Neckarsulm: Kita-Standort beschlossen

Grundstück südwestlich der Pichterichstraße wird Standort für neue Kita und neue Wohnungen in der Kernstadt
 Standortbeschluss des Gemeinderates schafft Planungssicherheit für NSU-Bewegungszentrum
 

 
 


 
 Neckarsulm. (snp) Die geplante neue Kita in der Kernstadt Neckarsulm wird auf der ursprünglich für dieses Bauprojekt vorgesehenen Freifläche südwestlich der Pichterichstraße gegenüber der Pichterichhalle errichtet. Das Areal des alten Hallenbades, das als möglicher Alternativstandort für den Kitaneubau untersucht wurde, wird als Potenzialfläche für Sportnutzungen reserviert. Mit diesem Standortbeschluss hat der Gemeinderat den vorrangig benötigten Neubau der Kita Pichterichstraße und das geplante Sport- und Bewegungszentrum der Neckarsulmer Sport-Union (NSU) räumlich und planerisch getrennt. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um die neue sechsgruppige Kita in absehbarer Zeit zu realisieren. Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, die Entwurfsplanung auszuarbeiten, die nötigen Fachplaner zu beauftragen und die Baukosten zu schätzen, um auf dieser Grundlage den Baubeschluss vorzubereiten.
 Die Stadt hatte bereits 2012 das Bebauungsplanverfahren für den Neubau eines Kitagebäudes auf dem Grundstück an der Pichterichstraße eingeleitet. Zudem war an diesem Standort bereits 2013 geplant, den Bau der Kita mit dem Bau neuer Wohnungen zu verbinden. Um den Bedarf an zusätzlichen Betreuungsplätzen kurzfristig zu decken, wurde im September 2013 die provisorische Kita auf dem Schotterparkplatz beim Pichterichstadion in Betrieb genommen. Der Abriss des alten Hallenbades, das aufgrund der schlechten Bausubstanz mit vertretbarem Aufwand nicht mehr zu sanieren war, veranlasste die Stadt, die Gesamtsituation neu zu bewerten. Das Hallenbadareal rückte als 7300 Quadratmeter große Potenzialfläche für neue Planungen ins Blickfeld. Diskutiert wurde die Möglichkeit, die neue Kita auf dem Grundstück des alten Hallenbades zu bauen und das Gebäude modulartig um weitere Nutzungen wie das NSU-Bewegungszentrum und neue Räume für den Bürgertreff zu erweitern.
 Unterschiedlich entwickelte Planungsreifen, die Beteiligung von privaten und öffentlichen Projektträgern sowie unterschiedlich dringliche Prioritäten erschwerten jedoch die Planungen und verzögerten den Bau der Kita. Um diese komplexe Gemengelage aufzulösen, schlug das Baudezernat die jetzt beschlossene Vorgehensweise vor.
 
 Grundstück an der Pichterichstraße wird geteilt
 
 Das rund 4300 Quadratmeter große Grundstück gegenüber der Pichterichhalle wird vertikal geteilt. Auf dem östlichen Teil entsteht die neue Kita als eigenständiger zweigeschossiger Neubau. Der westliche Grundstücksteil bietet Platz für ein privates Wohnbau-vorhaben unter Beteiligung eines privaten Projektträgers. Um den Bauplatz zu vergrößern und bessere Rahmenbedingungen für die Kita im Außenbereich zu schaffen, untersucht die Verwaltung die Möglichkeit, den Schwenk der Pichterichstraße, der das Areal auf der Nordseite einschnürt, zurückzubauen. Durch die Begradigung der Pichterichstraße könnte eine zusätzliche Fläche von etwa 1300 Quadratmetern hinzugewonnen werden. Das Grundstück soll im kommenden Frühjahr geteilt und der westliche Flächenteil zur Wohnbebauung durch private Investoren ausgeschrieben werden. Dann kann der Baubeschluss für den Neubau der Kita auf der anderen Grundstückshälfte gefasst werden. Je nachdem, wie sich der mögliche Rückbau der Pichterichstraße auswirkt, könnte Anfang 2017 mit dem Bau der Kita begonnen werden und die neue sechsgruppige Einrichtung im Sommer 2018 in Betrieb gehen.
 
 Bauliche Weiterentwicklung der Sportachse im Pichterich gesichert
 Wie der Gemeinderat weiter beschloss, wird das Grundstück des alten Hallenbades für die bauliche Weiterentwicklung der Sportachse bestehend aus Pichterichstadion, Pichterichhalle und Sulmturnhalle freigehalten. Vor allem der Sanierungsbedarf der Sulmturnhalle bietet Potenzial für eine größere Umstrukturierung, in die auch das geplante NSU-Bewegungszentrum mit einbezogen werden könnte.
 Der Bürgertreff Neckarsulm nutzt zunächst seine Räume im Gebäude der Sozialstation in der Spitalstraße weiter und erhält die Möglichkeit, Räume in der Volkshochschule und der Städtischen Musikschule bei bestimmten Anlässen mit zu nutzen. Als langfristige Perspektive könnte der Bürgertreff neue Räume im Zuge des Neubaus des Bewegungszentrums erhalten oder Räume im geplanten Neubau des Seniorenzentrums St. Vinzenz anmieten. „Damit bleibt der Bürgertreff im kulturellen Zentrum der Stadt verankert“, betonte Oberbürgermeister Joachim Scholz. „Zudem gibt die Festlegung auf die Sportachse eine klare städtebauliche Linie vor.“
 
 Bürgermeisterin Dr. Suzanne Mösel hob die gesamträumliche Strategie hervor: „Die neue Vorgehensweise schafft städtebauliche Qualität durch klare Zuordnungen, Planungssicherheit für den Bau des Bewegungszentrums und langfristige Entwicklungsperspektiven für den Sport. Vor allem ist jetzt der Weg frei für den Bau der dringend benötigten neuen Kita.“ (snp)
 
 

© www.NOKZEIT.de




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