Hoher Krankenstand im Neckar-Odenwald-Kreis

Grippewelle setzt Arbeitnehmer außer Gefecht – AOK legt aktuelle Zahlen für den das erste Halbjahr vor 

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür. Daher ist auch wieder mit einer deutlichen Zunahme an Grippeerkrankungen in den nächsten Wochen und Monaten zu rechnen. Die AOK Rhein-Neckar-Odenwald hofft, dass sich die Entwicklung im 1. Quartal 2015 im letzten Quartal nicht wiederholt. Denn die Grippewelle in den ersten drei Monaten dieses Jahres hat statistisch deutliche Spuren hinterlassen. Im ersten Halbjahr 2015 stieg die Zahl der Krankmeldungen von AOK-Mitgliedern in Baden-Württemberg um 15,1 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Neckar-Odenwald-Kreis lag die Zunahme mit 15,6 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Die Zahlen der AOK Baden-Württemberg gelten als besonders repräsentativ, denn mit einem Marktanteil von knapp 43 Prozent ist die AOK die größte Krankenversicherung in Baden-Württemberg. 

Die halbjährliche Auswertung der Krankmeldungen zeigt die Auswirkungen der Grippewelle deutlich. In den ersten drei Monaten des Jahres war der Krankenstand im Neckar-Odenwald-Kreis deutlich höher als im Jahr zuvor. Spitzenmonat war der Februar. 8,3 Prozent der AOK-Mitglieder waren in diesem Monat krank. 2014 belief sich dieser Wert nur auf 6,2 Prozent. Wenig überraschend ist daher, dass die Anzahl der Atemwegserkrankungen mit einem Indexwert von 36,4 im Land und 38,0 im Neckar-Odenwald-Kreis weit vorne platziert war, gefolgt von den Gruppen Muskel/Skelett mit 16,9 (NOK 21,1) und Verdauung von 9,9 (NOK 11,4). Bezogen auf die Erkrankungsdauer blieb die Reihenfolge unverändert. 22 Prozent der Diagnosen entfielen auf die Krankheitsart Muskelskelett, 16,1 Prozent auf Atemwege, 9,5 Prozent auf Verletzungen und 8,4 Prozent auf psychische Beschwerden.

Auch der Anteil der Mitglieder im Neckar-Odenwald-Kreis, die sich im ersten Halbjahr 2015 mindestens einmal krank meldeten ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen: von 47,3 auf 52,7 Prozent. Neben Maßnahmen wie dem regelmäßigen Händewaschen und einer vitaminreichen Ernährung ist oft auch ein Grippeschutzimpfung sinnvoll. Die AOK Baden-Württemberg übernimmt die Kosten für diese Impfung für alle ihre Versicherten. Empfohlen wird sie vor allem den Menschen, für die eine Erkrankung häufiger zur ernsthaften Gefahr wird – insbesondere also chronisch Kranke, Ältere über 60, Schwangere und medizinisches Personal. „Die Impfung ist eine wichtige und sichere Schutzmöglichkeit, auch wenn ihre Wirksamkeit schwanken kann“, sagt Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts. 

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