Zimmern: Endlich weiches Wasser

Ein historischer Moment – Hochbehälter Talberg in Betrieb genommen

Zimmern. (lm) „Heute um 9.45 Uhr wurde der Hochbehälter Talberg in Betrieb genommen“, verkündete Bürgermeister Thomas Ludwig stolz im Beisein des kompletten Gemeinderatsgremiums und des Ortschaftsrats Zimmern vor dem nahezu fertig gestellten  Gebäude. Nach fast zweijähriger Bauzeit ist damit der erste Bauabschnitt der rd. 6 Mio. teuren Maßnahme fertig und damit wird Zimmern endlich mit Bodenseewasser versorgt.

„Ein historischer Moment“ für diesen Ortsteil der Baulandgemeinde wie Ortsvorsteher Josef Ackermann betonte, denn endlich könnten auch diese Bürger weicheres Wasser genießen könnten, wenn auch die älteren Zimmerner gern gesehen hätten, dass weiter das Wasser aus ihrer eigenen Quelle genutzt wird. Doch das ist zumindest noch soweit „im Rennen“, dass es als zweite Not-Reserve bei eventuellen Ausfällen der neuen Konzeption geprüft werden kann.

Nicht unwichtig sei für den Verbrauer außerdem, dass sich infolge der Umstellung  vom bisherigen Wasser mit 23 dh (Grad deutscher Härte) auf jetzt 9 dh Inkrustationen in den Leitungen lösen und Filter bzw. die Armaturen verschmutzen Wasch- oder Spülmaschinen „umgestellt“ werden müssen. Deshalb sei es wichtig, dass in den ersten Wochen nach der Umstellung die Wasserversorgungsanlagen in den Gebäuden häufiger in Augenschein zu nehmen. Das war u. a. den technischen Ausführungen von Bauamtsleiter Roland Bangert zu entnehmen, der auch die Leitungen im „Rohrkeller“ des Hochbehälters erläuterte und dabei betonte, dass der Druck in der Niederzone um 0,5 bar und in der Hochzone um 1,8 bar erhöht worden ist.

Bis zum Abend des ersten Betriebstages seien noch keine negativen Meldungen wegen der Inbetriebnahme gegeben. Das durchweg durchdachte und positive Ergebnis dieser bedeutenden Maßnahme führte Bürgermeister Thomas Ludwig vor allem darauf zurück, dass man sich in dem langen Entscheidungsprozess tief schürfende Gedanken gemacht und die Ideen der Bürgerschaft mit berücksichtigt habe.

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Sein Dank galt dabei auch den Planungsbüros Fritz aus Bad Urach und Sack und Partner aus Adelsheim, die in guter Kooperation mit Roland Bangert als Vertreter des Bauherrn Gemeinde Seckach hervorragende Arbeit geleistet hätten. Zwar müsse die Außenanlage des Hochbehälters noch fertig gestellt werden, doch der erste Bauabschnitt mit dem Leitungsbau zum Schefflenzer Weg und nach Zimmern sowie der Bodenseewasserversorgung von Zimmern sei abgeschlossen.

Im zweiten Bauabschnitt, der für 2016 geplant sei, werde dann Seckach an den Hochbehälter Talberg angeschlossen, und im dritten Bauabschnitt Großeicholzheim und die Verbindung zum Hochbehälter Mutschere. 

Talberg0915 004

(Foto: Liane Merkle)

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6 Kommentare

  1. Nimmt man die örtliche Bevölkerung mit ins Boot und agumentiert sachlich und richtig, mit allen Vor- und Nachteilen funktioniert alles ganz schnell. Zimmern ist sehr stolz auf die neue Wasserversorgung und das weiche Bodensee-Wasser.

    Wo ein Willi ist, ist auch ein Weg…!

Kommentare sind deaktiviert.