Elztal: Zu den Feuersalamandern

 
 Elztal. (pm) In der letzten Ferienwoche machten sich nachts um 21 Uhr eine wilde Horde Schüler zusammen mit Förster Thomas Müller und Thorsten Windisch auf den Weg in das Landschaftsschutzgebiet Trienzbachtal. Bewaffnet mit warmer, dicker Kleidung, Vesperrucksack und Taschenlampen zog man auf die Pirsch nach Feuersalamander, Kröten und anderem Nachtgetier. Förster Müller hatte wieder den originalen „Lurchi“ aus den bekannten Salamander-Schuhbüchlein als Anschauungsobjekt mitgebracht, um einleitend die Lebensweise der Lurchen und Amphibien zu erklären. Dann ging es hinaus in die „ratzedunkle“ Nacht.
 Einige Nacktschnecken und Erdkröten waren die anfängliche „Beute“. Die Salamander blieben aber in ihren kühl-feuchten Verstecken unter Baumwurzeln und Steinplatten. Es war wohl einfach zu trocken in der letzten Ferienwoche. Im dunklen hinteren Trienzbachtal – ohne den Lichtsmog der Dörfer und Straßen – war dafür der ganze Sternenhimmel und auch die Milchstraße wunderbar klar und hell. Förster Müller zeigte den Kindern das Sternbild vom „Großen und Kleinen Wagen“ (Großer und Kleiner Bär) und wie man dann auch leicht den Polarstern (Nordstern) finden kann, der einem bei Nacht die Nordrichtung zeigt. Diese absolute Stille, die Dunkelheit und gleichzeitig der Sternenglanz mit den unzähligen Sternbildern waren schon sehr imposant für die Kinder, die sowas wohl noch nie bewusst gesehen und erlebt hatten. Nach der Vesperpause mit lustiger Mäusejagd besuchte man den den Wurzelino, den „dicken Willi“ und den Barfußpfad. Eine besondere Herausforderung für die meisten Kids war es, den Grottensteig bei Nacht zu durchwandern und den Steg der Lourdesgrotte nachts zu überschreiten. Schlapp und müde, aber voller Gedankenbilder kam man um Mitternacht exakt zum Beginn der Geisterstunde zurück an den Treffpunkt, wo die Eltern schon warteten.
 


(Foto: pm)

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