Mudau: Letzter Vorhang auf der Lebensbühne Bisher nicht bewertet.

Günter Hört verstarb am 02. Januar

Mudau. (lm) „Eigentlich wollten wir zu unserer Aufführung auch unseren Ehrenvorsitzenden Günter Hört in der Odenwaldhalle willkommen heißen, doch leider fiel sein letzter Vorhang auf der Lebensbühne am 02. Januar“, so die bewegten Worte von Kolping-Vorstandsmitglied Karlfred Lenz zu Beginn der Theateraufführung, die zeigten, wie tief verbunden die Kolpingfamilie Mudau sich ihrem so engagierten Ehrenvorsitzenden fühlt. Günter Hört gehörte der Kolpingfamilie seit 1957 an und hat sich von Anfang an aktiv in der Vorstandschaft eingebracht. Zunächst zwei Jahre als Kassier, dann vier Jahre als Schriftführer. Von 1964 bis 1970 begleitete er erstmals das Amt des 1. Vorsitzenden, von 1971 bis 1973 drei Jahre das Amt des 2. Vorsitzenden und war anschließend sieben Jahre lang in diversen Ausschüssen tätig.

Seit 1987 führte er mit großem Engagement ununterbrochen als 1. Vorsitzender die Kolpingfamilie Mudau, die innerhalb der Gemeinde Mudau als großer Aktivposten gilt. Für die Kolpingfamilie Mudau stellte Günter Hört aufgrund seines außergewöhnlichen Einsatzes, seiner vielseitigen Fähigkeiten und seiner Art, auf Menschen zuzugehen, einen Glücksfall dar. Die größte Außenwirkung erzielte der Verein mit seinen Theateraufführungen, die seit 1895 lediglich unterbrochen durch die Kriegsjahre regelmäßig an Dreikönig stattfinden. Hier brachte sich der Geehrte in den 60er und 70er Jahren als aktiver Schauspieler, seit den 80ern als Regisseur, Gesamtverantwortlicher und Souffleur oder unermüdlicher Arbeiter im Hintergrund ein. Diese Erfahrungen konnte er auch im Theaterausschuss von Mudau 2002 geltend machen und so zum Gelingen der Freilichtaufführungen beitragen. Auch der jährlich stattfindende Altennachmittag geht auf eine Anregung von Günter Hört aus dem Jahre 1964 zurück. Der ehemalige Wassermeister und Bauhofleiter der Gemeinde Mudau war darüber hinaus als Pfarrgemeinderatsmitglied aktiv.

Durch seinen Einsatz, sein gutes Beispiel und seine Führungsstärke stieg die Mitgliederzahl von Kolping Mudau von rund 80 auf über 150 an. Viele Jugendliche und Erwachsene fanden in seiner Amtszeit den Weg zur Kolpingfamilie und zusammen mit der Vorstandschaft stellte er die Weichen für eine erfolgreiche Vereinsarbeit. Im Jahre 2004 wurde Günter Hört die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg durch Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger verliehen. 2014 wurde er mit der Münstermedaille der höchsten Auszeichnung des Diözesanverbandes – bedacht und zum 1. Ehrenvorsitzenden ernannt.

Alle Würdigungen aufzuzählen, dürfte nahezu unmöglich sein, da sich der Verstorbenen auch in zahlreichen weiteren örtlichen Vereinen überdurchschnittlich als förderndes, aber auch aktives Mitglied eingebracht hat.

Die Trauerfeier mit Urnenbeisetzung findet am Samstag um 10 Uhr auf dem Mudauer Friedhof statt.


(Foto: pm)

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