Adelsheim: Polen streiten vor Flüchtlingsheim

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Flüchtlinge waren unbeteiligt

Adelsheim. (ots) Eine Überraschung brachten die Ermittlungen nach einigen
Vorkommnissen am Samstag und Sonntag, 9. und 10. Januar in Adelsheim
ans Licht. An besagtem Sonntag wurde der Polizei in den Abendstunden
gemeldet, dass vor der Flüchtlingsunterkunft im Friedrich-Gerner-Ring
mehrere Männer stehen würden, die zum Teil mit Messer bewaffnet seien
und ins Gebäude eindringen wollten. Die Polizei rückte mit neun
Streifen an, konnte aber zunächst keine Klarheit über die
Geschehnisse erlangen. Inzwischen konnte festgestellt werden, dass
Flüchtlinge nach den bisherigen Ermittlungen zu keinem Zeitpunkt
aktiv an den Geschehnissen beteiligt waren. Tatsächlich handelte es
sich um zweitägige innerlandsmannschaftliche Auseinandersetzungen
zwischen polnischen Staatsangehörigen, die in zwei verschiedenen
Gebäuden in der Nähe der Flüchtlingsunterkunft wohnen. Die
Auseinandersetzungen hatten sich zum Teil bis vor die Unterkunft der
Asylsuchenden hin gezogen. In der Folge schaukelten sich die
Streitigkeiten zwischen den Bewohnern der beiden Gebäude immer weiter
hoch. Es kam zu insgesamt vier Polizeieinsätzen der Polizei an diesem
Wochenende, weil es immer wieder körperliche Auseinandersetzungen
gab. Offensichtlich war auch hoher Alkoholkonsum im Spiel. Die
Ermittlungen gestalteten sich aufgrund der Sprachprobleme und
mangelnder Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Polizei seitens
der Beteiligten schwierig und zogen sich deshalb in die Länge.
Außerdem verreisten mehrere der mutmaßlich Beteiligten nach den
Vorfällen in die Heimat oder sind untergetaucht. Derzeit wird
überprüft, ob den Geschehnissen anfänglich ein tatsächlicher oder
vermeintlicher Diebstahl zugrunde lag In der Nacht zum Sonntag wurde
außerdem in einem der Gebäude ein auf dem Boden im Treppenhaus
liegender 28-Jähriger polnischer Staatsangehöriger gefunden, der mit
schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Ein
Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen konnte zunächst nicht
festgestellt werden. Bei der Überprüfung der Frage, ob es sich
tatsächlich nur um ein Sturzgeschehen handelte, wurde festgestellt,
dass der Mann aufgrund eines Schlages auf den Kopf zu Boden ging. Es
wird daher wegen des Verdachts einer gefährlichen Körperverletzung
ermittelt. Der oder die Tatverdächtigen sind noch nicht
identifiziert.

© www.NOKZEIT.de


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