Drogenspürhunde beim Tauber-Festival 2015

 Bad Mergentheim. (ots) Wieder werden weit über 10.000 Besucher beim jährlichen Taubertal-Festival, das vom 6. bis 10. August in Rothenburg ob der Tauber stattfinden wird, erwartet.
 
 Im vergangenen Jahr zeigte die Polizei auch auf den baden-württembergischen Zufahrtsstraßen Präsenz – und das war offensichtlich gut so, wie die Zahlen belegen. Die Personen- und Fahrzeugkontrollen fanden über den gesamten Zeitraum des Events bei an- und abfahrenden Festival-Gästen statt. Elf Fahrer wurden unter Drogeneinfluss am Steuer oder Lenker ihres Fahrzeugs angetroffen. Über 200 Atemalkoholtests führten dazu, dass drei Autofahrer mit zu einer Blutentnahme mussten. Bei 32 Besuchern fanden Polizeibeamte Rauschgift. Es wurde Marihuana, Extasy und etwas Spice beschlagnahmt. Es mussten nicht nur entsprechende Anzeigen vorgelegt werden, sondern es wurden auch über 30 Berichte an Führerscheinstellen geschrieben, in denen Rauschgiftkonsumenten benannt wurden, die nicht am Steuer, sondern bei normalen Personenkontrollen ertappt wurden.
 
 Albrecht Kucher, der Leiter des Bad Mergentheimer Polizeireviers, ist verantwortlich für die Kontrollen und kündigt ein ähnliches Vorgehen wie im vergangenen Jahr an: „Die Einsatzkräfte wollen die Verkehrssicherheit auf den An- und Abfahrtsstrecken in unserem Zuständigkeitsbereich gewährleisten“. So genannte „Disco-Unfälle“ und die tragischen Folgen mit Toten und Verletzten sollen verhindert werden. „Wir möchten mit den Kontrollen auch möglichst das Mitbringen von Rauschgiften auf das Festivalgelände erschweren“, ergänzt der Erste Polizeihauptkommissar. Für die Kontrollen werden neben den Beamten der Direktion Polizeireviere des Polizeipräsidums Heilbronn auch Spezialisten der Verkehrspolizei und ganz sicher mehrere Rauschgiftspürhunde im Einsatz sein.
 
 Der Revierleiter möchte Eltern, die ihren unter 18 Jahre alten Sprößlingen die Teilnahme am Festival erlauben, deutlich machen, dass Rauschgift offensichtlich nicht nur zum Eigenkonsum, sondern auch zum Verkauf auf das Gelände geschmuggelt werden soll und dass Väter und Mütter ihren minderjährigen Töchtern und Söhnen noch einmal die Gefahren und Probleme des Konsums von Rauschgiften vor Augen halten.
 
 Doch Albrecht Kucher sieht noch weitere Gefahren für die Festival-Teilnehmer aller Altersgruppen, die bei allen Veranstaltungen in dieser Größenordnung auftreten: Die campenden Musikfans sollten unbedingt auf die Sicherung ihres Eigentums achten. Das gelte allerdings nicht nur auf dem Campingplatz, sondern auch im Gedränge rund um die Bühnen. Die Trick- und Taschendiebe seien allgegenwärtig. Von Gegenständen, bei denen es eine Individualnummer oder andere individuelle Eigenheiten gibt, sollten diese notiert werden, damit den Ermittlern eine Sachfahndung nach einem Diebstahl möglich ist.
 
 Da am Veranstaltungswochenende mit hohen Temperaturen gerechnet wird, macht die Polizei darauf aufmerksam, dass die Wartezeiten vor den Mautstellen zum Festival-Gelände bedacht werden sollten. Es wird aufgrund der Erfahrungen früherer Festivals geraten, nicht schon vor oder bei der Anreise Alkohol zu trinken. Alkoholfreie Getränke sollten allerdings in den Fahrzeugen für die Wartezeit bereit gehalten werden. Eine rechtzeitige Anfahrt verhindert zu große Staus vor der Einfahrt auf den Campingplatz.

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