Neckarsulm verleiht Ehrenamtspreis Bisher nicht bewertet.

Fünfter Ehrenamtsempfang verdeutlicht Vielfalt des bürgerschaftlichen Engagements – Oberbürgermeister Joachim Scholz zeichnet 15 Personen und eine Gruppe mit städtischem Ehrenamtspreis aus 

Neckarsulm. (snp) Die Stadt Neckarsulm hat zum fünften Mal Bürger geehrt, die seit mehr als zehn Jahren in bestimmten Funktionen in Vereinen oder Organisationen ehrenamtlich tätig sind und sich um das Gemeinwesen verdient gemacht haben. Beim Ehrenamts-empfang der Stadt, der am deutschlandweiten Tag des Ehrenamts in der Städtischen Musikschule stattfand, überreichte Oberbürgermeister Joachim Scholz den städtischen Ehrenamtspreis mit Urkunde an 15 Einzelpersonen und die Gruppe „Frauenselbsthilfe nach Krebs“. „Ich erhoffe mir, dass dieser Tag ein positives Beispiel nach außen sendet, damit alle erkennen, wie wichtig das Ehrenamt für den Zusammenhalt der Gesellschaft ist“, bekräftigte OB Scholz. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang von dem Gitarrentrio der Städtischen Musikschule unter der Leitung von Csaba Szabo.   

Seit 2011 ehrt die Stadt ehrenamtlich Aktive mit einem besonderen Preis für bürgerschaftliches Engagement, um ihnen öffentlichkeitswirksam zu danken und die verdiente Anerkennung auszusprechen. „Eine gut funktionierende Demokratie ist darauf angewiesen, dass sich Menschen in unterschiedlichen Bereichen freiwillig und unentgeltlich einbringen“, unterstrich Joachim Scholz. „Ehrenamtliche Arbeit ist auch für das Funktionieren einer Stadt unerlässlich. „Menschen, die sich im Ehrenamt engagieren, sind der Kit, der die Stadtgesellschaft zusammenhält.“

Als Beispiel verwies OB Scholz auf den Freundeskreis Asyl, der beim ersten Ehrenamtsempfang 2011 ausgezeichnet wurde. Das Thema Asyl und Flüchtlingshilfe sei heute immer noch aktuell. „Wir könnten diese Aufgabe gar nicht bewältigen, wenn es nicht ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gäbe, die sich um diese Menschen kümmern“, versicherte Joachim Scholz. „Nur allein mit professionellen Strukturen wäre die Begleitung und Betreuung der Flüchtlinge nicht zu leisten.“

Auch die Stiftung Starke Familien, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert, bereichere das gesellschaftliche Leben mit ihrem ehrenamtlichen sozialen Engagement. „Die Stiftung hat viele wichtige Aktionen ins Leben gerufen, die in unserer Stadt nicht mehr wegzudenken sind“, stellte der Oberbürgermeister fest. In Neckarsulm gebe es viele Bereiche, in denen Bürger ehrenamtlich aktiv seien. Diese Vielfalt zeige auch die „beeindruckende Anzahl von ehrenamtlich Tätigen“, die in diesem Jahr den Ehrenamtspreis erhielt. Ausgezeichnet wurden Vorsitzende, Kassierer, Jugendleiter und weitere Funktionsträger aus Sport- und Gesangsvereinen, aus dem sozialen und kirchlichen sowie weiteren Bereichen.

Im Einzelnen wurden folgende Einzelpersonen geehrt:

Petra Oetzel und Uwe Schuster (Neckarsulmer Sport-Union), Ludwig Keller (Schützengilde Neckarsulm e.V.), Wolfgang Lohmann (SC Dahenfeld), Hans-Jörg  Walther (SC Amorbach), Wolfgang Griebler (Neckar Valley Dancers), Christine Thiemt (Sängerbund Germania Hoffnung), Maria Stottko (Katholischer Kirchenchor), Ute Keicher (Katholischer Frauenbund Dahenfeld), Inge Wache (Evangelische Heilig-Geist-Gemeinde), Margit Hansen (Evangelische Martin-Luther-Gemeinde), Dr. Sabrina Auerbach (Jugendfarmverein), Martina Renner (Tierschutzverein Garafia e.V.), Doris Mack (Gartenfreunde Neckarsulm e.V.), Hans Schütterle (Jahrgangsverein 1932/33).

Ehrenamtsempfang2015 Gruppe

Beim fünften Ehrenamtsempfang der Stadt Neckarsulm in der Städtischen Musikschule wurden insgesamt 15 Einzelpersonen und eine Gruppe für jahrelanges bürgerschaftliches Engagement mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet. (Foto: pm)

Frauenselbsthilfe nach Krebs hilft Betroffenen seit 1990

Beim diesjährigen Ehrenamtsempfang der Stadt Neckarsulm wurde die Frauenselbsthilfe nach Krebs als Gruppe mit dem städtischen Ehrenamtspreis für bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet. Die Frauenselbsthilfegruppe wurde 1990 von Annemarie Hausner und Ositha Boss unter der Schirmherrschaft der Deutschen Krebshilfe gegründet. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, Betroffene aufzufangen, zu informieren und menschlich zu begleiten. „Diese Gruppe leistet hervorragende Arbeit“, erklärte OB Joachim Scholz. Zu dem „Rundum-Paket“, das die Gruppe anbietet, gehören Gruppentreffen, Sportangebote, persönlicher Austausch, Beratung und Begleitung, Hilfe zur Selbsthilfe, Vorträge und Information. Bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit bringen die Mitglieder ihre eigenen, selbst erlebten Erfahrungen im Umgang mit der heimtückischen Krankheit ein. Zudem nehmen sie an Schulungen und Tagungen teil.

Ehrenamtsempfang2015 Frauenselbsthilfe

OB Joachim Scholz (li.) zeichnete die Frauenselbsthilfe nach Krebs als Gruppe mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Neckarsulm aus: (v. li.) Doris Gräff, Barbara Lang, Ursula Heyd, Loni Mehl, Annemarie Hausner, Birgit Isenmann, Waltraud Wurst und Rudi Boss. Er nahm die Auszeichnung für seine 2008 verstorbene Frau Ositha entgegen. (Foto: pm)

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