Peter Kirchesch feiert 70. Geburtstag

Luftbild mit Bruecke Zwingenberg

Das bedeutendste Bauwerk von Peter Kirchesch in der über 35jährigen Zeit als Bürgermeister der „Festspielgemeinde Zwingenberg“ war der Bau der kombinierten Radwegbrücke über den Neckar (Luftaufnahme). Bereits im Jahre 1999 wurde der Radweg durch das Naturschutzgebiet „Reiherwald“ auf der Guttenbacher Neckarseite durch die Naturschutzbehörden endgültig gesperrt. Dies war Anlass für Peter Kirchesch dem Gemeinderat den Bau einer  Neckarbrücke anstelle des anfälligen, zeitabhänigen Fährbetriebes vorzuschlagen – mit dem gleichzeitigem Bau eines Radweges entlang der Bundesstraße von Neckargerach nach Zwingenberg. Der Gemeinderat begrüßte den Vorschlag des Bürgermeisters. Nach intensiven Verhandlungen konnte Peter Kirchesch die Finanzierung und Genehmigung erreichen. Heute verbindet die gerne genutzte Radwegbrücke 2 Bundes-, 3 Landes- sowie das europäische Radewegenetz („Pan-Europa-Radweg“). Mit großer Freude und einem unvergesslichen, fulminanten Brückenfest wurde die Einweihung des Jahrhundertbauwerks der Gemeinde Zwingenberg vom 24. – 26. Juni 2011 gefeiert. Das Werk von Peter Kirchesch brachte sein Amtsnachfolger BM Norman Link (BM seit Sept. 2013) zum erfolgreichen Abschluss. Die Brückenseilproblematik wurde ebenso abschließend gelöst, wie die endgültige Bauabrechnung. So hat Zwingenberg neben dem weltbekannten mittelalterlichen Schloss – gleichzeitig  Spielstätte der überaus beliebten Schlossfestspiele Zwingenberg –  seit 2011 ein weiteres neuzeitliches Wahrzeichen. (Foto: privat)

Neckargerach/Zwingenberg.  (pm) Die Liebe zur Heimat, Beruf und Familie sowie der besondere Einsatz zur Stärkung der „ländlichen Räume“ prägen Peter Kirchesch. Nach Wilhelm Busch: 1,2,3 im Sauseschritt feierte Peter Kirchesch seinen 70. Geburtstag im engsten Familienkreis,  mit seiner Lebenspartnerin,  seinen 3 Töchtern, Schwiegersöhnen und 6 Enkelkindern. Der Ehrenbürger von Neckargerach und Zwingenberg lenkte 32 Jahre  erfolgreich die Geschicke der „Erholungsgemeinde  Neckargerach“ und 35 Jahre als ehrenamtlicher Bürgermeister der „Festspielgemeinde Zwingenberg“. Bei  seiner eindrucksvollen Verabschiedung am 20. September 2013  erhielt die Festhalle Zwingenberg  als  besondere Anerkennung –  seinen Namen – „Peter Kirchesch-Halle“.  Der diplomierte Verwaltungswirt wurde am 16. Dezember 1973 erstmals  zum Bürgermeister der „Schiffergemeinde Neckargerach“ gewählt.

Es folgten acht  weitere Bürgermeisterwahlen in Neckargerach und Zwingenberg  mit jeweils eindrucksvollen Ergebnissen, die die Beliebtheit des „sportlichen Bürgermeisters“ widerspiegeln. Sein großes Engagement als Vorsitzender der Bürgermeister des Neckar-Odenwald-Kreises sowie im Präsidium und Landesvorstand des Gemeindetages Baden-Württemberg wurden mit der Verleihung des Prädikats „Ehrenvorsitzender“ und der „Freiherr vom Stein-Medaille“ gewürdigt. In mehreren Gremien  des Gemeindetages BW  in Stuttgart und beim Deutschen Städte- und Gemeindebund  in Berlin vertrat Peter Kirchesch nachdrücklich die Interessen der ländlichen Regionen, so auch im „Verteilerausschuss des Gemeindeausgleichstockes“ beim Regierungspräsidium Karlsruhe und 35 Jahre im Vorstand der Volkshochschule Mosbach, dabei viele Jahre als stellvertretender Vorsitzender. Der aktive Fußballer beim SV Neckargerach stürmte als vielfacher Torschütze in der 1. Amateurliga.  Sein letzes Spiel  wurde mit der Nordbadischen Pokalmeisterschaft gekrönt. Der SVN besiegte am 30.6.1976 in Sinsheim den hochfavorisierten VfR Mannheim mit 2:1.

Peter Kirchesch förderte zudem  viele Jahre als Trainer und Jugendleiter  Kinder und Jugendliche. Er war  „Brückenbauer“ im menschlichen und baulichen Sinn. Am 14. Dezember 1979 durfte er die lang ersehnte „Minneburgbrücke“ zwischen Neckargerach und Guttenbach“  zusammen mit dem Gemeinderat, der frohen und dankbaren Bevölkerung sowie vielen Ehrengästen  einweihen. Als Ersatz für die altersschwache Fähre konnte er eine gute Finanzierung für den Neckarbrückenbau erreichen.  Dankbar sind heute auch die vielen tausend Radfahrer, Gäste und die Bevölkerung von Zwingenberg. Nach jahrelangem zähem Kampf von Peter Kirchesch  konnte die Gemeinde Zwingenberg die Radwegbrücke als Großprojekt mit Hilfe von Bundes- und Landeszuschüssen bauen. Peter Kirchesch ist sicher,  dass das fulminante  Brückenfest zur feierlichen Einweihung  (24.-26. Juni 2011) unvergessen bleiben wird (NZ berichtete).

Die gelungene Dorfentwicklung in Neckargerach, Guttenbach und Zwingenberg, viele Naturschutzmaßnahmen wie  Waldsee , Seilsicherung Margaretenschlucht oder  „Fischkinderstube Zwingenberg“ tragen ebenso seine Handschrift wie die Schulen, Kindergärten, Rat- und Feuerwehrgerätehäuser, Ehrenfriedhof, Festhallen und Sportanlagen in Neckargerach und Zwingenberg.  

Gerne griff Peter Kirchesch auch zu Block und Feder um  geschichtliche und aktuelle Ereignisse festzuhalten – so in vielen Artikeln im Heimatkalender „Unser Land“ oder in den Broschüren „25 Jahre Neckargerach-Guttenbach“, oder „Chronik Zwingenberg – Rad- und Fahrwegwegbrücke 2011“. Wir wünschen dem aktiven Jubilar weiterhin viel Freude bei Reisen und Kultur, Schwimmen, Wandern, Ski- und Radfahren, Lesen oder mit der Familie und den Enkelkinder und gratulieren nachträglich.

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Eine Spende für die Schlossfestspiele Zwingenberg übergab der Ehrenbürger von Neckargerach und Zwingenberg – Peter Kirchesch  an Landrat Dr. Achim Brötel (1. Vorsitzender – Bildmitte) und seinem Nachfolger Bürgermeister Norman Link (2. Vorsitzender- Bild rechts) anstelle einer offiziellen Geburtstagsfeier zum 70. Geburtstag. Unser Bild zeigt die Spendenübergabe  am Rathaus in Neckargerach – in dem der Jubilar 32 Jahre (1974 – 2006) als Bürgermeister wirkte. Nicht nur als Mitbegründer und 30 Jahre stellvertretender Vorsitzender liegen dem Jubilar  die Schlossfestspiele Zwingenberg besonders  am Herzen.   Sein Nachfolger als Vorsitzender  des Gemeindetages  Neckar-Odenwald-Kreis, Thomas Ludwig ,Seckach – Bild links),  würdigte  die besonderen Verdienste von  Peter Kirchesch (Ehrenvorsitzenden  der Bürgermeister)  für den Neckar-Odenwald-Kreis und die Städte und Gemeinden Baden-Württembergs. (Foto: privat) 

 

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