Eberstadt: Frühschoppen mit MdB Gerig

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Eberstadt. (tn) Ein vollbesetztes Sportheim bot den passenden Rahmen für einen politischen Frühschoppen mit MdB Alois Gerig. Zwei Wochen vor einer für Baden Württemberg entscheidenden Weichenstellung konnte Eberstadts Ortsvorsteher neben vielen interessierten Bürgern auch den Stadtverbandsvorsitzenden Ralf Schäfer und den Ehrenvorsitzenden Clemens Marschhäuser, ebenso wie Hauptredner Alois Gerig begrüßen. Nico Hofmann mahnte an, gegenüber dem beherrschenden Thema „Asyl“ nicht die wichtigen, landespolitischen Themen aus dem Blick zu verlieren – schließlich sei am 13. März Landtagswahl.

   MdB Alois Gerig griff in seinem Beitrag den Ball dankend auf und sprach von einer Schicksalswahl für Baden Württemberg und die ländlichen Räume.  Grün-Rot in Stuttgart habe sich zu Lasten der ländlichen Räume verzockt. Die zentralistische Polizeireform sei neben der mangelhaften Ausgestaltung des öffentlichen Personennahverkehrs und der Versorgung mit schnellem Internet ein Fanal dafür, was diese Landesregierung von den ländlichen Räumen halte. Hier sei eine glasklare Klientelpolitik zum Nachteil des ländlichen Raumes und zu Gunsten der Ballungsräume erkennbar. Aber nicht nur dort, auch zwischen den Äußerungen des grünen Ministerpräsidenten  und der Haltung seiner Partei auf Bundesebene liegen laut Gerig oft Welten – gerade in der momentan alles beherrschenden Frage der Asylpolitik werde dies mehr als deutlich.

Sicherlich habe die CDU in den letzten Monaten in der Asylpolitik nicht alles richtig gemacht, bekannte Gerig, auch sei der Streit innerhalb der beiden Unionsparteien für die Außendarstellung der Partei alles andere als gut.  Es könne aber angesichts der dramatischen Lage im Herbst des letzten Jahres niemand behaupten, ein Patentrezept zur Lösung der Flüchtlingsfrage in Händen zu halten. Die Grenzen dicht zu machen – so wie es viele Populisten momentan fordern – sei für die Exportnation Deutschland eine Katastrophe und schicke sich für eine Partei die das C für ein christliches Menschenbild überhaupt nicht.

Deutschlands Wohlstand der letzten Jahrzehnte, aber auch der Friede in West-Europa basiere im Wesentlichen auf der europäischen Idee und dem freien Reise- und Warenverkehr innerhalb Europas. Daher gelte es, die Außengrenzen der EU zu sichern und einem unkontrollierten Zuzug vorzubeugen. Dies gehe nur gemeinsam mit den europäischen Partnern Hier sieht sich Alois Gerig ganz bei Kanzlerin Angela Merkle. Er sei sicher, dass der Flüchtlingsgipfel am 07. März eine europäische Lösung bringt.

National werden das Asylpaket I und das gerade beschlossene Asylpaket II ihre Wirkung entfalten. Ohne die aktuellen Ereignisse wären beide Gesetzesvorhaben am Widerstand der SPD und der Grünen gescheitert. „Man erinnere sich an das „Geeiere“ von Ministerpräsidenten Kretschmann und seiner Partei bei den sicheren Herkunftsländern“, ging Gerig in den Wahlkampfmodus über, und forderte von Grün-Rot auch auf Länderebene die passenden Antworten. Die Zahl der Abschiebungen spreche hier Bände. Baden Württemberg befände sich hier, wie in vielen anderen Politikfeldern,  die diese Regierung zu vertreten habe, auf den hinteren Rängen. Auch müsse man dringend die Leistungen an Asylbewerber von Geld- auf Sachleistungen umstellen. Diese kleinen Maßnahmen würden sich dank Smartphone schnell in alle Himmelsrichtungen verbreiten und bei denjenigen, die vielleicht eher aus wirtschaftlichen Überlegungen nach Deutschland kommen wollen für ein Umdenken sorgen. 

Aber nicht nur in der Asylpolitik, sondern gerade in der Bildungspolitik habe diese Landesregierung dafür gesorgt, dass Baden Württemberg den einstigen Spitzenplatz im Ländervergleich abgegeben habe. Die allein aus ideologischen Bildungsidealen der beiden Regierungsparteien fußende Gemeinschaftsschule sei eben für viele Schülern keine ideale Schulform und führe darüber hinaus bei kleinen Gemeinden im ländlichen Raum auch zu einer Kannibalisierung zwischen den Gemeinden beim Kampf um die Schüler zum Erhalt der dortigen Schulen. Eine Schulpolitik für die ländlichen Räume müsse eben auch kleinere Klassen zulassen,  um jeden Schüler dort abzuholen, wo er steht. „Die Köpfe unserer Kinder sind das Zukunftspotential dieses Landes und sichern unseren Wohlstand“, zeigte sich Alois Gerig überzeugt.  Die CDU steht für den ländlichen Raum.

In der anschließenden Diskussion nahm das Asylthema mit den Facetten Familiennachzug und –zusammenführung, die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt ebenso bereiten Raum wie die Auswirkungen des Mindestlohns auf die Landwirtschaft.

Alois Gerig Eberstadt

Alois Gerig beim Politischen Frühschoppen in Eberstadt. (Foto: pm)

© www.NOKZEIT.de


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8 Kommentare

  1. @Udo Wagner,
    da hast du ja wieder voll
    recht.

    Diese verlogene und hinter-
    hältige Aufforderung von
    Horst an dich 2 Kreuze zu
    machen sind einfach übel.
    Bei der Wahl am 13.März darf
    man n u r e i n Kreuz
    machen.
    Horst du Arszy und LügneR !!
    Aber man/frau erkennt,wessen
    politisches DrxyzKind du bist.

    • Damit entlarvst du deine Dummheit und die des sonstigen rechten Mobs, indem du den Wählern von AfD und NPD unterstellst, sie wären tatsächlich so blöd, auf so etwas reinzufallen und nicht zu wissen, dass man nur eine Stimme hat. Köstlich!

  2. Die CDU darf gern noch 5 weitere Jahre Opposition üben, denn ihre ersten 5 Jahre, das war nix. Die CDU im Land ist noch nicht wieder regierungsfähig. Wolf, Hauk oder der Rest von Mappus‘ Truppe? Bloß nicht …

  3. Das lügt sich doch jeder dieser C-Poltiker in die eigene Tasche. Angeblich schadet grün-rot dem Ländlichen Raum, aber es waren Gerig, Hauk, Wolf und Konsorten, die jede zweite Polizeidienststelle im Neckar-Odenwald-Kreis geschlossen haben, die versäumt haben, Schulen auf eine sichere demografische Basis zu stellen, die unsere Steuergelder geplündert haben, um jedem Provinzfürst wie Brötel sein eigenes defizitäres Krankenhaus und jedem kleinen Bürgermeister neue Straßen für immer weniger Menschen zu schenken.
    Es waren Gerig, Hauk, Jung, v. Guttenberg, v.d. Leyen, die hier im Odenwald alle Kasernen geschlossen haben, ohne dass es Nachfolgenutzungen gibt. Nur dank der Kriege rund um Europa stehen die Immobilien derzeit nicht leer. Also die C-Partei als Kriegsgewinnler.
    Und dann nach rechts steuern, Abschreckung = Absaufen im Mittelmeer. Dabei war es Mama Merkel, die nach wie vor „Wir schaffen das!“ als Parole ausgibt. Da will H. Gerig nun auch Kretschmann für verantwortlich machen.
    Das zeigt doch, wie grenzdebil die letzten CDU-Wähler sind. Denn die glauben das auch noch. Immerhin 30 Prozent.

    Stellen Sie sich gegen Rechte, hören Sie auf zu zündeln. Sie reden doch AFD und NPD das Wort. Die und deren Wähler fühlen sich doch von Ihnen bestätigt. Danken Sie den Menschen, die das Versprechen Ihrer Kanzlerin umsetzen und das schaffen. Hier im Ländlichen Raum, den die CDU jahrzehntelang als dumme Wählertrupps ausgepresst hat. Wer war den 56 Jahre an der Macht, den demografischen Wandel bestimmt, Datenautobahn verpasst, die vor 20 Jahren schon aktuell war.

    Schämen und setzen – SECHS!

    • Hallo Steffen,
      du hast ja die Weisheit mit riesigen Löffeln gegessen. Mach doch mal Vorschläge wie man es besser machen kann, oder versagt deine Stimme.
      Laß dich doch aufstellen, kandidiere für deine Partei und wir alle wählen dich. Du wirds in den Landtag einziehen, im Kreistag kannst du mit H. Dr. Brötel diskutieren. Wir alle freuen uns…! Du kannst ja alles besser, dir geht es ja so schlecht, wenn wir mal Zeit haben bedauern wir dich. Ach du armer Hau……..er !!

      Motzen o. Inhalt – EINS PLUS…!

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