktionen, Arbeitsgruppen und Ausschüssen, und die Sitzungen finden in denselben Räumlichkeiten statt, in denen auch die ‚echten‘ Abgeordneten tagen“, erklärt Horb, die „Jugend und Parlament“ für „außerordentlich wichtig“ hält. „Hier können Jugendliche“, so die Abgeordnete, „sowohl ihr in der Schule erlerntes theoretisches Politikwissen als auch das in den Medien dargestellte Bild der Arbeit eines Politikers mit der Realität vergleichen.“

Zur Debatte standen dieses Jahr Entwürfe zur Einführung chancengleicher Bewerbungen für die Behörden des Bundes, zur Schaffung eines Einwanderungsgesetzes, zur Verbesserung des Tierschutzes in der Landwirtschaft sowie zur Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen mit dem fiktiven Balkanstaat Illyrien. Bei der abschließenden Debatte im Plenarsaal traten 48 Rednerinnen und Redner aus allen Spielfraktionen ans Pult, um Mehrheiten für ihre politischen Anliegen zu gewinnen. Vollbesetzte Besuchertribünen sorgten dabei für wirklichkeitsnahe Bedingungen. Im Anschluss an die Simulation diskutierten die Teilnehmer mit den Vorsitzenden der echten Bundestagsfraktionen, wie realitätsnah „Jugend und Parlament“ die parlamentarische Arbeit abbildet, bevor sie von Bundestagspräsident Norbert Lammert wieder ins „normale“ Leben verabschiedet wurden.

Svenja Pflüger gehörte der Fraktion der Christlichen Volkspartei (CVP) an und wurde wunschgemäß dem Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zugeteilt. Über ihre Zeit als Politikerin sagt sie: „Es ist hochspannend, quasi hautnah mitzuerleben, wie genau Politiker und Politikerinnen arbeiten und wie der politische Alltag tatsächlich abläuft. Aber auch wie verzwickt manches auf einmal sein kann und an was man alles denken muss. Durch ‚Jugend und Parlament‘ habe ich erfahren, dass es wahrlich nicht einfach ist, Politik zu machen. In der Realität passiert viel mehr zwischen der Idee zu einem Gesetz und dem fertigen Gesetz als nur Ausformulierung und Abstimmung.“

Unterstützung erfuhr die Vier-Tage-Politikerin während ihrer Mandatsträgerschaft auch durch das Berliner Abgeordnetenbüro von Margaret Horb. Diese möchte Jugendliche, die im kommenden Frühjahr 16 bis 20 Jahre alt sind, „ausdrücklich ermutigen, sich für ‚Jugend und Parlament‘ 2016 zu bewerben, gerne auch durch eine Kontaktaufnahme mit meinem Büro unter margaret.horb@bundestag.de“.

Svenja Pflüger (Mitte) mit Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert (links) und Margaret Horb MdB im Plenarsaal

Svenja Pflüger (Mitte) mit Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert (links) und Margaret Horb MdB im Plenarsaal. (Foto: privat)

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: