Mosbach: So vielfältig ist Diakonie

Konfirmandentag: Jugendliche besuchen Johannes-Diakonie und andere diakonische Einrichtungen in Mosbach


Mosbach. (pm) Blindenfußball in der Turnhalle, Arbeiten in den Mosbacher Werkstätten, Vorträge über Sozialarbeit oder fairen Handel – die Bandbreite des Diakonie-Konfirmandentages war enorm. Rund 110 Konfirmanden aus Dallau, Neckarzimmern und anderen Gemeinden des Kirchenbezirks waren dabei zu Gast in der Johannes-Diakonie Mosbach und lernten dort sowie bei anderen Einrichtungen im ganzen Stadtgebiet die vielen verschiedenen Formen diakonischer Arbeit kennen. Nach dem gemeinsamen Gottesdienst am Morgen konnte jeder der Jugendlichen an vier Stationen erfahren, was es heißt, im Dienst des Menschen zu stehen.

Bei der Johannes-Diakonie selbst standen neben Besuchen beim Singkreis und der Flüchtlingsunterkunft „Haus am Wald“, Vorträgen über die sogenannte „Euthanasie“, die Ermordung von Menschen mit Behinderung, im Nationalsozialismus, auch Aktivangebote wie etwa ein Rollstuhl-Parcours oder die Mitarbeit in der Werkstatt am Sportplatz auf dem Programm. Im Stadtgebiet empfingen Diakonisches Werk, Pfalzgrafenstift und Tannenhof die Jugendlichen zu Vorträgen und Führungen. Erstmals dabei war der Mosbacher Weltladen. Dort erfuhren die Konfirmanden viel Wissenswertes über die Arbeit der deutschlandweit rund 800 Weltläden, in denen ehrenamtliche Mitarbeiter fair gehandelte Produkte verkaufen. Zwischendurch traf man sich zum gemeinsamen Mittagessen im Kultur- und Begegnungszentrum fideljo. Den Abschluss bildete eine gemeinsame Fotoschau mit Bildern vom Konfirmandentag.

Das vielfältige Programm überzeugte: „Sehr gut“ sei der Tag gewesen, erklärte einer der Teilnehmer beim abschließenden Treffen in der Johanneskirche. „Am besten hat mir der Vortrag über den Nationalsozialismus gefallen.“ Für seinen Sitznachbarn war dagegen der Blindenfußball der Höhepunkt des Tages.
Schon in wenigen Tagen wartet die nächste Herausforderung auf die Organisatoren des Konfirmandentages rund um Pfarrer Richard Lallathin von der Johannes-Diakonie. Denn dann werden rund 100 Teilnehmer zu einem zweiten Konfirmandentag erwartet.


Auf dem Rollstuhl-Parcours konnten die Teilnehmer ihre Geschicklichkeit testen. (Foto: pm)

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