Mosbach: INAST übernimmt Neckartal-Kaserne

Wichtiger Schritt für die Konversion des Gesamtgeländes – Vorbereitungen dauerten vier Jahre
 
 Mosbach. (pm) Am Freitag hat das in Mosbach ansässige Entsorgungsunternehmen INAST Abfallbeseitigungs GmbH die Neckartal-Kaserne übernommen. Mit der förmlichen Schlüsselübergabe durch den bisherigen Grundstückseigentümer und Verkäufer ist ein erster wichtiger Schritt für die Konversion des Gesamtgeländes getan. Dieser erste Meilenstein war während eines fast vier Jahre andauernden Prozesses vorbereitet worden.
 
 Die ehemalige Neckartal-Kaserne diente der Bundeswehr von 1972 bis 2011 als Heeres- und Luftwaffenkaserne. Anschließend wurde das Gelände an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) übergeben, die das über 27ha große Gelände mit den Gebäuden vermarkten sollte. In einem vorläufigen Bieterverfahren, bei dem zunächst vor allem die Konzepte zur Nachnutzung bewertet wurden, hat sich unter anderem die Firma INAST Abfallbeseitigungs GmbH aus Mosbach als möglicher Nachnutzer beworben. Im folgenden öffentlichen Bieterverfahren erhielt die INAST den endgültigen Zuschlag zum Kauf.
 
 „Dringend notwendig war die räumliche Expansion vor allem im Hinblick auf die Erfordernisse einer zeitgemäßen Entsorgungswirtschaft“ urteilt Geschäftsführer Gerd Schaller. Die vorhandenen Hallen, Unterstände, Wohngebäude, versiegelten Flächen und Freiflächen der ehemaligen Bundeswehrkaserne bieten für die Ansiedlung des Unternehmens optimale Bedingungen.
 „Mittelfristig war dies für uns die einzige Möglichkeit, den Standort Mosbach erhalten zu können. Weder in Mosbach noch in den umliegenden Gemeinden fanden sich Alternativen, die alle Voraussetzungen erfüllten.“
 
 Viel Zeit und Mühe hat die INAST in Sachen Anschlussnutzung der Wohn- und Schulungsräume sowie der bisherigen Kasernen-Infrastruktur investiert. Ein Teil im nördlichen Bereich des Gesamtgeländes wird mit einem Partner zu einem national und international genutzten Trainings- und Ausbildungszentrum umgestaltet. Somit ist garantiert, dass auch die Teile, die über die reinen abfallwirtschaftlichen Erfordernisse hinausgehen, weiterhin sinnvoll genutzt werden.
 
 Nachdem die Nutzungspläne unter Dach und Fach sind, schafft die Stadt Mosbach derzeit die baurechtlichen Voraussetzungen zur Umsetzung. Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung für die Erstellung eines Bebauungsplans und die Änderung des Flächennutzungsplans nach den Vorgaben der zugrunde liegenden Gemeinderatsbeschlüsse der Großen Kreisstadt Mosbach ist bereits abgeschlossen. Mit in die Planung aufgenommen wurden auch Anregungen aus dem vorangegangenen Bürgerratsverfahren. Der Vorgang wird voraussichtlich bis Ende 2015 zum Abschluss gebracht, die Nutzungsaufnahme durch die INAST Abfallbeseitigungs GmbH soll unmittelbar darauf mit der Verlegung der Mosbacher Standorte erfolgen.
 
 Nach Umsetzung aller Planungsschritte beläuft sich das gesamte Investitionsvolumen am Standort auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Über den Kaufpreis haben die Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart.
 

 Unser Bild zeigt von links: Gerd Schaller, Michael Hörtkorn (beide INAST), Tobias Kerschke (BIMA), Jürgen Schart (BRH e.V.). (Foto: J. Weinreuther)

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen:

1 Kommentar

Kommentare sind deaktiviert.