„Kleine Kliniken oftmals unterschätzt!“

MdL Peter Hauk (CDU) im Gespräch mit Nobert Mischer
 
 
 
 Ort. (pm)
 
 „Krankenhäuser im Ländlichen Raum spielen für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürgern eine wichtige Rolle. Deshalb ist es mir auch wichtig, dass ich in direktem Kontakt mit den Kliniken stehe, gerade jetzt wenn bundespolitisch wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Krankenhausstruktur anstehen“, so der Neckar-Odenwälder Abgeordnete Peter Hauk MdL bei seinem Gespräch mit Norbert Mischer, Geschäftsführer der Neckar-Odenwald-Kliniken.
 
 Beim gemeinsamen Austausch standen speziell die Novelle zur Krankenhausstruktur im Deutschen Bundestag sowie die aktuelle Entwicklungen der Neckar-Odenwald-Kliniken, welche immer noch mit finanziellen Missständen zu kämpfen haben, im Mittelpunkt. „Gerade wenn man die finanzielle Situation der Kliniken im Neckar-Odenwald-Kreis verbessern möchte, treiben einen manche Pläne im Krankenhausstrukturgesetz ziemlich um. Der jetzige Landesbasisfallwert ist für uns und auch für die Kliniken in ganz Baden-Württemberg ein großer Dorn im Auge“, so Norbert Mischer. Der Landesbasisfallwert dient als Grundlage für die Rückerstattung von den Krankenhausleistungen durch die Krankenkassen. Dieser Wert war in den letzten beiden Jahren sehr niedrig, bei steigenden Personalkosten und auch steigenden Patientenzahlen, so dass diese Kosten nicht ausreichend refinanziert werden konnten. Speziell bei diesem Punkt sieht Mischer beim Krankenhausstrukturgesetz Handlungsbedarf um eine flächendeckende Krankenhausstruktur weiterhin zu garantieren.
 
 Peter Hauk fügte bei diesem Punkt hinzu, dass die Krankenhäuser, welche von den Bürgerinnen und Bürgern geschätzt und somit präferiert werden durch die steigenden Kosten und den niedrigen Ausgleich eine negative Entwicklung zu vermelden haben – das könne es nicht sein! Norbert Mischer betonte in diesem Zusammenhang, dass er die tarifliche Gebundenheit bei der Vergütung des Personals unterstütze, aber dies natürlich auch finanziert werden muss. „In den letzten Wochen habe ich den Eindruck, dass sich in Sachen Krankenhausstrukturgesetz etwas bewegt und das zu Gunsten der Krankenhäuser. Wie hilfsbereit und schnell die Abgeordneten des Neckar-Odenwald-Kreises hier tatkräftig mitgeholfen haben, ist äußerst löblich“, so Mischer.
 Die künftige Entwicklung der Standorte Mosbach und Buchen war der zweite große Gesprächspunkt. „Die aktuellen Zahlen bestätigen, dass wir wieder auf dem richtigen Weg sind und auch dass wir Vertrauen aus der Bevölkerung zurückgewinnen“, hob Mischer hervor.
 
 Die Qualität und Außendarstellung ist für Kliniken besonders wichtig zur Gewinnung von Fachpersonal, speziell von Ärzten. Der Ärztemangel wird auch in Zukunft auf der Agenda stehen. Die Neckar-Odenwald-Kliniken werben offensiv um die Gunst der Fach- und Hausärzte im Kreis, so dass hier schon jetzt eine enge Zusammenarbeit existiert. Norbert Mischer betonte zum Abschluss seiner Ausführungen ganz bewusst, dass er der Meinung sei, dass die kleinen Klinken oftmals unterschätzt werden. „Wir wissen was wir können und das ist oftmals sogar qualitativ und fachlich besser als in großen Kliniken, jedoch behauptet der Ruf teils gegenteiliges. Daran werden wir auch in der Zukunft arbeiten.“
 
 
 Diese Herangehensweise erfreute auch Peter Hauk, welcher nochmals die signifikante Bedeutung eines Krankenhauses vor Ort verdeutlichte. „Wenn man Verwandte hat, die im Krankenhaus liegen, täglich besuchen kann und dabei keine 40-50km zurücklegen muss, ist das für beide Seiten förderlich –für den Erkrankten und den Besorgten. Deshalb ist es weiterhin ein Anliegen der CDU die flächendeckende Krankenhausstruktur in Baden-Württemberg und im Neckar-Odenwald zu erhalten. Dafür lohnt es sich zu kämpfen“, so Hauk abschließend.
 

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