FFW Waldbrunn bekommt neues Löschfahrzeug

Abwasser- und Wassergebühren zunächst stabil

Waldbrunn. Zur letzten Sitzung des Waldbrunner Gemeinderats im Jahr 2015 begrüßte Bürgermeister Markus Haas nicht nur die Mitglieder des Kommunalparlaments, sondern auch die Vertreter der FFW Waldbrunn mit Gesamtkommandant Michael Merkle an der Spitze.

Grund für die Anwesenheit der Floriansjünger war die vorgezogene Bescherung durch Verwaltung und Gemeinderat, erfolgte doch nach europaweiter Ausschreibung die Auftragsvergabe zur Beschaffung eines neuen wasserführenden Feuerwehrfahrzeugs – eines sogenannten Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 10). Darüber war im Zusammenhang mit der Neukonzeptionierung der Waldbrunner Feuerwehr heftig gestritten worden, doch am Ende herrschte Einigkeit bei der Auftragsvergabe.

Das Mercedes-Allrad-Fahrgestell liefert das Autohaus Gramling aus Mosbach zum Preis von 87.113,95 Euro, und die feuerwehrtechnische Beladung mit einem 1.200 Liter großen Tank sowie einem sogenannten Stab-Fast-Abstützsystem, das unkontrollierte Bewegungen des Fahrzeugs beim Gebrauch der hydraulischen Rettungsgeräte verhindert, wird von der Firma Josef Lentner GmbH aus Hohelinden aufgebaut. Der Preis hierfür liegt bei 285.003,52 Euro, sodass sich die Gesamtbetrag für das HLF 10 auf 372.117,47 Euro beläuft. Nach Abzug der Zuschüsse von Land und Kreis verbleibt ein Eigenanteil in Höhe von 180.000 Euro, der aus dem Gemeindesäckel finanziert werden muss. Nachdem man in Ingenieur Günter Bechtold bereits für die Ausschreibung einen Experten bemühte, soll dieser auch den weiteren Beschaffungsprozess mit Endabnahme übernehmen. Dessen Honorarkosten von 850 Euro/Tag wurden ebenfalls beschlossen.

Nach der Bescherung für die Feuerwehr, verteilte Kämmerer Joachim Gornik auch ein kleines „Bonbon“ an die Bevölkerung. Nachdem man im vergangenen Jahr den Wasserbezugspreis erstmals seit vielen Jahren wieder gesenkt hatte (wir berichteten), bleibt der Kubikmeterpreis in Höhe von 2,50 Euro auch im kommenden Jahr stabil. Ähnlich verhält es sich laut Gornik auch bei der Abwassergebühr. Hier bleibe das Gesamtaufkommen zulasten der Bürger gleich, es gebe lediglich innerhalb des Volumens gewisse Verschiebungen. So steigt die Gebühr für Schmutzwasser von 3,15 Euro auf 3,20 Euro, dagegen sinkt die Gebühr für das Niederschlagswasser aber von 0,34 Euro auf 0,30 Euro (jeweils je Kubikmeter). Allerdings – so der Wermutstropfen – müsse man bereits jetzt zur Kenntnis nehmen, dass auf die Gemeinde und die Bürger massiv steigende Kosten in diesem Bereich zu erwarten sind. Trotz Neubauten blieb die versiegelte Fläche seit Jahren stabil, es stehen aber aufgrund der Eigenkontrollverordnung und der damit einhergehenden Kontrolle der Abwasserrohre viele Schäden festgestellt worden, die nur mit hohem finanziellen Aufwand erneuert werden können. Da auch an den Kläranlagen der Zahn der Zeit nage, müsse man auch hier viel Geld in die Hand nehmen, wagte Joachim Gornik einen Ausblick. Als kostenrechnende Einrichtung müsse man die Investitionen komplett auf die Kunden umlegen, sodass die Entsorgungskosten massiv steigen werden.

Nachdem das Gremium einem Bauantrag im Ortsteil Weisbach und der Annahme von Spenden zugestimmt hatte, schloss Bürgermeister Markus Haas die letzte Sitzung im Jahr 2015 mit einem kurzen Rückblick auf elf Sitzungen und dem Dank an alle Ratskollegen für die konstruktive Zusammenarbeit. 

© www.NOKZEIT.de




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