Seckach erschließt dritten Abschnitt „Weisbäumlein II“

Ankauf von Immobilien für Flüchtlinge nur in nicht-öffentlicher Beratung

Seckach. (lm) Durch den Einsatz der Waldarbeiter im Bauhof kann die Gemeinde im kommenden Forstwirtschaftsjahr mit einem Überschuss in Höhe von 39.452 Euro gegenüber dem Jahr 2015 von 26.510 Euro rechnen. Dies ergab sich aus der forstwirtschaftlichen Planung durch die Forstbetriebsleitung Adelsheim, vertreten durch Forstbetriebsleiter Martin Hochstein und Revierleiter Armin Walzel, die der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zustimmend zur Kenntnis nahm.

Gleichzeitig hatte man noch eine erfreuliche Nachricht parat: „Die Brennholzpreise bleiben stabil“. Nachdem im vergangenen Jahr die Preise für Brennholz erhöht wurden, bleiben die Preise für den kommenden Wintereinschlag unverändert bei Brennholz lang gerückt am Weg mit 58 Euro je Festmeter und bei Ster-Holz mit 65 Euro je Raummeter. Im Gemeindewald Seckach ist für 2016 eine Gesamtnutzung von 4.020 Festmeter vorgesehen. Der überaus trockene Sommer, der als zweitwärmster seit Temperaturaufzeichnung gilt, hatte dafür gesorgt, dass viele Bäume derzeit „vertrocknet“ sind und möglicherweise im Frühjahr auch nicht mehr kommen. Weiter hatte der Borkenkäfer beste Voraussetzungen, sich auszubreiten, was er auch getan hat. Zusätzlich zeigen die Fichten extreme „Verbraunungen“ und die Eschen „sterben“, daher sieht man dem nächsten Jahr mit gemischten Gefühlen entgegen.

Weiter wurde das Ingenieurbüro Sack und Partner aus Adelsheim mit der Planung und Ausführung des dritten Bauabschnittes im Baugebiet „Weisbäumlein II“ im Ortsteil Großeicholzheim beauftragt. In enger Abstimmung mit dem Ortschaftsrat sind zunächst acht neue Bauplätze geplant, mit Erweiterungsmöglichkeit bei Bedarf von weiteren sechs Bauplätzen. Bürgermeister Thomas Ludwig: „Die Kosten für Planung, Grunderwerb, Erschließung und Vermessung sollen soweit möglich über die Bauplatzverkäufe finanziert werden“.

Wer sich künftig in einer Spielhalle oder sonstigen Aufstellungsorten an Spielgeräte mit und ohne Gewinnbeteiligung vergnügen will sollte darüber informiert sein, dass für die Betreiber die Satzung über die Erhebung der Vergnügungssteuer neu formuliert und den Handhabungen in den umliegenden Gemeinden angepasst wurde.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt stimmte der Gemeinderat einer Zusatzvereinbarung zum Stromkonzessionsvertrag mit der Netze BW mit leichten Verbesserungen für die Gemeinde zu. Als Vorteil sieht man hierbei geringere Verlegungskosten von Verteilungsanlagen und variablere Informationspflichten. „

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Der Gemeinderat sieht die Notwendigkeit, weiteren Wohnraum für die kommunale Anschlussunterbringung für Flüchtlinge bereitzustellen und beauftragt die Verwaltung, ihm für die nächste nichtöffentliche Sitzung eine entsprechende Vorschlagsliste zu unterbreiten“. So der Entscheidungstenor des Gemeindegremiums. Eine besonders wichtige und wertvolle Rolle nehme hierbei der seit März 2015 in der Gemeinde Seckach bestehende Arbeitskreis „Flüchtlingsbegleitung“ ein, für dessen Wirken sich Bürgermeister Ludwig ausdrücklich bedankte. Nach Auskunft des Landratsamtes soll die Gemeinschaftsunterkunft im ehemaligen Gasthaus „Engel“ bis Ende November/Anfang Dezember bezugsfertig sein und zunächst mit 20 bis 30 Personen belegt werden. Unabhängig von diesem Personenkreis hat der Landkreis im Kinder- und Jugenddorf Klinge bereits 35 Personen untergebracht, darunter 20 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Aussage der Gemeindeverwaltung: „Aufgrund der zu erwartenden drastischen Erhöhung der Flüchtlingszahlen muss aber damit gerechnet werden, dass die Zahl der unterzubringenden Personen spätestens zu Beginn des kommenden Jahres weiter deutlich ansteigen wird“. Schon jetzt kommen jede Woche 70 Personen in den Neckar-Odenwald-Kreis. Aus diesem Grund ist die Gemeindeverwaltung bereits seit vielen Wochen damit beschäftigt, eine Liste der in der Gemeinde zum Kauf angebotenen Gebrauchsimmobilien zu erstellen um in Frage kommende Objekte anzukaufen.

Einzelfallentscheidungen über den Ankauf von Immobilien können hierbei nach Mitteilung der Verwaltung nur in nicht-öffentlicher Sitzung des Gemeinderates gefasst werden, die Anmietung von Wohnraum für die kommunale Anschlussunterbringung ist hingegen ein Geschäft der laufenden Verwaltung. Abschließend informierte der Bürgermeister, dass seit der letzten Woche ist im Bürgerbüro bargeldloses Zahlen möglich. Weiter, dass im Sommerferienprogramm 19 Punkte von 110 Kindern wahrgenommen wurden.

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Blick auf das Anschlussbaugebiet in Großeicholzheim. (Foto: Liane Merkle)

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