„Ortsmitte Seckach II“ geht zügig voran

Kindergartengebühren bleiben stabil

Seckach. (lm) Die Durchführung der städtebaulichen Sanierungsmaßnahme „Ortsmitte Seckach II“ im Rahmen des Landessanierungsprogrammes geht weiter zügig voran. Nachdem das Landratsamt die denkmalschutzrechtliche Genehmigung für den Abbruch des Festsaals einschließlich des ehemaligen Gasthauses „Lamm“ erteilt hatte, beschloss der Gemeinderat auf Grundlage der Vorbereitungen durch den technischen Ausschuss nun weitere Maßnahmen. So wurde das Architekturbüro Stetter aus Wagenschwend nach der Vorstellung von Barbara Schmitt mit der Planung der Grundsanierung des Bahnhof-Empfangsgebäudes in Seckach beauftragt und das Architekturbüro Schattmann aus Königshofen wurde mit der Objektüberwachung- und Betreuung während des Abbruchs Lamm-Areal betraut. Zum Angebotspreis von 151.613 Euro wird die Firma Eckert Erdbau und Industrieabbruch GmbH aus Königshofen die Ausführungen der Abbruchleistungen übernehmen.

[wp_bannerize group=“336“] Bürgermeister Thomas Ludwig: „Die für die kommunalen sowie privaten Sanierungsmaßnahmen benötigten Kassenmittel werden in den Haushalten 2015/16 bereitgestellt. Die hierfür benötigten Aufwendungen werden mit 60 Prozent im Rahmen des Bund-Länder-Sanierungsprogramms gefördert“. Diese förderfähigen Kosten für die Abbruchmaßnahmen am Lamm-Areal seien im bewilligten Förderrahmen in Höhe von 4.833.333 Euro enthalten.

Eine erfreuliche Mitteilung hatte man für Eltern von Kindern im Kindergartenalter parat. Demnach bleiben die Elternbeiträge für das nächste Kindergartenjahr sowohl in Seckach als auch in Großeicholzheim unverändert. Zur Unterbindung jeglichen Konkurrenzdenkens erheben der in der Gesamtgemeinde Seckach angesiedelte konfessionelle und der gemeindliche Kindergartenträger schon seit Jahren einheitliche Elternbeiträge. Das Tee-, Spiel- und Essensgeld verbleibt ebenfalls bei einem monatlichen Betrag von 5 Euro. Das bedeutet, dass die durch die zuständigen Gremien verhandelten Beitragssätze für die Kleinkindbetreuung und für Kindergrippen mit übernommen werden, sondern Familien der Gesamtgemeinde Seckach weiterhin mit einem Kind pro Jahr 247 Euro, mit zwei Kindern 184 Euro, mit drei Kindern 125 Euro und Familien mit vier und mehr Kindern 50 Euro in der Kleinkindgruppe bezahlen. Im Vergleich zu den Elternbeiträgen im Kindergartenbereich kommen diese Beiträge daher zustande, weil die Betreuung von Kleinkindern einen erhöhten Personalaufwand benötigt und nur halb so viele Kinder wie in einer vergleichbaren Gruppe für Kindergartenkinder aufgenommen werden dürfen. Wie Bürgermeister Ludwig betonte, werden mit den Elternbeiträgen lediglich 20 Prozent der tatsächlichen Betriebsausgaben abgedeckt.

Eine Umfrage unter den Eltern in allen Ortsteilen hat weiter ergeben, dass derzeit für die Schaffung zusätzlicher Betreuungsangebote im Kleinkindbereich keine ausreichende Nachfrage besteht. Momentan gibt es in Seckach vier Gruppen und in Großeicholzheim eine Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten, eine Regelgruppe in Großeicholzheim und eine Kleinkindgruppe ebenfalls in Großeicholzheim. Zur Kenntnis nahm der Gemeinderat die Pläne des Kindergartens Seckach zur Überarbeitung seines Raumprogramms, der sich begründet in höherem Platzbedarf durch die allgemeine Weiterentwicklung der stationären Betreuung inkl. einiger Sanierungsarbeiten an einem Teil der Dachflächen. Auch die Übernahme der Geschäftsführung für den Kindergarten „St. Franziskus“ Seckach durch die Verrechnungsstelle für Kath. Kirchengemeinden Walldürn nahm das Gremium zur Kenntnis, hielt die Dynamisierung der Berechnung jedoch für unverhältnismäßig und verlangte auf Anraten von Gemeinderat Alexander Winter, deswegen bei der Verrechnungsstelle vorstellig zu werden.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ermächtigte der Gemeinderat Bürgermeister Ludwig zur Aufnahme eines Kommunaldarlehens in Höhe von 360.000 Euro mit einer Laufzeit von 30 Jahren für den Eigenbetrieb „Wasserversorgung Seckach“. Hiermit sollen die angefallenen Investitionsausgaben des Wirtschaftsjahres 2014 für die Umsetzung der Wasserversorgungskonzeption der Gesamtgemeinde (1. Bauabschnitt) und für die Wasserversorgung Bahnhofstraße/Gewerbegebiet „Am Bahnhof“ finanziert werden. 

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Der Bahnhof Seckach. (Foto: Liane Merkle)

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