Odenwald-Hospiz erhält Photovoltaikanlage

Spende aus der Nachbarschaft: Stadtwerke Buchen und Energiepark Neusaß spenden die Anlage –
 Hospiz wird langfristig gefördert und in den Betriebskosten entlastet

 
 Walldürn. (pm) „Wir wollen das Odenwald-Hospiz und seine wertvolle Arbeit für die gesamte Region nachhaltig unterstützen“, betonten Bürgermeister Roland Burger und Geschäftsführer der Stadtwerke Buchen GmbH Kurt Hemberger dieser Tage bei der offiziellen Übergabe der Photovoltaikanlage im Odenwald Hospiz in Walldürn. Der Bürgermeister ging auf die technischen Daten der Anlage ein und stellte die finanzielle Wirkung der Sachspende heraus, die die laufenden Betriebskosten des Gebäudes nachhaltig um rd. 250 Euro im Monat senken wird. Über die Laufzeit von 20 Jahren des garantierten Einspeisetarifs beträgt der finanzielle Vorteil beträgt beachtliche rund 58.000 Euro. Jährlich entlastet die 11,760 kWp-große Anlage den Etat des Hospizes durch den im Gebäude genutzten Eigenstrom und die dem Hospiz zufließenden Einspeisevergütungen um rund 3000 Euro und leistet zudem einen Betrag zur umweltschonenden Energieerzeugung.
 Zusätzlich erhielt das Hospiz im Rahmen der offiziellen Anlageninbetriebnahme auch ein Solarfox-Display im Eingangsbereich. Hier kann stets die Leistung der Solaranlage eingesehen werden. Darüber hinaus kann der Bildschirm vom Hospiz auch für individuelle Besucher- und Bewohnerinformationen genutzt werden.
 
 Ortsvorsteher Heinrich Hennig als Vertreter des Energieparks Neusaß zeigte sich ebenfalls sehr erfreut dieses wichtige Projekt unterstützen zu können und lobte die gute und harmonische Zusammenarbeit bei der Projektvorbereitung mit den Stadtwerken Buchen GmbH.
 
 „Ein Hospiz muss 10 Prozent der Betriebskosten, das sind jährlich 100.000 Euro, durch Spenden selbst decken.“, informierte Geschäftsführer Oberst vom Hospiz Odenwald und beleuchtete die derzeitige Situation und die Arbeit im Haus.
 
 Bürgermeister Burger zeigte sich beeindruckt vom Engagement der haupt- und ehrenamtlichen tätigen Kräfte und der vielen Unterstützer um die Initiatorenfamilie Weiß, aber auch von der besonderen und freundlichen Atmosphäre die das optimal ausgestattete und architektonisch sehr ansprechende Haus ausstrahlt. Er informierte über den aktuellen Stand des derzeit im Deutschen Bundestag beratenen Palliativgesetzes. Danach sollen die Betreiber der Einrichtungen ab dem nächsten Jahr nur noch 5 % der Betriebskosten selbst erwirtschaften müssen. Gleichwohl, so die Einschätzung aller Gesprächsteilnehmer, bleibe es für einen Träger im Ländlichen Raum auch wegen der ungleichmäßigen Belegung, eine anspruchsvolle Aufgabe, diese Deckungslücke dauerhalft aus Spenden zu schließen. Dazu werde die Sachspende der Buchener Unternehmen Stadtwerke Buchen und Energiepark Neusaß künftig nachhaltig beitragen.
 Herbert Killian vom Hospiz-Verein und Helmut Greulich vom Förderverein des Hospizes fassten die Dankesworte zusammen: „Wir freuen uns über diese Anlage und über den Beitrag aus der Nachbarschaft“.
 
 


Unser Foto zeigt Buchens Bürgermeister Roland Burger, Geschäftsführer Kurt Hemberger der Stadtwerke Buchen GmbH, Winfried Bauer von den Stadtwerken Buchen, Pater Slawomir Klein aus Walldürn, Ortsvorsteher Heinrich Hennig aus Neusaß, Vorsitzender des Odenwald Hospizvereins Herbert Kilian und Geschäftsführer Thomas Oberst vom Odenwald Hospiz sowie Helmut Greulich vom Förderverein des Odenwald Hospizes. (Foto: pm)

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