AED – Prüfen. Rufen. Drücken.

 
 
 Wagenschwend. Prüfen. Rufen. Drücken. – war das Motto am Freitag im Dorfgemeinschaftshaus in Wagenschwend. Seit kurzer Zeit gibt es dort an der Außenfassade einen Automatischen Externen Defibrillator, kurz AED. Mit diesem AED kann jedermann, also selbst nicht geschulte Laien, bei einem Herzstillstand Hilfe leisten, bis der Rettungsdienst eintrifft.
 
 Unter der Federführung von Volker Brauch wurden die Bewohner zu einem gemeinsamen Abend mit dem DRK Limbach eingeladen, bei dem die Rotkreuzler eine kurze Einführung und dann jede Menge praktische Übungen mit den Interessierten durchführten, um die Hemmschwelle einer Wiederbelebung und den Einsatz des AEDs abzubauen und sicherer im Umgang zu werden.
 
 Der Einsatz eines solchen Gerätes ist erstaunlich einfach, stellte man nach kurzer Zeit fest. Stellt sich heraus, dass eine Person leblos ist (Prüfen), veranlasst man zuerst einen Notruf (Rufen) und führt dann eine Herzdruckmassage durch (Drücken). Kann man nun auf den AED zurückgreifen, oder eine umstehende Person kann ihn schnellstmöglich bringen, muss dieser lediglich eingeschaltet werden und die Elektroden auf den freien Brustkorb des Patienten geklebt werden. Ab hier übernimmt das Gerät die Anleitung der weiteren Schritte, die nur noch „abgearbeitet“ werden müssen.
 
 Die Rotkreuzler wiesen ausdrücklich darauf hin, dass es keinen Grund zur Scheu gibt, da man überhaupt nichts falsch machen kann. Falsch wäre es, nichts zu tun, denn bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommt es auf jede Minute an. Außerdem muss man sich keine schwierigen Schematas einprägen, es kommt lediglich auf das „Prüfen, rufen, drücken“ an – und der AED führt einen sowieso durch alle Schritte.
 Die Resonanz aus der Bevölkerung war durchweg positiv. Man dachte nicht, dass man mit solchen einfachen Mitteln eine Reanimation durchführen könne und mit dem Gelernten fühle man sich sowieso viel sicherer.
 
 Abschließend dankten die Vertreter des DRK bei den Wagenschwendern Vereinen für die Einladung, bei Volker Brauch für die Organisation und bei den Helfern aus dem Ortsverein.

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