Buchen: Treff zwischen den Jahren

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CDU blickt auf 2015 zurück und hat die Landtagswahl 2016 im Fokus
 
 
 
 Buchen. (tn) Volles Haus konnte Stadtverbandsvorsitzender Ralf Schäfer beim traditionellen Treff zwischen den Jahren erfreut feststellen. Zahlreiche Mitglieder hatten sich zur Rückschau auf 2015 und zum Ausblick in das Jahr 2016 eingefunden. Besonders willkommen hieß er Bürgermeister Roland Burger, Stadtrat Willi Biemer und Landrat Dr. Achim Brötel, sowie den Ehrenvorsitzenden der Buchener CDU, Clemens Morschhäuser und das CDU Urgestein Otto Hemberger.
 
 Erster Höhepunkt der Veranstaltung war der multimediale Rückblick auf die Fahrt des CDU Stadtverbands ins Chiemgau im August. Die Herren Holderbach und Döllinger haben in perfekter Qualität aus mehreren hundert Bildern und Kurzfilmen eine mehr als halbstündige Multimediashow zusammengestellt, die mit Musik und Moderation die Höhepunkte der Fahrt nochmals lebendig werden ließ. Neben Schloss Herrenchiemsee, dem Königssee, dem Tölzer Land mit Bad Tölz und dem Tegernsee wurde auch die Fuggerstadt Augsburg mit der alten Fuggerei erkundet. Auch das Kulinarische und Gesellige kam nicht zu kurz, wie den Bildern zu entnehmen war.
 
 Seit ihrem Besuch der Windbeutelgräfin in Ruhpolding wissen die Buchener CDU´ler , dass man Windbeutel auch essen kann. Am Ende waren sich alle Teilnehmer der Fahrt einig: Es war einfach Spitze. Für die Organisation und Durchführung der Fahrt gebührt Clemens und Christel Morschhäuser herzlichsten Dank. Das Reiseziel der Fahrt 2016 steht schon fest, diesmal wird die Lüneburger Heide und der Hohe Norden mit Hamburg und Bremen das Ziel sein.
 
 Clemens Morschhäuser bedankte sich mit einem Präsent für die immense Arbeit, die hinter so einem hervorragenden multimedialen Vortrag steckt.
 
 Ralf Schäfer ging im Anschluss auf die Begebenheiten in Buchen des Jahres 2015 aus Sicht des CDU – Stadtverbandes ein. Beginnend mit der Vorstellung der Pläne für eine Flüchtlingsunterkunft im Frühjahr 2015 über das reduzierte Defizit bei den Neckar-Odenwald-Kliniken, den Indoorspielplatz in der ehemaligen Tennishalle bis hin zum neuen Glockenspiel im Stadtturm, das zum Weihnachtsmarkt 2015 erstmalig live gespielt wurde, reichte der Blick auf die Buchener Themen.
 
 Parteipolitisch war das Jahr 2015 bereits durch die Wahlen 2016 geprägt. Auftakt war im Frühjahr die basisdemokratische Wahl von Guido Wolf zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2016. Guido Wolf sei der bessere Ministerpräsident für Baden Württemberg. Im Gegensatz zu Winfried Kretschmann, der zwar aufgrund seiner knorrigen und behäbigen Art die Popularitätshitliste anführt, sei Wolf kommunalpolitisch geerdet und wisse als ehemaliger Bürgermeister und Landrat, wo im Land der Schuh tatsächlich drücke. Winfried Kretschmann, angetreten mit der Politik des Gehörtwerdens, sei in seinen fünf Jahren Regierungszeit eher zum Aussitzer mutiert, er höre nur das, was er will.
 
 Auch die Sachpolitik der aktuellen Regierung zeige deutlich, dass ihr Herz nicht am ländlichen Raum hänge. Während Bayern eine Milliarde Euro in den flächendeckenden Ausbau des Breitbandnetzes stecke, herrsche in Baden-Württemberg Fehlanzeige. Hier bliebe der Ausbau Kommunen und Landkreisen und deren Finanzkraft überlassen. Als weiteres Beispiel für das Versagen der grün-roten Regierung wurde Verkehrsverhinderungsminister Herrmann genannt. Nicht nur, dass erstmalig in der Geschichte des Landes im Kreis keine neue Straße gebaut worden sei, auch bei der Stärkung des ÖPNV herrsche Fehlanzeige. Darüber hinaus erweise sich das einzige wirkliche Reformprojekt der grün-roten Regierung – die Polizeireform – als Rohrkrepierer. Lediglich im Innenministerium und bei der Polizeiführung spreche man von Basisverstärkung, während man vor Ort anderes zu hören bekomme. Bei einer zweiten Runde für Grün-Rot stehe laut CDU zu befürchten, dass die Polizeireform als Blaupause für eine mögliche Gebietsreform stehe. Grünen und Roten seien die CDU geprägten Landkreise ein Dorn im Auge, durch deren Abschaffung sie sich insgeheim die Schwächung der CDU und die Stärkung der eigenen Machtbasis verspreche.
 
 Mit Guido Wolf an der Spitze und Peter Hauk als Wahlkreisabgeordnetem, sieht Ralf Schäfer die CDU gut gerüstet, um dem grün-roten Spuk ein Ende zu bereiten und die Landesregierung zu einer Fußnote der Geschichte zu machen.
 
 Die Buchener CDU werde ihren Teil dazu beitragen.
 Beginnend mit einem politischen Frühshoppen des Ortsverbands Rinschheim am 24.01.2016 und einem Bürgergespräch mit Bürgermeister Roland Burger am 29.01.2015 im Buchener Schwanen über den politischen Aschermittwoch der Kreis CDU mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten und heutigen EU Kommissar Günther Oettinger bis hin zum Besuch des Landesvorsitzenden Thomas Strobl am 19.02.2016 zu einer Wahlkampfveranstaltung haben die Bürger Gelegenheit sich aus erster Hand darüber zu informieren, warum die CDU die bessere Wahl sei.
 
 Bürgermeister Roland Burger streifte in seinem kurzen Rückblick neben der soliden Finanzlage der Stadt Buchen mit einer Rückführung der Pro-Kopf-Verschuldung auf unter 700 € und einer Stärkung der Rücklagen auf mehr als 18 Mio. € im Wesentlichen das derzeit allumfassende Thema Flüchtlinge. Das Buchener Stadtoberhaupt erklärte, dass momentan ca. 100 Flüchtlinge in Buchen und den Ortsteilen leben. Diese Zahl werde sich bereits Mitte Januar durch die Belegung der Leichtbauhallen beim Sportplatz in Buchen deutlich steigern. Die stetig anhaltende Zahl der Flüchtlinge lasse aber darüber hinaus in Buchen weitere Unterbringungen notwendig werden. Bürgermeister Burger forderte daher die Politik auf, das Ventil hier so zu justieren, dass die Anzahl der Flüchtlinge auf ein integrierbares Maß begrenzt werde. Die Nähe der Menschen zueinander mache Integration leichter – hier erlebe man in Hettingen momentan geradezu mustergültiges und beispielgebendes. Die Integration könne nur vor Ort gelingen und dürfe nicht durch Organisationsversagen des Staates konterkariert werden. Angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels biete der Flüchtlingszuzug nicht nur Risiken, sondern auch Chancen. Die Integration der Heimatvertriebenen, der zahlreichen „Gastarbeiter“, aber auch der vielen Spätaussiedler habe gezeigt, dass die Region und das Land in der Lage sei, solche Herausforderungen nicht nur zu meistern, sondern auch gestärkt daraus hervorzugehen. Die Stadt Buchen und ihre Bürger seien bereit, sich diesen Hausforderungen zu stellen.
 
 Die neuen Formen des bürgerschaftlichen Engagements lobend aufgreifend und damit auch die Stärken des Neckar-Odenwald-Kreises und seiner Menschen hervorhebend bedankte sich Dr. Achim Brötel in seinem kurzen Grußwort für das Anpacken und Tun. Dies sei es, was den Menschenschlag hier ausmache und erfülle ihn mit Stolz.
 
 Ralf Schäfer bedankte sich im Anschluss für die Grußworte und Informationen und mit einem Prosit auf das bevorstehende Jahr 2016 schloss er die Versammlung verbunden mit den besten Wünschen für ein erfolgreiches Jahr 2016.
 
 

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2 Kommentare

  1. Altbekanntes Wehklagen: BaWü kurz vorm Welt-Untergang!

    Nur zum Thema Breitband-Ausbau: a) Wollten wir auf Bayerns Niveau- wir müssten viele Kabel ausreissen (sinngemäß nach Alex Bonde). Die haben also richtig Nachholbedarf… b) Von über 700 Gebieten mit schlechter Versorgung in BaWü (zum Regierungsantritt vor 5 Jahren 2011) sind aktuell noch ca. 200 da.

  2. Das ist doch total verlogen.
    Knapp 60 Jahre Stillstand mit den Schwarzen und jetzt Lüge an Lüge reihen.
    Ekelhaft! und verlogen wie euer Wolf, der Hauk zusicherte, nicht nach dem Fraktionsvorsitz zu streben. Diese Lüge hatte eine Halbwertzeit von wenigen Minuten.

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