TSV Buchen startet mit Niederlage

Heidelberg. (ms) Die Buchener Landesliga-Basketballer rund um das Trainerduo Christian und Matthias Saur starteten am vergangenen Sonntagnachmittag mit einer knappen Niederlage (63:68) auswärts beim Heidelberger TV III in die neue Spielzeit.

Zwar musste man mit Kristof Haas, Steffen Schäfer und Tobias Schmid verletzungs- bzw. krankheitsbedingt gleich auf drei Spieler verzichten, konnte aber trotzdem mit einem gut besetzten Kader in das Auftaktspiel beim bis dato unbekannten Liganeuling aus Heidelberg starten. Spieler und Trainer machten sich von Anfang an über die Schwierigkeit der anstehenden Aufgabe bewusst, sodass man das Spiel beim Aufsteiger nicht auf die leichte Schulter nahm.

Buchen startete gut und erzielte über Jochen Lemp im ersten Angriff direkt die 2:0-Führung, welche von den Heidelberger im Gegenangriff aber prompt zum 2:3 gekontert wurde. So entwickelte sich in einer sehr körperbetonten Partie von Anfang an ein Spiel auf Augenhöhe, in welcher der Gastgeber seine Ligatauglichkeit deutlich unter Beweis stellte. Im weiteren Verlauf des ersten Viertels wechselte die Führung immer wieder die Seite, sodass sich keine der beiden Mannschaften absetzen konnte. Die Flügelspieler der „Skyhookers“ zogen konsequent zum Korb, was die Gastgeber oftmals nur durch ein Foulspiel unterbinden konnten. Dies bescherte Heidelberg einerseits früh Foulprobleme und andererseits Buchen sieben Treffer von der Freiwurflinie. Doch auch Heidelberg wusste seine Spieler im Angriff in Szene zu setzen, markierte ebenso viele Treffer von der Freiwurflinie und hielt das Spiel so weiter offen (22:21). Zu Beginn des zweiten Spielabschnittes kam das Offensivspiel der Gäste etwas ins Stocken. Zusätzlich kassierte man nach guter Verteidigungsarbeit noch zwei Notwürfe und kam so etwas ins Nachsehen (23:28). Da Buchen an diesem Tag von jenseits der Dreipunktelinie das Wurfglück verwehrt blieb, suchte man wieder konsequent den Weg zum Korb und brachte die Centerspieler auch immer besser ins Spiel. So hielten zu diesem Zeitpunkt Jochen Lemp von der Freiwurflinie und Darian Ceh unter dem Korb beherzt dagegen und Buchen somit im Spiel (35:34). Eine Konzentrationsschwäche von circa einer Minute bescherte Buchen dann zwei schnelle Ballverluste, welche Heidelberg prompt in Fastbreak-Punkt umsetzen konnte. Weiterhin kassierte man aufgrund einer nachlässig gewordene Verteidigung noch einen Dreipunktewurf unmittelbar vor dem Ertönen der Halbzeitsirene und ging somit völlig überflüssig mit acht Punkten Rückstand in die Pause (35:43).

Nach dem Seitenwechsel agierten die Gäste mit einer aggressiven Mannverteidigung, was Heidelberg zunehmend in Schwierigkeiten brachte. Aus einer gestärkten Defensive heraus traute man sich nun auch im Angriff wieder mehr zu, sodass in diesem Viertel Maik Junemann und Christian Saur zusammen zwölf von 18 Buchener Punkten erzielten und den Grün-Weißen somit wieder zu einer knappen Führung verhalfen (53:51). Im letzten Spielabschnitt konnten die „Skyhookers“ zunächst an die Leistung des dritten Viertels anknüpfen. Vor allem Centerspieler Darian Ceh taute im Angriff auf, arbeite gut am offensiven Brett und sorgte mit zwei erfolgreichen Dreipunktespielen für einen knappen Vorsprung vier Minuten vor Ende der Begegnung (61:57). Die Gastgeber versuchten dementsprechend ihre Verteidigungsarbeit mehr und mehr in die Zone zu verschieben um Buchen dazu zu verleiten freie Würfe von außen zu nehmen. Bei diesen hatte man aber weiterhin kein Glück und kam so im Angriff plötzlich völlig aus dem Rhythmus. Heidelberg spielte zu diesem Zeitpunkt in der Offensive sehr klar und geduldig und konnte in der Schlussphase vor allem über Centerspieler Inhülsen und Flügelspieler Kaup zu wichtigen Punkten kommen. Wie schon so oft fehlte Buchen am Ende die Ruhe, Abgebrühtheit und ein wenig Wurfglück um eine knappe Führung über die Zeit zu bringen, sodass man sich schließlich mit 63:68 geschlagen geben musste.

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Damit musste man beim Liganeuling bereits frühzeitig in der Saison Lehrgeld zahlen – ein kostspieliges Warnsignal, welches vielleicht genau zum richtigen Zeitpunkt kam? Auf jeden Fall sollte diese Niederlage Spieler und Trainer für die kommenden Begegnungen wachgerüttelt haben. Denn dass man in dieser Saison über ein sehr gut aufgestelltes Team mit viel individueller Klasse verfügt steht weiterhin außer Frage. Allerdings bedarf es auch 40 Minuten voller Konzentration um ein Spiel gegen ebenso starke Gegner gewinnen zu können. Im Trainingsbetrieb muss man nun dieses Warnsignal nutzen um den Schalter umzulegen und somit das eigentliche Potential in den entscheidenden Phasen auf das Spielfeld zu bringen. Dies will man bereits im kommenden Heimspiel gegen den Ligaroutinier aus Sinsheim am Sonntag, den 11. Oktober, unter Beweis stellen. Hochball in der Sport- und Spielhalle ist um 17 Uhr.

Es spielten: C. Saur (16 Punkte/1 Dreier), D. Ceh (15), J. Lemp (10), N. Heydler (6), M. Junemann (5),  D. Hartmann (4), T. Knoll (3/1),  S. Henn (2), M. Linsler (2), L. Haas und F. Ungerer.

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