Mudau: Jugendhäuser des Jahres ausgezeichnet

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Preisträger kommen aus Adelsheim, Hirschlanden und Mudau Mudau. (lm) Nicht nur den Preisträgern aus Adelsheim, Hirschlanden und Mudau oder ihren Bürgermeistern Klaus Gramlich, Gerhard Baar und Dr. Norbert Rippberger oder Ortsvorstehern Siegfried Buchelt und Martin Herrmann war der Stolz auf ihre besonders erfolgreichen Jugendhäuser anzumerken. Ganz allgemein war Landrat Dr, Achim Brötel voll des Lobes auf die 48 überaus lebendigen und aktiven Jugendhäuser im Kreis als sinnvolle und wichtige Ergänzung zu den Vereinen. Denn „das war nicht immer so“!

Umso erfreulicher sei die Resonanz auf die mittlerweile 11. Preisverleihung „Jugendhaus des Jahres“, die mit 200 Euro Preisgeld für jährlich drei Jugendhäuser dotiert ist. Das zeige, dass es nicht immer nur um das große Geld geht, sondern vor allem um Vertrauen, zitierte Dr. Brötel den einstigen Werbeslogan einer Bank. Sein Dank ging an die Mudauer Jugend als Gastgeber der Preisverleihung und an die umsichtige Jury, die sich zusammensetzte aus Jugendreferent Rainer Wirth, Pascal Heffner, Christine Günther und Christina Zaiser.

Doch zunächst hatten Ortsvorsteher Siegfried Buchelt und Nico Schell als 1. Vorsitzender der Mudauer Bauhof-Jugend die Gäste im frisch renovierten „Bauhof“ begrüßt und festgestellt, dass dieser sich wieder als Zentrum der Jugend, wo man unter sich ist, Spaß hat und gleichzeitig Verantwortung lernt, etabliert hat.

Dr. Brötel nahm die Preisverleihung nach dem Alphabet vor und bezeichnete das Jugendhaus Adelsheim als „ein Stück Heimat“, das es seinen Mitgliedern seit 35 Jahren so verlässlich ist, dass es bereits zum dritten Mal den Preis „Jugendhaus des Jahres absahnt. Der aktive Treff für junge Menschen von 14 bis 24 gelte als „feste Instanz“ in der Stadt. Neben dem alltäglichen Betrieb finden vier- bis fünfmal im Jahr Jugendhausparties statt, wird das Adelsheimer Volksfest der Stadtgarten mit Live-Musik beschallt und bemerkenswert sei die verantwortliche Mitarbeit beim Adelsheimer Weihnachtsmarkt durch den Auf- und Abbau aller Verkaufsstände. Die Solidarität und das gute Miteinander mit anderen Vereinen zeige sich auch im einvernehmlichen Nutzen des Gemeinschaftshauses „Alter Bahnhof“ und im unterstützenden Verein der „Freunde und Förderer des Jugendhaus Adelsheim“, bestehend aus ehemals im Jugendhaus Aktiven.

Ebenfalls zum dritten Mal als Preisträger dabei war das Jugendhaus „Crazy Hirsch“ aus Hirschlanden, das sogar schon seit 1972 besteht und sowohl vom Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg als auch vom ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder bereits eine Ehrung erfahren hat, als nach der Renovierung und vor der geplanten Eröffnung im Jahr 2000 die gesamte Einrichtung (im Wert von 20.000 D-Mark) durch einen unglücklichen Brand zerstört worden war und unter dem Motto „Nicht verzagen!“ erneut in Eigenleistung renoviert und bezugsfertig gemacht wurde. Darauf hat sich die Jugend aber nicht ausgeruht, sondern jetzt erneut kräftig renoviert. u. a. Grillplatz und neue Multimedia-Anlage“. Und wie Ortsvorsteher Martin Herrmann betonte geht in Hirschlanden nichts ohne die Jugend, ob bei der Nikolausparty, bei Dorf- und Straßenfesten oder beim Martinsumzug des Kindergartens. Zudem biete das Jugendhaus jungen Musikbands eine Auftrittsmöglichkeit, was von den aufstrebenden Musikern gern genutzt werde. Gemeinsame Fahrten auf den Cannstatter Wasen, auf Weihnachtsmärkte, Ausflüge z.B. nach Düsseldorf oder Frankfurt, Campingausflüge z. B. an den Brombachsee und die Mai-Wanderung seien feste Termine im Jahresprogramm, ebenso wie Weihnachten und Silvester. Beziehungen zu anderen Jugendräumen würden gepflegt wie die „firmeneigene“ Gerümpelmannschaft bei Fußballturnieren oder die selbstverständliche Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

Die Mudauer Jugendlichen haben nach Meinung der Jury den Preis verdient, weil sie „wie ein Phönix wieder aus der Asche gestiegen sind“ und den „Bauhof“ mit einer aktiven und gut funktionierenden Vorstandschaft 2014 im Turbogang neu durchgestartet haben. In Eigenregie und mit viel Fleiß bei der Renovierung der Räume wurde der Jugendhausbetrieb richtig toll wiederbelebt. „Allein die Renovierung, die sehr viele Arbeitsstunden erforderte, war für Jugendliche eine Meisterleistung“, denn es ging um mehr als ein paar kosmetische Streicharbeiten. Entstanden seien farbenfrohe, gemütliche neue Räume, die von den Jugendlichen wieder gern besucht werden. Doch auch das Konto des Vereins musste kräftig „aufgemöbelt“ werden! Durch verschiedene Garderobendienste, Altpapiersammlung und einen Verkaufstand am Weihnachtsmarkt habe sich die finanzielle Situation deutlich gebessert. Man war sich nicht zu schade, gute Ratschläge von den ehemals Aktiven und die Hilfe des „Paten“ Helmut Korger jr. sowie des Ortsvorstehers Buchelt anzunehmen in der Tradition der „Mudauer Jugend“, die schon vor der Vereinsgründung im Jahr 1982 Zusammenhalt bewiesen hatte. Und sich dies auch für die Zukunft fest vorgenommen hat.

Nach den zusätzlichen lobenden Worten der jeweiligen kommunalen Vertreter, die zu Recht Stolz auf ihre aktive und verantwortungsbewusste Jugend zeigten, lud Nico Schell die Anwesenden zum gemütlichen Beisammensein ein.

Unser Foto zeigt aus Adelsheim Bürgermeister Klaus Gramlich, Jonas Kellermann, Peter Rittler, Johannes Steinbach, Simon Deimel, aus Hirschlanden Bürgermeister Gerhard Baar, Ortsvorsteher Martin Herrmann, Thomas Frey, Michael Schweizer, Jürgen Mai, Lisa Schmitt, Jan-Michael Raab und aus Mudau Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, Ortsvorsteher Siegfried Buchelt, Nico Schell, Daniel Schäfer, Kevin Oeden, Lion Knapp, Marco Häfner, Markus Ranisavljevic, Robin Habedank, Helmut Korger als ehemaliger 1. Vorstand und „Pate“ des Jugendhauses. (Foto: Liane Merkle)

© www.NOKZEIT.de


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