Schloßau: Miniphänomenta begeistert

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Experimentierfreude war ansteckend

Schloßau. (lm) Nicht nur die „kleinen“ potenziellen Forscher hatten bei der baden-württembergischen Auftaktveranstaltung der „Miniphänomenta“ jede Menge Spaß, die Eltern ebenso wie die Gäste – ob honorig oder nicht – wurden von der Experimentierfreude gleichermaßen angesteckt und gingen allen 48 aufgebauten Forscherstationen nur zu gerne auf den Grund.

Doch zunächst präsentierte sich die kleine Schloßauer Grundschule mit ihren 60 Schülerinnen und Schülern unter Leitung von Rektorin Sophie Klopsch überaus weltmännisch. Bevor der große Schulchor die umfangreiche Gästeschar gesanglich mit „Hallo Leute“ willkommen hieß, begrüßten drei Schülerinnen ausgesprochen souverän, verbunden mit einem von Herzen kommenden Dankeschön für das tolle Experimentier-Angebot, das Schloßau als erste Schule in Baden-Württemberg zwei Wochen lang nutzen kann.

Dass dieser Dank vor allem der Joachim und Susanne Schulz-Stiftung galt, führte Rektorin Sophie Klopsch genauer aus. Im Beisein von Landrat Dr. Achim Brötel und Prof. Edmund Link als Mitglieder des Stiftungskuratoriums sowie der Vorstandsmitglieder Hubert Wagner, Hannes Wolf und Monika Möller-Stegerwald, MINT-Projektleiterin Annika Schirmer und Meike Deterin, außerdem Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und vielen weiteren Vertretern aus Politik, Schulen und Wirtschaft, erläuterte die Rektorin, dass MINT als Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik steht und als Schwerpunkt für dieses Schuljahr in Schloßau gewählt wurde.

Daher sehe sie und ihre Kollegium das „Miniphänomenta“-Projekt der Schulz-Stiftung als große Bereicherung des Unterrichts. Denn es sei an der Universität in Flensburg entwickelt und wissenschaftlich erprobt worden. Mit diesem Projekt könnten die Kinder an den verschiedenen Versuchsstationen spielerisch naturwissenschaftliche Phänomene entdecken und eine Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik entwickeln.

Und wenn sie mit ihrer Begeisterung vielleicht auch ihre Eltern „anstecken“, bestehe die Möglichkeit, in Teamarbeit die eine oder andere Station nach Bauplänen der Schulz-Stiftung nachzubauen und damit das Bildungsangebot der Schule nachhaltig zu erweitern.

Fotoserie zum Artikel – (Foto: Liane Merkle)

Das bestätigte auch Annika Schirmer als Projektleiterin und betonte: „Die Miniphänomenta setzt darauf, dass Dinge erst einmal erlebt werden müssen, um sie wirklich auf Dauer zu verstehen. Die Kids schauen etwas an, finden etwas heraus und wollen erzählen. Nicht nur, weil sie Spaß daran hatten, sondern auch, weil sie stolz sind auf das neue Wissen.“ Und dabei sei es egal, ob die Kinder gleich alles richtig verstanden haben, denn es sei sicher, dass sie die richtige Lösung noch herausfinden.

Ebenso sicher sei die Wahrscheinlichkeit, die Eltern für den Bau eigener Stationen begeistern zu können. Darauf setzte auch Landrat Dr. Brötel, der ergänzte, dass die branchenübergreifende Wertschöpfung im MINT-Bereich allein in Deutschland auf mindestens 250 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt werde. Demnach also auch für Mädchen und junge Frauen eine berufliche Option biete, was aber durchaus noch ausbaufähig sei.

Gemäß dem geistigen Vermächtnis der großherzigen Stiftungsgründer wollen die Projekte „Expirius“ und „Miniphänomenta“ spezielle Förderangebote im MINT-Bereich für Kinder und Jugendliche, aber auch für die lokalen Bildungseinrichtungen in der Region Amorbach und Mudau etablieren, die nach Meinung des Landrats die gesamte Raumschaft insgesamt im gesellschaftlichen Bereich, aber auch wirtschaftlich nachhaltig und langfristig stärken. Denn je früher Kinder und Jugendliche auf möglichst spielerische, aber doch ernsthafte Weise an MINT-Themen herangeführt würden, umso mehr würden sie später bereit sein, ihre berufliche Zukunft ebenfalls in diesem Bereich zu suchen.

Dieser Aussage stimmte Bürgermeister Dr. Rippberger – selbst MINT-begeistert – nahtlos zu und freute sich, dass nicht nur die Grundschule Schloßau, sondern auch die Grund- und Hauptschule im Kernort noch von diesem Projekt profitieren kann. Und wenn man die Begeisterung der Erwachsenen – oft eingewiesen durch die Schülerinnen und Schüler – an den Versuchsstationen nach dem offiziellen Eröffnungsteil beobachtete, war klar, dass die „Miniphänomenta“ in Schloßau nach den bereitgestellten zwei Wochen ganz sicher nicht zu Ende sein wird – dafür werden Schüler, Lehrer und Eltern sicher sorgen.

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(Foto: Liane Merkle)

Infos im Internet:

www.miniphaenomenta.de

© www.NOKZEIT.de


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