Behindertenbeauftragte tritt Stelle an Bisher nicht bewertet.

„Zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung braucht es mehr als einen Aufzug“:
 Simone Fischer wird ab Februar kommunale Behindertenbeauftragte für den Neckar-Odenwald-Kreis

 
 


 
 Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Um die Teilhabe behinderter Menschen im Neckar-Odenwald-Kreis wird sich ab Februar Simone Fischer kümmern. Denn dann tritt die Diplom-Verwaltungswirtin ihre Stelle als Beauftragte des Landkreises für die Belange von Menschen mit Behinderungen an. „Ich freue mich sehr, meine ganze Erfahrung als Ansprechpartnerin für seelisch, geistig wie körperlich behinderte Menschen einbringen zu können“, sagt Fischer. Zuletzt leitete die 36-Jährige die Geschäftsstelle des Behindertenbeauftragten im Referat der Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit der Landeshauptstadt Stuttgart.
 
 „Simone Fischer hat uns mit einer wunderbaren Mischung aus Kompetenz und der für den Aufbau einer solchen Stelle notwendigen Begeisterung überzeugt. Sie wird die gute Arbeit für behinderte Bürgerinnen und Bürger der letzten Jahre fortsetzen und bündeln, um so weitere Verbesserungen und möglicherweise ganz neue Denkweisen zu schaffen“, ist sich Landrat Dr. Achim Brötel genauso sicher wie die Leiterin des Fachbereichs Jugend und Soziales Renate Körber, in deren Amt die neue Stabsstelle angesiedelt ist. Gefördert wird die Stelle durch das Land Baden-Württemberg. Die endgültige Entscheidung für Fischer fiel im zuständigen Kreistagsausschuss für Gesundheit und Soziales in einer Sitzung im vergangenen Oktober.
 
 Fischer freut sich auf die neue Herausforderung. „Es wird zunächst darum gehen, mich bekannt zu machen und die notwendigen Kontakte zu knüpfen. Auch werde ich im Hauptgebäude des Landratsamtes in Mosbach regelmäßig Sprechstunden in barrierefreien Sprechzimmern anbieten.“ Dort wird sie auch ihre Aufgabe als Ombudsfrau für behinderte Menschen wahrnehmen.
 
 Darüber hinaus wird Fischer ihr unter anderem in speziellen Inklusionsprojekten gesammeltes Wissen beratend für die Landkreisverwaltung, die Kreisgremien, aber auch die Städte und Gemeinden einsetzen. Ebenso wird sie in einen Dialog mit den Diensten und Trägern der Behindertenhilfe im Kreis eintreten. Agieren kann Fischer dabei, so sieht es das 2015 neu in Kraft getretene Landes-Behindertengleichstellungsgesetz vor, unabhängig und weisungsungebunden.
 
 Besonders wichtig ist es Fischer, die selbst kleinwüchsig ist, dass sie sich bei ihrer Arbeit in die Situation der Betroffenen versetzt: „Menschen mit Behinderungen haben andere Bedürfnisse.“ Ein Ziel ihrer Arbeit sei es daher, dafür zu sensibilisieren und mögliche Barrieren in den Köpfen nichtbehinderter Menschen abzubauen. „Teilhabe von behinderten Menschen, wie sie die UN-Behindertenrechtskonvention vorsieht, erreicht man oft durch ganz einfache Lösungen. Hierzu braucht es aber in der Regel mehr als einen neu eingebauten Aufzug“, betont Fischer. „Das deutlich zu machen und hier vernünftige Wege zu suchen, wird meine Aufgabe sein“.
 
 


Simone Fischer wird die neue kommunale Behindertenbeauftragte für den Neckar-Odenwald-Kreis (Foto: privat)
 

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1 Kommentar

  1. Hey,
    Das aller größte Problem in Mosbach ist für die Organisationen wie AWO, Diakonisches Werk, und der Inklusion, das man bei erfolgreicher Inklusion der Menschen kein Geld mehr mit Ihnen verdienen kann! Die sind schon dabei sich andere Geschäfts Felder zu suchen bei denen sie mit geringem aufwand möglichst viel kapital aus
    Beeinträchtigungen ziehen kann. Das ist so hier kann man wenig machen. Inklusion ist eine schöne Illusion hiermit werden noch Generationen beschäftigt sein. Wenn die neue Behindertenbeauftragte einen 450€ Job für mich hat bitte sofort melden ich als 100% Schwerbehinderter bin dem Landratsamt Mosbach bestens bekannt.
    Vielleicht braucht die Behindertenbeauftrage noch einen Berater der sich aus Sicht eines Betroffen auskennt und sich schon 30 Jahre mit der Materie auseinandersetzt. mfg

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