Neckarsulm stellt Flüchtlingsunterkunft bereit

DRK zieht in ehemaliges Kirchengebäude in der Erzberger Straße um    

Neckarsulm. (snp) Die Stadt Neckarsulm stellt dem Landratsamt Heilbronn weiteren Wohnraum zur Unterbringung von Asylbewerbern zur Verfügung. Wie der Gemeinderat beschloss, überlässt die Stadt dem Landkreis das Erdgeschoss im Haus der Vereine, Steinachstraße 71. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das die dortigen Räume derzeit nutzt, zieht zum 31. Dezember 2015 aus. Der Mietvertrag wird im Einvernehmen mit dem DRK gekündigt. Als Ersatz mietet das DRK von der Stadt das ehemalige Kirchengebäude in der Erzberger Straße 27. Der neue Standort eröffnet dem DRK die Möglichkeit, dort mittelfristig verschiedene Nutzungen zu bündeln. Aus diesem Grund ist der Ortsverein mit dem Umzug einverstanden und bereit, seine Nutzungen neu zu ordnen.          

Das Landratsamt benötigt weiterhin dringend Wohnraum, um die steigende Zahl der Asylbewerber unterzubringen. Bislang finden etwa 120 Personen Unterkunft in der erweiterten Asylbewerberunterkunft im Gewerbegebiet Rötel. Zudem sind drei Zwei-Zimmer-Wohnungen im städtischen Wohngebäude Am Wildacker 6 mit insgesamt etwa 20 Flüchtlingen belegt. Als zusätzliche Asylbewerberunterkunft plant das Landratsamt, eine zweigeschossige Containeranlage auf dem Kleinspielfeld der Christian-Schmidt-Schule zu errichten und die Sporthalle der Schule mit Asylbewerbern zu belegen. Dadurch kann der Landkreis weitere 140 bis 150 Personen vorläufig unterbringen.

Für die Anschlussunterbringung von Asylsuchenden, deren Asylverfahren abgeschlossen ist, werden bereits verschiedene Räume im Haus der Vereine genutzt. Im Erdgeschoss steht eine Fläche von 230 Quadratmetern zur Verfügung. Diese Räume können mit Asylbewerbern belegt werden, ohne dass größere Umbauten erforderlich werden. Da es in dem als Männerwohnheim konzipierten Haus der Vereine keine baulich getrennten Sanitärräume gibt, können dort jedoch nur männliche Flüchtlinge einziehen.       

Da mit weiter steigenden Asylbewerberzahlen zu rechnen ist, überlässt die Stadt dem Landratsamt zusätzlich weitere Wohnungen im Gebäude Wildacker 6. Sobald in diesem Haus Wohnungen frei werden, werden sie dem Landkreis zur Neubelegung mit Asylbewerbern angeboten.          

       

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