MdL Peter Hauk im Gefängnis

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 Mosbach. (pm) Zu einer nicht alltäglichen Besichtigung trafen sich die Mitglieder der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU zusammen mit dem hiesigen Landtagsabgeordneten Peter Hauk. Treffpunkt war das Gefängnis in Mosbach. Das Gebäude, das im 19. Jahrhundert auf den Grundmauern der ehemaligen Klosterkirche errichtet wurde, wird seit 1993 ausschließlich als sogenanntes Freigängerheim genutzt.
 
 Gefangene, die nur noch einen kurzen Strafrest zu verbüßen haben und bei denen kein Missbrauch der Lockerungen zu befürchten ist, gehen von hier aus einer regelmäßigen Arbeit außerhalb der Anstalt nach. Sie sollen so an das Leben nach ihrer Entlassung vorbereitet werden. „Und wer nicht spurt, geht wieder in den geschlossenen Vollzug“, so die Anstaltsleiterin Katja Fritsche.
 
 Die Suche nach geeigneten Arbeitsplätzen und der Kontakt zu den Arbeitgebern gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Vollzugsbeamten in Mosbach. Daher ist man froh, dass einige Firmen in der Umgebung immer wieder Freigänger einstellen.
 Doch auch die Amtshilfe für das Amts- und Landgericht beansprucht einen nicht unwesentlichen Teil der Arbeitszeit. Angeklagte, die sich in Haft befinden, werden vor und nach den Verhandlungen im Mosbacher Gefängnis in sogenannten Vorführzellen untergebracht und bewacht.
 
 Jeder Tag Haft in einer geschlossenen Anstalt kostet den Steuerzahlerrund 100 Euro. Die Freigänger in Mosbach bezahlen von ihrem Lohn 299 Euro „Miete“ im Monat und für ihre Verpflegung sorgen sie selbst. Der Rechnungshof hält den Betrieb des Mosbacher Gefängnisses daher für wirtschaftlich sinnvoll. Peter Hauk betonte abschließend die Bedeutung der Vollzugsanstalt für die Resozialisierung der Gefangenen, aber auch als Wirtschaftsfaktor für den ländlichen Raum. „Die Lage des Freigängerheims, als Außenstelle von Adelsheim, ist in Mosbach absolut zweckmäßig gewählt. Die Nähe zum Gericht verkürzt bürokratische Wege, sodass sich diese Einheit für den Neckar-Odenwald-Kreis und die Justiz lohnt“, so Hauk. „Auch muss man die Wichtigkeit dieser Maßnahme für die Gefangenen erkennen – der Kontakt zur Außenwelt und zur Gesellschaft wird so relativ schnell wieder hergestellt, was bei den jungen Menschen besonders wichtig erscheint“, fügte Hauk hinzu.
 
 Bei kühlen Getränken und Kuchen aus der Anstaltsbäckerei in Adelsheim diskutierten die Teilnehmer noch sehr engagiert mit der Anstaltsleiterin und den Bediensteten des Freigängerheims.

© www.NOKZEIT.de


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