Odenwälder Kartoffelkönigin wird gekrönt

 

25. Odenwälder Kartoffelwochen werden im Jubiläumsjahr 2015 von der gleichaltrigen Julia Schwöbel repräsentiert

Odenwald. (pm) Den ganzen Tag im Büro zu sitzen, ist nichts für Julia Schwöbel. Sie braucht auch die Natur und den Umgang mit Tieren. Ideale Voraussetzungen also für ihre in wenigen Tagen beginnende hoheitliche Aufgabe als Kartoffelkönigin: Julia I. wird zum Start der 25. Odenwälder Kartoffelwochen am Donnerstag, 17. September, zur neunten Repräsentantin dieses kulinarischen Ereignisses rund um die „tolle Knolle“ im Odenwald gekrönt.

Die 25-jährige aus dem Reichelsheimer Ortsteil Gumpen übernimmt die Krone von ihrer Vorgängerin Lisa I., die seit 2013 als Regentin über den „goldenen Erdapfel“ fungiert. Altersbedingt ist die neue Kartoffelkönigin Julia I. also ein „Kind der ersten Stunde“ der Odenwälder Kartoffelwochen.

„Eigentlich hatten mir Armin Treusch, Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes Odenwaldkreis und dessen Tochter Barbara – sie war von 2008 bis 2012 ebenfalls Kartoffelkönigin – schon vor einem Jahr das Amt der Kartoffelkönigin angetragen, doch damals konnte ich es leider zeitlich nicht leisten. Ende August habe ich spontan meine Bereitschaft signalisiert. Jetzt habe ich Lust und Zeit für dieses Amt“, erzählt die sympathische junge Frau.

„Dann ging’s Schlag auf Schlag und ich sprang ins kalte Wasser“, sagt Julia, die ob des schnellen Entschlusses nur knapp zwei Wochen Vorbereitungszeit auf ihr königliches Amt hat. Klare Vorstellungen von ihrer Mission hat sie indes schon: „Ich will meiner Generation die Kartoffel als kulinarische Kreation näher bringen.“

Es sei angesichts unserer schnelllebigen Zeit mit Fastfood und rasch zubereiteten Nudel- oder Reisgerichten durchaus wichtig, dem Grundnahrungsmittel Kartoffel mit all seinen kreativen Varianten gebührend Gehör zu verschaffen, ist die Odenwälderin überzeugt.

Neben vielfältigen Begabungen und ihrer Odenwälder Bodenständigkeit bringt sie hierfür beste Voraussetzungen mit: Im Anschluss an ihr Abitur an der Rimbacher Martin-Luther-Schule absolvierte Julia Schwöbel eine Lehre bei der Volksbank Weschnitztal im Nachbarkreis Bergstraße. Nach der erfolgreichen Ausbildung zog es die Gumpenerin für zwei Monate nach Spanien. Sie nutzte die Zeit für eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg. „Wandern macht den Kopf frei“, fasst Julia ihre Erfahrung zusammen.

Ein Psychologiestudium in Gießen schloss sich ihrem Spanienaufenthalt an. Zum Ende des zweiten Semesters allerdings hatte Julia erkannt, „dass diese Berufsschiene nichts für mich ist“. Sie entschloss sich, fortan im elterlichen Betrieb, dem Ferienbauernhof „Käsrah“ in Reichelsheim-Gumpen, einzusteigen und diesen in der nächsten Generation fortzuführen.

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In der herrlichen Natur des Odenwaldes fühlt sich Julia Schwöbel zu Hause. Die Familie züchtet Berner Sennenhunde und hält, auch für ihre Gäste, mehrere Reitpferde. Besonders der Umgang mit ihren geliebten Fjordpferden und den Hunden bereitet der jungen Frau viel Freude.

Neben Reiten zählen Singen („seit meinem 12. Lebensjahr“), Wandern und Yoga zu den Freizeitbeschäftigungen der künftigen Kartoffelkönigin. Bei der Ausübung ihres Ehrenamtes als Odenwälder Kartoffelkönigin darf sie auf die Unterstützung ihrer Eltern Christel und Rainer Schwöbel sowie ihres Freundes Simon bauen.

Zu ihrem Amtsantritt wird Julia I. erstmals die von Elfenbeindesigner Bernhard Röck gestaltete Kartoffelkrone, ein apartes Schmuckstück, mit Stolz tragen. Anders als die Amtszeit einer Weinkönigin ist die Regentschaft der Odenwälder Kartoffelkönigin nicht auf ein Jahr begrenzt. So könnte sich die hoheitliche Aufgabe von Julia I. als Odenwälder Kartoffelkönigin durchaus über das Jubiläumsjahr hinaus erstrecken.

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Die neue Kartoffelkönigin Julia I. auf dem elterlichen Ferienbauernhof „Käsrah“ mit einem ihrer geliebten Fjordpferde. (Foto: Cornelia Horn)

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