„Treffpunkt Medizin“ mit Bluthochdruck

Nächster Vortrag am 13. Oktober in Buchen

Mosbach. (pm) Mit einem gut besuchten Vortrag zum Thema Bluthochdruck startete die neue Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Medizin“ in der Mensa des Mosbacher Ärztehaus. Ziel der kostenlosen Reihe ist es,  die schon seit langem etablierten Vorträge von Leitenden Ärzten und Chefärzten der Neckar-Odenwald-Kliniken in einem neuen Format fortzusetzen. Darauf wies auch Landrat Dr. Achim Brötel, Aufsichtsratsvorsitzender der Kliniken, in seinem Grußwort hin. Die griffige Überschrift „Treffpunkt Medizin“ spiegle ein neues Selbstverständnis im Umgang mit dem Thema

Gesundheit wieder. „Wir wollen Ihnen nicht erst dann, wenn Sie aufgrund einer akuten Erkrankung konkrete Hilfe brauchen, zur Seite stehen, sondern schon möglichst frühzeitig wichtige Informationen bieten“, so der Landrat. Auch warnte er davor, zu sehr auf Informationen aus dem Internet zu vertrauen. „Vieles von dem stellt sich bei näherem Hinsehen als Halbwissen oder womöglich sogar nur Scheinwissen heraus.“

In das Thema führte der neue Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Standort Mosbach Dr. Fritz Karl Matzkies ein, der zugleich mit Dr. Hans Peter Barth, Gründer des Dialysezentrums Mosbach, den zweiten Referenten vorstellte. Bluthochdruck sei, so Dr. Matzkies, eine „Volkskrankheit“, deren Risiken man aber durchaus beherrschen könne. Dies griff Dr. Barth auf und erklärte, dass allein in Deutschland nach Schätzungen bis zu 35 Millionen Menschen an Bluthochdruck leiden. „Und viele Millionen wissen es nicht und die, die es wissen, sind oft unzureichend behandelt“, so Dr. Barth. Da man Risikofaktoren wie erbliche Belastung und das Lebensalter nicht beeinflussen könne, müsse man auf beeinflussbare Faktoren wie Übergewicht, Rauchen und ungesunde Ernährung achten. Auch über die Diagnose der Krankheit sowie über medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Therapien informierte der Facharzt.

Im zweiten Teil des Abends klärte dann Dr. Matzkies, Nieren- und Herzspezialist mit langjähriger Erfahrung in beiden Feldern, über mögliche Folgeerkrankungen auf und zeigte neue therapeutische Möglichkeiten auf. Im Falle einer Erkrankung der Herzmuskels und der daraus folgenden Herzinsuffizienz, einer typischen Folgeerkrankung von Bluthochdruck, gebe es inzwischen minimalinvasive Eingriffsmöglichkeiten, die den Betroffenen nachhaltig helfen. Gleiches gelte für das Vorhofflimmern, das oft Schlaganfälle nach sich ziehe. Dr. Matzkies wies dabei darauf hin, dass gerade der kardiologische Schwerpunkt am Mosbacher Standort der Kliniken in den nächsten Jahren kontinuierlich ausgebaut werde.

Wie bei allen Vortragsabenden der Reihe konnten im Anschluss, auch im direkten Gespräch mit den Ärzten, Fragen gestellt werden. Der nächste „Treffpunkt-Medizin“-Vortrag findet morgen, 13. Oktober statt. Dann wird der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Standort Buchen Dr. Rüdiger Mahler um 19.00 Uhr im neuen Konferenzraum ZPA (1. UG) des Standorts Buchen zum Thema „Dickdarmkrebs: vorbeugen, erkennen, behandeln“ sprechen.

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