GTO-Projekttag zu Flucht und Asyl

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„Den Menschen im Alltag begegnen“ 

Osterburken. (gto) Begegnungen mit Menschen aus Syrien und dem Irak, aus Afghanistan und Eritrea, aus Albanien und dem Kosovo – für die Schülerinnen und Schüler des Ganztagsgymnasium Osterburken mittlerweile beinahe alltäglich. Denn sowohl in Osterburken als auch in vielen anderen Gemeinden im Einzugsgebiet der Schule sind Flüchtlinge untergebracht. Wie leben diese Menschen? Welche Leistungen bekommen sie? Welche Rechte und Pflichten haben sie? Warum sind sie hier? Viele Fragen und noch mehr Halbwissen mit dem die Schülerinnen und Schüler konfrontiert sind und das sie in den Gemeinschaftskundeunterricht tragen. Anlass genug, so die beiden Organisatoren Vera Heeg und Tim Sonnenwald, dieses Thema ausführlich zu behandeln und einen ganztägigen Projekttag für die Klassenstufe 10 in der Schule durchzuführen.

Der Vormittag war geprägt durch die Arbeit in verschiedenen Workshops. Dabei wurde die Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet: Warum flüchten die Menschen aus Syrien, dem Irak und vom Balkan? Wie leben die Menschen hier? Welche historischen Beispiele für Flucht und Migration gibt es? Wie läuft ein Asylverfahren ab? Den beteiligten Lehrkräften war es dabei wichtig eine möglichst realitätsnahe und kompetente Antwort auf die gestellten Fragen zu geben, weshalb ein Workshop durch Herrn Zimmermann vom Caritasverband im Neckar-Odenwald-Kreis als Fachmann für Fragen zum Asylverfahren und durch Amer Atawil, einem Flüchtling aus Syrien, gestaltet wurden.

Am Nachmittag wurden die Workshops durch eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus der regionalen Politik (Herr Galm, Bürgermeister der Stadt Osterburken; Dr. Björn-Christian Kleih, Stellvertreter des Landrates im Neckar-Odenwald-Kreis) und von Menschen aus der Flüchtlingsarbeit (Meinrad Edinger, Geschäftsführer des Caritasverbandes im Neckar-Odenwald-Kreis; Irmgard Hesselbach, Arbeitskreis Asyl Osterburken; Florian Handl, Sozialarbeiter in der Gemeinschaftsunterkunft Osterburken) vertieft. Schulleiterin Regina-Krudewig-Bartel betonte in ihrer Begrüßungsansprache die Notwendigkeit eines solchen Projekttages und dankte allen beteiligten Lehrkräften für ihr Engagement. Moderiert wurde die Diskussion von Rahel Edinger und Lisa Schmierer, die vor Beginn der Diskussion noch einen Scheck über 250€ an Herrn Handl für die Flüchtlingsarbeit übergaben – der Erlös der diesjährigen Nikolausaktion der SMV am Ganztagsgymnasium Osterburken.

Während der Diskussion wurden viele, teils auch kritische Fragen der Schülerinnen und Schüler an die Teilnehmer der Diskussionsrunde gestellt: Können wir wirklich mehr als eine Million Flüchtlinge aufnehmen? Die Teilnehmer der Diskussion waren der Meinung, dass die BRD das aus historischer Verantwortung heraus nicht nur kann und auch soll (Meinrad Edinger), sondern wir nach dem Grundgesetz dazu auch verpflichtet sind (Dr. Kleih)! Wie gestaltet sich die Beschäftigung der Flüchtlinge tagsüber? Angebote für Sprachkurse und Freizeitgestaltung werden gemacht (Frau Hesselbach), jedoch unterschiedlich häufig und regelmäßig wahrgenommen. Hier sollten Angebote verpflichtend werden (Herr Galm).

Neben den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 10 besuchten auch einige Elternvertreter die Podiumsdiskussion am Nachmittag. Diese waren sich mit den meisten Schülerinnen und Schülern einig: Ein gelungener und sinnvoller Projekttag.

GTO-Projekttag zu Flucht und Asyl

(Foto: pm)

© www.NOKZEIT.de


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