Wertheim: Polizei nimmt Busse unter die Lupe

Hohe Beanstandungsquote

Wertheim. Fünf Stunden lang haben Beamte des
Verkehrskommissariats Tauberbischofsheim in der vergangenen Woche in
einer länderübergreifenden Aktion mit der Verkehrspolizeiinspektion
Würzburg-Biebelried Reisebusse an der A 3 im Bereich Wertheim auf dem
Autohof Bettingen Reisebusse kontrolliert. Unterstützt wurden sie
hierbei von Beamten der Verkehrspolizeidirektion Weinsberg und der
Polizeihundeführerstaffel sowie zwei Beamten der Gewerbeaufsicht des
Landratsamtes Main-Tauber-Kreis. Dabei wurden insgesamt 17 zum Teil
vollbesetzte Busse einer Überprüfung unterzogen. Bei neun Bussen
musste die Polizei Verstöße ahnden, bei denen technische Mängel
festgestellt – bzw. Vorschriften aller anderen Art nicht eingehalten
wurden. Damit wurde eine Beanstandungsquote von über 50 Prozent
erreicht. Ein Bus mit Anhänger, der im Linienverkehr zwischen
Rumänien und Deutschland verkehrt, hatte eine Gesamtlänge von 20
Metern statt der erlaubten 18,75 Meter und musste auf dem Autohof
seinen Anhänger mit Gepäck zurücklassen um seine Weiterreise
anzutreten. Bei fast allen beanstandeten Bussen waren gleich mehrere
Verstöße zu bemängeln. Dabei ging es vor allem um Missachtung der
Lenk-und Ruhezeitvorschriften sowie technische Mängel (gerissene
Frontscheiben/fehlende Nothämmer) aber auch um
Geschwindigkeitsüberschreitungen und fehlende
Berufskraftfahrerqualifikation. Die Polizisten behielten bei den
ausländischen Kraftfahrern Sicherheitsleistungen in Höhe von
mehreren Hundert Euro ein. Die hiesigen Busfahrer und Unternehmer
müssen mit entsprechenden Anzeigen rechnen.

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