LEA Wertheim ist voll belegt

Rettungsorganisationen beenden ihren Einsatz

Wertheim. (pm) In der Nacht auf Donnerstag sind weitere 50 Flüchtlinge in der LEA Wertheim eingetroffen. Damit sind alle 600 Plätze im Akademieareal belegt. Die Rettungsorganisationen können jetzt „herunterfahren“ – Feuerwehr, DRK und THW beenden im Laufe des Tages ihren Einsatz. Nach und nach übernehmen das Regierungspräsidium und deren beauftragte Dienstleister die Regie über die Abläufe in der Aufnahmeeinrichtung. „Wir gehen allmählich in den Normalbetrieb über,“ so Bürgermeister Wolfgang Stein in der heutigen Einsatzbesprechung.

Dem Bus, der gegen 0.30 Uhr in Wertheim eingetroffen war, waren 50 Flüchtlinge entstiegen, diesmal ausschließlich Männer. Unter ihnen waren auch sechs unbegleitete Minderjährige. Diese übernimmt das Jugendamt des Landkreises in seine Obhut. Die Neuankömmlinge wurden untergebracht, verpflegt und noch in der Nacht ärztlich untersucht. „Damit ist die LEA Wertheim voll,“ stellte Bürgermeister Stein fest. Die Stadt gehe davon aus, dass keine weiteren Zuweisungen erfolgen.

Die Lagebesprechung am Donnerstagmorgen war die vorerst letzte in der großen Runde. Die weitere Koordinierung soll in die Hände einer kleinen Arbeitsgruppe gelegt werden. Der private Dienstleister EHC ist jetzt mit ersten Mitarbeitern in der Aufnahmeeinrichtung präsent. Es wird aber noch einige Zeit dauern, bis er die notwendige Personalstärke erreicht hat. In der aktuellen Übergangsphase vom Not- und Normalbetrieb braucht die LEA Wertheim deshalb weiterhin Unterstützung durch Stadt, Bundeswehrkräfte, ärztliches Personal und die Helfer von „Willkommen in Wertheim“.

Der allmähliche Aufbau normaler Strukturen, so die Hoffnung von Bürgermeister Stein, wird den Freiwilligen jetzt rasch die dringend notwendige Entlastung bringen. Die Tagesabläufe sollen sich normalisieren, die „Spielregeln“ in einer Hausordnung geklärt werden. Für die Kleiderkammer sollen künftig feste Öffnungszeiten gelten. EHC plant auch den Aufbau eines provisorischen Speisezelts, um die Abläufe bei der Essensausgabe im viel zu kleinen Speisesaal zu verbessern.

Für das Regierungspräsidium dankte Dagmar Driewer am Ende der Einsatzbesprechung allen Organisationen und Dienststellen, die die Notaufnahme seit Sonntag gestemmt haben. „Es ist fantastisch, was Sie hier von jetzt auf nachher auf die Beine gestellt haben!“

154004P(Foto: pm)

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