Mudau: Fleckviehzucht auf hohem Niveau

Besondere züchterische Leistungen gewürdigt


Mudau. (pm) Die Fleckviehzüchter aus dem gesamten Landkreis trafen sich dieser Tage in Mudau zu ihrer Jahresversammlung.
Zahlreiche Auszeichnungen für besondere züchterische Leistungen konnten Georg Häckel, der Landesversitzende des Zuchtverbandes, der Rinderunion Baden-Württemberg und der Geschäftsführer Dr. Holger Mathiak den hiesigen Landwirten überreichen.

Ausführlich berichtete Dr. Mathiak über aktuelle Themen aus der Zuchtarbeit. Er informierte die Mitglieder, über Neuerungen in der Zuchtwertschätzung, die nun Merkmale wie Vitalität und Temperament stärker bei der Selektion der Zuchttiere einbezieht.

Über einen ungewöhnlich hohen Leistungszuwachs von 142 kg Milch bei den durchschnittlichen Jahresleistungen der Fleckviehkühe im Landkreis freute sich Leistungsinspektor Reinhard Hagendorn. Er beleuchtete die Spitzenleistungen ebenso wie die Durchschnittswerte sowohl aus den einzelnen Betrieben, dem Landkreis und dem ganzen Gebiet der Rinderunion.

Herausragende Ergebnisse bescheinigte er dem Betrieb Josef und Samuel Baier aus Billigheim-Sulzbach, die neben der höchsten Herdendurchschnittsleistung von 11.000 kg Milch auch bei den Jahresleistungen und Lebensleistungen von Einzelkühen ausgezeichnet wurden. Eine besondere Ehrung erhielt auch

Peter Henrich, der bereits seit 30 Jahren die Zuchtarbeit unterstützt durch seinen Einsatz in der Milchleistungskontrolle.
Aus diesem Anlass überreichte Ihm der Kreisvorsitzende Otto ‘Hennegriff ein Weinpräsent.

Die wichtige Arbeit der Landwirte und deren Bedeutung für den Landkreis und die Gemeinde hatte zuvor auch Mudaus Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger in seinem Grußwort hervorgehoben. „So gut und dazu noch so kostengünstig kann die Kulturlandschaft anderweitig nie gepflegt werden, wie dies die heimische Landwirtschaft gewährleistet“, betonte er. Herbert Kempf, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes beklagte das Überangebot auf den Agrarmärkten insbesondere bei Fleisch und Milch, wodurch sich eine wirtschaftlich sehr schwierige Situation der Landwirtschaft ergibt. Dazu käme auch eine oft einseitige und nicht immer schmeichelhafte Darstellung insbesondere der konventionellen Landwirtschaft, wie er sie auf der grünen Woche in Berlin erlebt habe.
Vom Kreisveterinäramt berichtete Dr. Seipp, dass die Viruserkrankung BHV1 bei Rindern in Baden-Württemberg überwunden sei und hierzulande keine Einschränkungen beim Handel mehr bestünden. Für die Landwirte sind hierzu auch keine gebührenpflichtigen Bescheinigungen mehr erforderlich. Bernhard Heim vom Fachdienst Landwirtschaft ging in seinem Grußwort ebenfalls auf die gesunkenen Einkommen und die mitunter recht angespannte Liquidität auf den Betrieben ein.

Bereits am Vormittag hatte sich der örtliche Fleckviehzuchtverein zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung zusammengefunden.

Der Begrüßung durch den Vorsitzenden Otto Hennegriff folgte der Rückblick und Geschäftsbericht, der von Bernhard Heim vorgetragen wurde. Lothar Spies konnte anschließend solide Zahlen in seinem Kassenbericht vermelden, der wiederum von Bernhard Grimm geprüft und gelobt wurde.

Im Februar 2016 ist wiederum eine Lehrfahrt geplant, bei der der Aspichhof, ein vielseitig angelegter landwirtschaftlicher Integrationsbetrieb sowie das Raiffeisen Kraftfutterwerk in Kehl besichtigt werden. Weiterhin sind mehrere Stammtischtermine und die Teilnahme an Zucht- bzw. Verbandsveranstaltungen vorgesehen.
Mit einem fachlichen Beitrag zum Thema Fütterung und Fruchtbarkeit beim Milchvieh konnte Julia Schmautz von RKW Kehl die volle Aufmerksamkeit der Züchter gewinnen.

Die besten Herdenleistungen in der Fleckviehzucht haben: Josef und Samuel Baier, Gernot Mohring, Otto Hennegriff, Hauke Hahn und Bernhard Schäfer.

Die Kühe mit den höchsten Jahresleistungen stehen bei den Landwirten Markus Schork, Alexander Hemberger, Josef Baier und Martin Heyder.

Für die höchsten Lebensleistungen bei Fleckviehkühen wurden folgende Tierhalter ausgezeichnet: Josef Baier, Olaf Hansal, Peter Haas, Matthias Rechner, Benno Sans, Mathias Feil und Alexander Hemberger

© www.NOKZEIT.de




Wenn Sie diese Seite weiter benutzen, stimmten Sie unseren sowie den Cookies unserer Partner zu. mehr Infos

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen