Kläranlage Seckach wird modernisiert

Trägergemeinden stehen zur Werkrealschule  – Breitbandausbau bis 2017 abgeschlossen

Klaeranlage0229 002

(Foto: Liane Merkle)

Seckach. (lm) Bis Ende 2017 sollen 95 Prozent aller Haushalte im Landkreis mit einer Breitbandleistung von mindestens 30 MB Download versorgt sein. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Telekom in den Straßen der einzelnen Kommunen insgesamt rd. 400 Kilometer Glasfaserkabel zu ca. 430 neuen und hochmodernen Verteilerkästen verlegen, wofür auf etwa 100 Kilometer Tiefbauarbeiten notwendig werden. Derzeit weist ausgerechnet der Ortsteil Seckach mit 2 und 6 MB/s die schlechteste Versorgung auf und daher werde die Zentralgemeinde den Ausbauschwerpunkt bilden.

Über den Planungsstand informierte nun im Rahmen der öffentlichen Gemeinderatssitzung Johannes Biste in seiner Funktion als Wirtschaftsförderer beim Neckar-Odenwald-Kreis und Koordinator des Breitbandausbaus. Die Realisierung des Breitbandausbaus erfolgt nach seinen Worten in acht Bauabschnitten, deren Reihenfolge von der Telekom gem. technischen und organisatorischen Gesichtspunkten festgelegt werden. Demnach befindet sich Seckach zusammen mit der Stadt Adelsheim sowie den Gemeinden Elztal, Fahrenbach, Limbach und Schefflenz im achten und letzten Bauabschnitt, welcher im Dezember 2017 abgeschlossen sein soll, aber entsprechend der technischen Ansprüchen während der nächsten 15 Jahre immer wieder angepasst werden muss.

Johannes Biste: „Bis dahin kann es gut möglich sein, dass schon die sog. Vectoring-Technik genehmigt ist, welche unmittelbar nach der Inbetriebnahme mit 100 MB Download und 40 MB Upload noch größere Bandbreiten möglich sind“.

Wie Bürgermeister Thomas Ludwig betonte, betrage der Kostenanteil für die Gemeinde Seckach nach einem Verteilungsschlüssel zwischen dem Landkreis und den Kommunen nach derzeitigem Kenntnisstand bei rd. 182.000 Euro. Dieser Betrag kann in vier gleichen Raten in den Jahren 2016 bis 2019 bezahlt werden. Der Gemeinderat hatte bereits in seiner Sitzung im April 2015 diesem Angebot zugestimmt und nun die aktuellen Informationen zum Breitbandausbau zustimmend zur Kenntnis genommen.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ermächtigte das Gremium die Verwaltung, den Auftrag für die Erfassung und Bewertung des Vermögens im Rahmen der Einführung eines neuen Kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens an die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzlei Rödl & Partner aus Nürnberg zum Angebotspreis von 37.485 Euro zu vergeben, unter Berücksichtigung von 5 Prozent Rabatt, wenn alle fünf RIO-Gemeinden den Auftrag erteilen, was der Fall ist. Die hierfür erforderlichen Haushaltsmittel werden in den Jahren 2016 bis 2019 bereitgestellt. Grundlage hierfür ist nach den Erläuterungen von Kämmerer André Kordmann die Tatsache, dass bis zum Januar 2020 alle Kommunen in Baden-Württemberg verpflichtet sind, auf dieses neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen umzustellen.

 Im Vermögenshaushalt 2016 bereits eingestellt, sind Mittel in Höhe von 39.640 Euro für die Neuschaffung eines Physiksaales an der Werkrealschule Schefflenztal-Schule mit Standort in Schefflenz. Hier ist man gemeinsam mit Billigheim und Schefflenz Träger dieser Bildungseinrichtung. Die von der Gemeinde Schefflenz ermittelten Kosten für diese Maßnahme belaufen sich auf rd. 107.600 Euro. Hierin enthalten sind insbesondere die Aufwendungen für das Mobiliar sowie die Installationen für die Wasser-, Abwasser-, Strom-, EDV- und Gasanschlüsse an den einzelnen Schülerarbeitsplätzen. Der Gemeinderat stimmte auch diesem Tagesordnungspunkt zu. Die drei Trägergemeinden setzen damit ein eindeutiges Zeichen, dass sie hinter ihrer Werkrealschule stehen, vorausgesetzt auch nach der Landtagswahl am 13. März wird dieser Schulform weiter eine Zukunft gegeben.

Die Kläranlage Seckach wurde in den Jahren 1999/2000 generalsaniert. Somit läuft sie, wie die Verwaltung mitteilte, seit über 15 Jahren rund um die Uhr. Wie Bauamtsleiter Roland Bangert klarstellte, hat dies natürlich Auswirkungen sowohl auf die Maschinen und Geräte als auch auf die Hard- und Software des Leitsystems. Aus diesem Grund wurde nun die Firma Kuhn aus Höpfingen mit dem Bau der Rechenanlage mit Waschpresse zum Angebotspreis von 37.770 Euro beauftragt. Ebenso wurde die Verwaltung bevollmächtigt, das Ingenieurbüro Ihrig aus Seckach mit der Aktualisierung des Leitsystems zum Angebotspreis von 14.304 Euro zu beauftragen. Darin enthalten ist auch ein Wartungsvertrag mit jährlicher Softwarepflege und der Auslagerung des Servers. Bürgermeister Thomas Ludwig: „Wir erwarten dadurch eine längere Lebensdauer des Leitsystems und eine Kostenreduzierung“. 

© www.NOKZEIT.de




Wenn Sie diese Seite weiter benutzen, stimmten Sie unseren sowie den Cookies unserer Partner zu. mehr Infos

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen