H-O-T Botschafter wollen weitermachen

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Bildungsangebote im Fokus

 Hohenlohe-Odenwald-Tauber. (ppm) Die ehrenamtlich tätigen Bioenergie-Botschafter wollen weiterhin für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und des Klimaschutzes in der Region werben. Das Auslaufen der Bundesförderung dürfe nicht zu einem Abbruch der erfolgreichen Arbeit der Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber (H-O-T) führen, da sind sich alle Botschafter aus den Landkreisen Hohenlohe, Neckar-Odenwald und Main-Tauber einig. „Jetzt gelte es, das Erreichte weiterzuentwickeln.“

Zum Jahreswechsel hatte es eine Zäsur bei  der H-O-T gegeben: Nach Auslaufen der zweiten Förderperiode wurde die H-O-T GmbH nach sechs Jahren erfolgreicher Arbeit aufgelöst. Die Regionalbüros in den drei Landkreisen bleiben jedoch mit gleicher Personalbesetzung weiterhin bestehen. Erfreulicherweise werden die zehn Bioenergiebotschafter ihre wertvolle Netzwerkarbeit in den drei Landkreisen fortführen. H-O-T Geschäftsführer Sebastian Damm hat zwischenzeitlich im Landratsamt Hohenlohekreis die Leitung des neuen Ressorts „Ressourcenwirtschaft & Klimaschutz“ übernommen und bleibt damit dem Thema und der Bioenergie-Region als erfahrener Ansprechpartner erhalten.

Die allgemeine Enttäuschung darüber, dass weder Berlin noch Stuttgart bereit waren, die überaus erfolgreiche Arbeit der Bioenergie-Region H-O-T weiter zu unterstützen, ist immer noch groß. Dennoch hat man eine Lösung gefunden, wie die H-O-T Landkreise auch ohne Fördermittel des Bundes und des Landes auskommen können. Über die künftige Strategie wurde dieser Tage im Hotel „Märchenwald“ in Osterburken beraten. Neben den Vertretern der H-O-T Regionalbüros Manuel Döhler (Hohenlohe), Dr. Mathias Ginter und Martin Hahn (Neckar-Odenwald) und Frank Künzig (Main-Tauber) war auch der Geschäftsführer der H-O-T, Sebastian Damm, anwesend. Weiterhin nahmen an dieser Versammlung die Bioenergiebotschafter sowie der neue Klimaschutzmanager des Neckar-Odenwald-Kreises, Sebastian Randig, teil.

In seine Begrüßung betonte Dr. Mathias Ginter, dass es nach sechs Jahren erfolgreicher Arbeit auf Wunsch aller drei Landkreise unbedingt weitergehen solle. Nach wie vor sei die Weiterentwicklung der Bioenergieregion zur Null-Emissions-Region durch Erneuerbare Energie mit dem Schwerpunkt Wärmewende das Ziel. Dazu gehörten die Themen Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung, Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Entkopplung von fossiler Energie. Die drei Regionalbüros würden weiterhin betrieben, als zentrales Element stehe die Internetseite der H-O-T, www.bioenergie-hot.de, zur Verfügung. Die Rolle des „Kümmerer“ und Koordinators wird Martin Hahn aus dem Bereich Unternehmenskommunikation der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Neckar-Odenwald-Kreises (AWN) übernehmen. Ginter stellte verschiedene geplante Aktivitäten vor: Neben jährlichen großen Netzwerkkonferenzen, die diesjährige sei auf der Landesgartenschau in Öhringen geplant, wird es auch weiterhin Themenbriefe über interessante Klimaschutzthemen und verschiedene Veranstaltungen, insbesondere im Bereich Jugendbildung, geben. Für eine gute Koordinierung zwischen den Landkreisen seien regelmäßige Treffen der Landkreisvertreter geplant. Die Arbeit der Bioenergiebotschafter sei, daran ließ er keinen Zweifel, von enormer Wichtigkeit.

Anschließend wurden von den drei Regionalbüros verschiedene aktuelle Projekte vorgestellt. Sebastian Randig, neuer Klimaschutzmanager des Neckar-Odenwald-Kreises, stellte sich kurz vor und freute sich ebenso auf die Zusammenarbeit mit den Akteuren der H-O-T. Bei der Umsetzung des Klimaschutzorientierten Investitionsprogrammes gebe es viele Schnittstellen – hier könne man sich gegenseitig sehr gut unterstützen und ergänzen, als großen Schwerpunkt sehe er die Netzwerkarbeit.

Ekkehard Brand, Bioenergiebotschafter aus Seckach, erläuterte verschiedene Klimaschutzprojekte in seinem Umfeld. Für Gerd Teßmer, sein „Amtskollege“ aus Binau, seien Informationsmaterial wie beispielsweise Flyer und Videos für eine erfolgreiche Arbeit sehr wichtig. Bioenergiebotschafter Horst Weber aus Merchingen gab interessante Einblicke in ein Forst-Genossenschaftsprojekt. Für Lothar Lauer, Bioenergiebotschafter aus Distelhausen, stellte die Eigenstromnutzung bei PV-Anlagen ein interessantes Thema dar, über das in weiten Teilen der Bevölkerung diskutiert werde und somit Informationsbedarf bestehe. Neben Georg Denzer (Tauberbischofsheim) sah auch Manfred Lauer (Buchen) eine wichtige Aufgabe in der Netzwerkarbeit. Eine gute Möglichkeit seien, so Lauer, die neuen Lehrpläne an Schulen, in denen der genau für die H-O-T passende Bereich Bildungsnachhaltige Entwicklung (BNE) vorgesehen sei. Hier könne man mit Informationsmaterial den Lehrern und Schulen gezielt helfen.

Mit dem Verlauf dieser Versammlung konnte die „neue H-O-T“ mehr als zufrieden sein – insbesondere das weiterhin zugesicherte große Engagement der Bioenergiebotschafter sollte es möglich machen, den eingeschlagenen Weg, wenn auch mit deutlich kleinerem Budget, weiterzugehen. Als ehrenamtliche Bioenergiebotschafter engagieren sich Helmut Albrecht, Hermann Limbacher, Prof. Dr. Wolfgang Freiherr von Stetten (alle Hohenlohekreis), Ekkehard Brand, Manfred Lauer, Gerd Teßmer, Horst Weber (alle Neckar-Odenwald-Kreis), Alfred Beetz, Georg Denzer und Lothar Lauer (alle Main-Tauber-Kreis).

H-O-T Botschafter wollen weitermachen

Fehlende Fördergelder können die H-O-T Bioenergiebotschafter nicht entmutigen. Bei einem Treffen in Osterburken wurde über die künftige Strategie beraten. (Foto: pm)

 

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