Gemeinderat genehmigt Planungskosten für Vollausbau

Arbeiten zur grabenlosen Innensanierung vergeben
 

 
 
 Neckarsulm. (snp) Die Nordstraße in Obereisesheim soll im kommenden Jahr im Vollausbau saniert werden. Damit diese Baumaßnahme in diesem Jahr geplant werden kann, genehmigte der Gemeinderat der Stadt Neckarsulm Planungskosten in Höhe von 40.000 Euro. Die Gesamtbaukosten betragen schätzungsweise 1,25 Millionen Euro.
 
 Die Nordstraße, die in den späten 1930er Jahren den alten Ortskern begrenzte, ist in einem schlechten baulichen Zustand und muss dringend saniert werden. Weil der Untergrund nicht tragfähig genug ist, ist die Fahrbahndecke gerissen und deformiert. Im Zuge des Vollausbaus wird die Straße von Grund auf neu gebaut und dabei im Untergrund neu verfestigt. Die Gehwege werden mit erneuert. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich sechs Monate.
 
 Vor Baubeginn erneuern die Stadtwerke die Gas- und Wasserversorgungsleitungen im Abschnitt zwischen der Rosenstraße und der Orffstraße. Die Versorgungsleitungen in den übrigen Abschnitten wurden bereits saniert. Im Gegensatz zu den Versorgungsleitungen befindet sich der Kanal in einem guten Zustand und muss nicht ausgetauscht werden. Nach dem Vollausbau ist die Nordstraße dann sowohl versorgungs- als auch bautechnisch auf dem neuesten Stand.
 
 Die Stadt Neckarsulm setzt die Sanierung des Kanalnetzes in der Südstadt fort. Der Gemeinderat vergab die Arbeiten für die Innensanierungen im vierten Bauabschnitt zum Angebotspreis von 266.247 Euro an die Firma Saniprofi Umwelt + Technik GmbH aus Holzgerlingen. Saniert werden Kanalschäden, die bei einer unterirdischen Kamerabefahrung der Entsorgungsleitungen in bestimmten Leitungsabschnitten festgestellt wurden. Die zu sanierenden Leitungsabschnitte verteilen sich auf mehrere Straßen in der Südstadt und erreichen eine Gesamtlänge von drei Kilometern.
 
 Um die Schäden zu beheben, kommen verschiedene Verfahren der grabenlosen Sanierung zum Einsatz. Unter anderem werden Gewebe- und Glasfaserschläuche in den sanierungsbedürftigen Leitungsabschnitt eingezogen, angepresst und ausgehärtet. Verpress- und Fräsarbeiten werden mit Hilfe von Robotern ausgeführt. Als Start- und Endpunkte für die Innensanierungen werden die Schachteinlässe genutzt, so dass offene Baugruben und Vollsperrungen vermieden werden können. Außerdem nimmt die grabenlose Sanierung weit weniger Bauzeit in Anspruch. Die Sanierungsarbeiten im vierten Bauabschnitt sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

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