Mudau: Schuldenstand bleibt stabil

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Reisenbach soll renaturiert werden

Mudau. (lm) Mit dem Beschluss zur Änderung des Bebauungsplanes „Industriegebiet“ im Bereich der Mudauer Industriestraße durch den Gemeinderat, kommt die örtliche Firma LeuBe Zeltlogistik ihrer angestrebten Betriebserweiterung einen wesentlichen Schritt näher. Gleichzeitig wurde auch die Änderung des Flächennutzungsplanes festgestellt. Grundlage für diesen Gemeinderatsbeschluss waren die Ergebnisse der Offenlegung der Pläne mit den darin enthaltenen Bedenken und Anregungen, die in den Behandlungsvorschlag mit eingearbeitet wurden.

Die Firma LeuBe, bundesweit bekannt durch ihre Zeltlogistik auch zur Unterbringung von Flüchtlingen, beabsichtigt, eine dringend benötigte Lagerhalle zu erstellen. In den Stellungnahmen der zuständigen Behörden innerhalb des Landratsamtes wurde u.a. darauf hingewiesen, dass als Ausgleich für die im Baugebiet nicht zu realisierenden Naturschutzmaßnahmen ein öffentlich-rechtlicher Vertrag über entsprechende Maßnahmen im Gemeindewald zu schließen ist. Auch wurde ein Anbauverbot innerhalb von 16 Metern zur Landesstraße ausgesprochen.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es unter Vorsitz von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger um das Einbringen des Haushaltsplanes 2016, der festgesetzt wurde mit einem Volumen von 14.085.000 Euro, davon im Verwaltungshaushalt 11.010.000 Euro und im Vermögenshaushalt 3.075.000 Euro, dem Gesamtbetrag der vorgesehenen Kreditaufnahmen in Höhe von 570 TEUR und der Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 400 TEUR. Als Höchstbetrag der Kassenkredite nannte Dr. Rippberger eine Million. Wie Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger in seiner Haushaltsrede betonte, ist der Schuldenstand nach wie vor stabil auf mittlerem Niveau, vor allem, weil man sich in den letzten Jahren an eine konsequente Konsolidierungspolitik gehalten, gute Ergebnisse erwirtschaftet und trotzdem viele Investitionen getätigt hat.

Zu den wichtigsten anstehenden Investitionen gehört nach seinen Aussagen das schnelle Internet, das 95 Prozent der Mudauer Bürger zwischen Sommer 2016 und Frühsommer 2017 im Rahmen des Kreisprojekts (wir berichteten) erhalten. Die Gemeinde muss sich daran mit rd. 300.000 Euro beteiligen. Die Feinplanung und Abstimmung der Telekom beginnt im Juni. Weiter will man in die Flurneuordnung Scheidental und in das neue Feuerwehrfahrzeug für Reisenbach investieren sowie die Maßnahmen Prof.-Albert-Straße inkl. Kinderspielplatz und Sanierung Martinskapelle (Steinbach), Neuhofstrasse (Mudau) und Außenanlage Kindergarten St. Marien abschließen.

Das Baugebiet Brückengut hat sich als Renner erwiesen und sollte weiter erschlossen werden. Die ehemalige Straßenmeisterei wird durch die Gemeinde erworben und soll auf einem Hektar weitere Gewerbefläche bieten. Und durch Schaffung neuer Wohnflächen im Bestand strebt man eine vernünftige Innenentwicklung an. Ausgebaut werden soll die Dorfstrasse „Am Hoffeld“ in Rumpfen, die Kohlhofstrasse in Reisenbach, Brunnenweg Scheidental und eine erneuerte Fußgängerbrücke zum Mudauer Buchweg, wofür auch planerische Vorleistungen zu treffen seien. Sanierungskonzepte für Rathaus und Odenwaldhalle werden derzeit im Vorfeld der konkreten Sanierungsplanungen erstellt.

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Prioritäten setzte Dr. Rippberger bezüglich einer energieeffizienten Straßenbeleuchtung, die man mit Hilfe der 64.000 Euro Investitionszuschuss des Bundes verwirklichen will. Genauer sollen alle noch vorhandenen Quecksilberdampflampen gegen LED-Beleuchtung ausgetauscht werden, um dauerhaft Energie und damit Kosten sparen zu können. Eine Konzeption ist bereits beauftragt. Weitere Ziele sieht der Bürgermeister in der akuten Reduzierung des Phosphatgehalts der geklärten Abwässer und in der Renaturierung des Reisenbachs auf Gemarkung Scheidental bei 80-prozentiger Förderung durch die untere Wasserbehörde. „Wenn wir all das realisieren wollen, dann wird dies ein Volumen von 3,075 Mio. Euro ausmachen. Eine Summe, die wir nicht alleine tragen können, sondern nur mit größtmöglicher Förderung durch Bund, Land und Kreis“. Wenn es nach den Wünschen der Gemeindeverwaltung geht, soll der Haushalt nach intensiven Vorberatungen mit dem Gremium in einer Sitzung Ende Februar oder Anfang März beschlossen werden.

Ebenso der Wirtschaftsplan des Wasserversorgungsbetriebes, bei dem eine Kreditaufnahme von 385.000 Euro kalkuliert und ein Jahresverlust mit 1.800 Euro ausgewiesen ist. Der Finanzierungsbedarf beläuft sich auf 730.000 Euro – vor allem im Abwasserbereich, was Handlungsbedarf bei den Gebühren erfordere. Mit einem Dank an alle Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung – vor allem aber an Rechnungsamtsleiter Gerd Mayer und Hauptamtsleiter Herbert Knapp – sowie an die ehrenamtlichen Bürgervertreter in Ortschafts- und Gemeindegremien für die hervorragende Zusammenarbeit schloss Dr. Rippberger seine Erläuterungen zum Haushalt 2016.

Neuhofstr1018 001

(Foto: Liane Merkle)

© www.NOKZEIT.de


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