Schwarzach: Energiewende in kommunaler Verantwortung Bisher nicht bewertet.

Hocheffizientes Wärmenetz
 

Schwarzach. (dz) Heizen und Warmwasser machen den Hauptenergiebedarf in Gebäuden aus. Die Energiewende am Wärmemarkt ist jedoch bisher kaum vorangekommen, weil die derzeit niedrigen Öl- und Gaspreise nicht die tatsächlichen Klima- und Umweltschadenskosten abbilden und damit wirksame Erfolge bremsen. „Gerade deshalb sind solche Pilot-Kommunen wie Schwarzach für eine enkeltaugliche Zukunft wichtig“, erklärte Fraktionsvorsitzende Simone Heitz beim Besuch der grünen Kreistagsfraktion bei Bürgermeister Mathias Haas im Schwarzacher Rathaus. Hier soll das erste derartige kommunale Wärmenetz im Neckar-Odenwald-Kreis verwirklicht werden.
 
 „Wir möchten in Schwarzach eine in jeglicher Richtung nachhaltige Entwicklung zum Mehrgenerationendorf ‚Schwarzach 2.0‘ betreiben“, erklärte das Gemeindeoberhaupt. Dazu gehöre neben dem integrativen Ansatz „natürlich auch ein Quartierskonzept“. Das Land hat dazu jüngst ein entsprechendes Förderprogramm für energieeffiziente Wärmenetze aufgelegt, das damit auch die regionalen Energieagenturen fördert.
 
 Über genau dieses und den Stand der Dinge informierte er die weiteren Fraktionsmitglieder Christine Denz und Dorothee Roos; die grüne Fraktion hat in den vergangenen Jahren mehrere erfolgreiche Anträge zu Energiethemen im Kreistag gestellt.
 
 Im Januar 2016, führte Haas weiter aus, habe der Schwarzacher Gemeinderat in einer Klausur beraten und später den Auftrag zur Erstellung eines Quartierskonzeptes beschlossen. Vorangegangen waren Beratungen durch und mit Uwe Ristl, den Geschäftsführer der Energieagentur Neckar-Odenwald EAN. Als Ausgangspunkt soll ein energieeffizientes Blockheizkraftwerk die alte Heizung ersetzen, die bis jetzt die Halle und das benachbarte Freibad – ineffizient – versorgt.
 
 Die künftige Nahwärmeversorgung soll weitere kommunale Gebäude, aber auch Gewerbeliegenschaften, die Alla-hopp-Anlage und die Wohnbebauung bzw. evtl. ein Neubaugebiet umfassen. Die Schritte sind aufeinander abgestimmt; man geht systematisch und nachhaltig vor. Zunächst werden die Bedarfe ermittelt und mögliche Maßnahmen analysiert, die in einen Masterplan münden sollen. Ergebnisse liegen Ende des Jahres vor. Auch der Bund unterstützt das Vorhaben kräftig mit Fördermitteln. Die EAN und die Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe erarbeiten das Quartierskonzept und den dazugehörigen Infrastrukturplan.
 
 Am Ende des informativen Austausches zeigten sich die Gesprächsteilnehmer überzeugt: „Die vermeintlich weichen Standortfaktoren sind die harten der Zukunft

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