Arbeitsmarkt braucht Zuwanderung

Der Arbeitsmarkt im August 2015
 
 (aat) Im August ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk im Vergleich zum Vormonat um 696 gestiegen. Aktuell sind 11.591 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen, liegt im August bei 3,5 Prozent (Plus 0,2). Die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg beträgt 3,9 (Plus 0,1) Prozent. Im Vergleich zum Vormonat hat insbesondere die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen zugenommen. Das liegt daran, dass um diese Jahreszeit viele Ausbildungen beendet werden.
 
 Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiterhin hoch. Insgesamt waren im August 5.430 offene Stellenangebote bei der Agentur für Arbeit gemeldet, das sind 39 mehr als im Vormonat und 735 mehr als im August 2014. Betriebe haben dem Arbeitgeber-Service im August 1.628 neue Stellen gemeldet.
 
 „Um den hohen Arbeitskräftebedarf decken zu können, müssen wir alle inländischen und ausländischen Potenziale nutzen,“ erklärt Thekla Schlör, die Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim. Und weiter: „Der Arbeitsmarkt braucht Zuwanderung und unser Ziel ist es, Flüchtlinge, die aufgrund ihres Aufenthaltstatus arbeiten können, möglichst schnell in Arbeit zu bringen. Dies wird aber nur möglich sein, wenn alle Akteure zusammen wirken und wir neue, unkomplizierte Wege beschreiten. Berufliche Integration ist die beste Form der sozialen Integration“, so die Agenturleiterin.
 
 Die Agentur hat zwei zusätzliche Arbeitsvermittler eingestellt, die sich ausschließlich um die Betreuung und Vermittlung von Asylbewerbern kümmern und dabei eng mit den Sozialarbeitern der Landkreise zusammenarbeiten. Bei einem Speeddating gemeinsam mit kommunalen Vertretern, Kammern und dem Welcome-Center hat die Agentur im Main-Tauber-Kreis Arbeitgeber und Flüchtlinge zusammen gebracht. Diese Veranstaltung kann bereits erste Einstellungen verbuchen.
 
 Im Landkreis Schwäbisch Hall ist die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent gestiegen. Es wurden im August 3.934 Arbeitslose gezählt, 203 mehr als im Juli. 1.180 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 976 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.
 Arbeitgeber haben 517 Stellenangebote gemeldet (August 2014: 495). Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 1.749.
 
 Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 3,1 Prozent (Plus 0,1). Es wurden im August 2.030 Arbeitslose gezählt. Das sind 96 Menschen mehr als im Juli. 532 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 442 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.
 Arbeitgeber haben 275 Stellenangebote im August aufgegeben (August 2014: 269). Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 981.
 
 Die Arbeitslosenquote im Main-Tauber-Kreis liegt bei 3,4 Prozent (Vormonat 3,1 Prozent). Im August waren 2.533 Menschen arbeitslos gemeldet, 240 mehr als im Vormonat. 833 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 601 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.
 Arbeitgeber haben 522 Stellenangebote gemeldet (August 2014: 497). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 1.680.
 
 Im Neckar-Odenwald-Kreis liegt die Arbeitslosigkeit bei 3,9 Prozent (Vormonat 3,7 Prozent). Es waren im August 3.094 Menschen arbeitslos gemeldet, 157 mehr als im Vormonat. 862 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 698 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.
 Arbeitgeber haben 314 Stellenangebote gemeldet (August 2014: 295). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 1.020.
 
 Der Ausbildungsmarkt
 Kurz vor Ausbildungsbeginn sind immer noch 1.315 freie Ausbildungsstellen bei der Agentur gemeldet. „Die Situation für Ausbildungsplatzbewerber ist sehr gut, auf einen Bewerber kommen 1,35 Ausbildungsstellen. Wer also jetzt noch auf der Suche ist, sollte sich schnell bei uns melden oder sich über das Angebot in der Jobbörse unter www.arbeitsagentur.de informieren“, so Thekla Schlör.
 
 Und weiter: „Eine Ausbildung ist nicht nur für Jugendliche direkt nach der Schule interessant. Wir sprechen ganz gezielt auch Erwachsene an, die noch keinen Berufsabschluss in der Tasche haben. Für eine Ausbildung ist es nie zu spät.“
 
 Der statistische Berichtszeitraum für den Ausbildungsmarkt läuft in Anlehnung an den üblichen Ausbildungsbeginn vom 1. Oktober bis zum 30. September. Bis August haben sich 3.991 Bewerber um einen Ausbildungsplatz bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur angemeldet, dies sind 135 Personen weniger als vor einem Jahr. Aktuell sind davon noch 818 Bewerber auf der Suche, die anderen haben sich bereits abgemeldet, weil sie eine Stelle gefunden oder sich für eine Alternative entschieden haben. Im gleichen Zeitraum haben Unternehmen 5.407 Ausbildungsplätze gemeldet, dies sind 276 Angebote mehr als im Vorjahr um diese Zeit. Die Zahl der jetzt noch unbesetzten Ausbildungsstellen von 1.315 hat sich im Vergleich zum August 2014 um 1,2 Prozent erhöht.

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10 Kommentare

  1. Können sich die Medien endlich einmal entscheiden, obs nun so wenig Arbeitslose wie nie zuvor oder zu viele gibt?! ^^

    • Du meinst wohl, wir brauchen keine Zuwanderung, wenn aktuell die Arbeitslosigkeit wieder leicht steigt. Das ist aber zu kurz gedacht. Es gibt Arbeitslose und es gibt unbesetzte Stellen, doch die passen nicht zusammen, was z.B. die Ausbildung oder den Ort angeht, manche wollen oder können auch nicht arbeiten. Es fehlen etwa Altenpfleger, das ist zudem ein Beruf, zu dem man niemanden zwingen sollte oder kann. Einfach gesagt: Früher brauchte man Türken für’s Fließband, heute könnten wir Menschen vom Balkan als Altenpfleger brauchen.

  2. @NZjh
    Die Frage von Rebecca Maier ist tief-gründiger um selbige mit mit 8 Worten
    zu beantworten.
    Das ist am Fragezeichen und Ausrufe-zeichen für Inseiter klar ersichtlich.
    Wobei deine 2Fragezeichen bei 8 Wörtern n i e auf Fr.Rebecca M.ein-gehen können.
    Hättest du besser geschwiegen oder
    richtig geantwortet.
    Der Ton machts.
    nicht so respektlos etwas hinger…!

  3. Hallo Berny,
    vllt sollte man einen Schweigekreis
    gründen.Du wirds Vorsitzender auf
    Ewigkeit.Mein Amen hast du.
    Gruss

  4. Wenn die Sozialleistungen über den Löhnen deiner Firma liegen, dann zahlt deine Firma Ausbeuterlöhne, die unter dem gesetzlichen Mindestlohn liegen.

    Welche Berufsgruppen werden gesucht? Wo? Wie hoch ist das Gehalt?

  5. Hallo Udo Wagner.
    Pass auf und lass dich nicht ausfragen!
    Das sind linke Linke.
    Eine Schande für die einst so
    stolze SPD.
    Schau dir den Beitrag vom 25.Aug.15
    an.Da wird einem Teilmehmer gedroht!
    Sie hoffen,dass seine Firma pleite
    geht.Seine Familie mit und noch
    andere PACKwünsche dazu.
    Fast immer erkennen die Menschen das
    und unterstützen diese Durchblicker
    mit Aufträgen.
    Trotzdem ist das voll NAZI was da ab
    geht.
    Zum Glück hat dieses rot-grüne junge
    Dum..olk ab der nächsten Landtagswahl
    nicht mehr zu melden.
    Eigentlich Schade für die einst so
    stolze SPD.Aber was hat die SPD er-
    wartet.Um an die Macht zu kommen
    spielt die SPD den Juniorpartner der
    Grünen/Bündnis 90.
    Der Spuk ist vorbei.Aufräumen den
    Rot/Grünen Müll. Baden-Württenberg
    ist um einige Jahre zurückgeworfen.

    Das sollte man bedenken:
    Wie gewählt so wird geliefert.
    Das haben Parteien und Pizzaservice
    gemeinsam.
    Wie gewählt so wird,.
    Das haben Parteien und Pizzaservice
    gemeinsam!

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