So wählte Mosbach

Hauk und Nelius mit dramatischen Einbußen – Heitz mit leichten Zuwächsen – Rechtspopulisten überdurchschnittlich

 Mosbach. Klare Wahlverlierer im Neckar-Odenwald-Kreis sind die amtierenden Landtagsabgeordneten Peter Hauk (CDU) und Georg Nelius (SPD), die in nahezu allen Gemeinden zweistellige Stimmeinbußen hinnehmen mussten. Eindeutig zu den Wahlgewinnern gehört neben Uwe Wanke von der rechtspopulistischen AFD auch die Kreisrätin Simone Heitz (Bündnis 90/Grüne).

In Mosbach bildet sich dieser Trend ebenfalls ab. Von den 16.912 Wahlberechtigten gingen 11.166. an die Urnen, was einer Wahlbeteiligung von 66 Prozent entspricht.

MdL Peter Hauk (CDU) mit 33 Prozent (905) Stimmen am besten ab. Allerdings musste er Einbußen in Höhe von 13,9 Prozent hinnehmen. Auch für MdL Georg Nelius (SPD) gab es dramatische Verluste. Mit 20,9 Prozent 11,4 Prozent im Vergleich zu 2011. Freuen darf sich Simone Heitz, die ihr Ergebnis auf 21 Prozent (+5,5%) steigerte. Auch FDP-Bewerber gewann 3,8 Prozent hinzu und liegt damit in Mosbach bei 7,3 Prozent. Gleich geblieben ist das Ergebnis der LINKEN. Mit dem Kandidat Simon Gramlich wählten 2,5 Prozent den demokratischen Sozialisten. Die rechtspopulistische Partei AFD, die erstmals zur Wahl stand, erhielt in Mosbach ein Ergebnis, das mit 17,65 Prozent deutlich über dem Landesergebnis liegt.

Kurzbez.

Parteien und Bewerber/innen

Stimmen  

in %

 

 

 

 

CDU

Christlich Demokratische Union Deutschlands   
Hauk, Peter

3.033 

27,49

Grüne

Bündnis 90/Die Grünen 
Heitz, Simone

2.314

20,97

SPD

Sozialdemokratische Partei Deutschlands 
Nelius, Georg

2.309

20,92

FDP

Freie Demokratische Partei 
Dr. Brandenburg, Jens

800

7,25

Die Linke

Die Linke 
Gramlich, Simon

279 

2,53

Piraten

Piratenpartei Deutschland 
Widenmeyer, Tanja

89

0,81

REP

Die Republikaner 
Holzwarth, Ursula

18

0,16

NPD

Nationaldemokratische Partei Deutschlands 
Haupt, Oliver

42

0,38

ÖDP

Ökologisch-Demokratische Partei/Familie und Umwelt
Frank, Jochen

90

0,82

ALFA

Allianz für Fortschritt und Aufbruch 
Petz, Martin Ludwig

113

1,02

AfD

Alternative für Deutschland 
Wanke, Uwe

1.948

17,65

 

© www.NOKZEIT.de



32 Kommentare zu So wählte Mosbach

    • Sie sehen einen VHS-Kurs als Beleidigung? Damit beleidigen Sie doch pauschal alle Nutzer der VHS. Nicht ich. Es ist doch keine Schande, wenn man sich im Alter von 50 oder 60 Jahren mit Internet und sozialen Medien nicht so gut auskennt und etwas missversteht wie in Ihrem Fall. Somit ist die Empfehlung eines VHS-Kurses auch keine Beleidigung.

  1. Ich merke schon seit langer Zeit , dass euer Team versucht uns eure eigene, persönliche , richtig oder falsche Meinung und Sichtweise aufzuzeigen. Dauernd werde ich es ohne zu wollen mit Birgitt oder Timuh Kommentaren belästigt.
    Nochmal für Euch Toleranz und Demokratie ist es auch andere Meinungen zu akzeptieren besser noch zu respektieren. Euch interessiert auch nicht welches Auto ich kaufe , aber was ich wähle schon. Früher waren die Grünen , von zweifelhaften und teilweise radikalen gesetzeslosen Bürgern gegründete Partei das Übel , dann die Linken und jetzt halt die AFD. Scheiss egal , so lange nicht verboten , legitim. Wenn die halt besser die Leute belügen als die anderen Parteien, dann haben Sie die Stimmen verdient, deshalb geht Deutschland nicht kaputt wegen 10% in eurer Sichtweise Idioten.
    Die Stimmung in der Bevölkerung wird auch durch die Terroranschläge , Flüchtlingspolitik und der persönlichen Wirtschaftslage beeinflusst. Alles Themen die von den Parteien mit beeinflusst werden können. Sicherheit spielt dies eine Rolle überall in der Welt.
    Kann man es gut heissen ,Erdogan, diese ausgemachte Drecksau , so zu unterstützen, der sein eigenes Volk abschlachtet, mit immer mehr Milliarden, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben , sicherlich nicht , aber die Parteien unterstützen dies , ich nicht .Hat die Politik in der Welt die Flüchtlingskrise nicht selbst verschuldet, sicherlich ja , ohne das die jetzigen 10% Anderstdenkenden dies erzwungen haben. Sind nicht die Wähler der Grünen, Roten , Schwarzen hierfür Schuld . Irak Afghanistan, Syrien alles Kriege die nie gewonnen werden können, da der grosse Rest der Bevölkerung in diesen Ländern genau so verrückt ist wie die Anführer. Hauptsache die Macht haben uns sonst nix.
    Ich toleriere und akzeptiere dies alles , muss ich ja auch , sie haben ja auch noch kein Umdenken erreichen können , nur bei der Wahl erlaube ich mir meine Meinung wiederzugeben, vielleicht um auch weiterhin enttäuscht zu werden , um bei der nächsten Wahl es wieder aufs neue zu versuchen. Das ist Demokratie, und die müssen auch sie akzeptieren.

    • Hallo Udo! Wir kennen weder Birgit, noch Timuh, aber auch Dieter, Georg etc. nicht. Diese Kommentare kommen direkt über unsere Internetseite und werden nur automatisiert auf FB gepostet. Im Übrigen lese ich in dem Post von Timuh nicht zwangsläufig eine Kritik am AFD-Wählen, sondern eine Erklärung dafür. Weil Parteien austauschbar geworden sind.

    • @ Udo Müller

      Wer öffentlich Kommentare abgibt, der muss auch damit leben, dass er darauf Reakionen erhält. Das ist keine Inabredestellung der Meinungsfreiheut, nein, man nennt das Diskussion. Dort wo die Meinungsfreiheit an ihre Grenzen überschreitet, greift der Webmaster ein. Wer sich im Internet bewegt, sollte aber schon in der Lage sein, Kommentare von Usern von denen des Webmasters zu unterscheiden. Vielleicht hilft ein VHS-Kurs in deinem Fall?

  2. Andrea sprach explizit von der AfD und darauf hast du Bezug genommen.
    Auch wenn deine Kritik bezüglich der politischen Praxis der bürgerlichen Parteien ihre Berechtigung haben mag (Stichwort Postdemokratie), halte ich den Ansatz des „Protestes“ durch das Wählen einer rechten Partei wie der AfD für den völlig falschen Weg.

    • Kritik an Praxis der bürgerlichen Parteien … Was für ein Geschwurbel. Schon der AfD auf den Leim gegangen bei deren Demokratiefeindlichkeit? Wir haben seit 70 Jahren eine repräsentative Demokratie und der Wähler kann alle 4/5 Jahre eine Entscheidugn treffen. Daran ist nichts „Post“. Im Gegenteil: Die großen Verluste und Gewinne zeigen doch, dass Fehler bestraft werden, dass der Wähler die Richtung festlegt.

      • Was hat eine Kritik der Praxis bürgerlicher Parteien mit Demokratiefeindlichkeit zu tun?
        Das „Post“ an der Demokratie ist, dass sie sich ihrer Inhalte entledigt hat und rein als Formaler Akt weiterbesteht. Inhalte der Parteien wurden austauschbar, das war nicht immer so, und das ist ein großes Problem für die Demokratie insgesamt. Wählt man CDU weiß man nicht ob man nun pro oder contra Atomausstieg ist (nur als kleines Beispiel). Dies verhält sich mit vielen Parteipositionen so, es geht nicht mehr um ein politisches Programm sondern darum möglichst viele Wähler abzufangen oder aber große Lobbygruppen zufrieden zu stellen, auch entgegen der politischen Leitlinien.

        Wenn „Fehler“ bestraft werden in dem „Protest“ Parteien gewählt werden, bar jeglichen Inhalts, oder ohne dass politische Partizipation zunimmt, dann ist dies eben auch ein weiterer Ausdruck Postdemokratischer Verhältnisse (durchaus Nachschlagenswert welches Konzept dahinter steckt).

  3. Timuh Hutmacher
    Ich sprach nicht von der AFD, sondern von allen Parteien, denn keine Partei interessiert sich für die Meinung der Bürger. Abgeordnete müssen dem Volke dienen nicht ihren Parteivorsitzenden
    Vielleicht blauäugig aber trotzdem wahr.

    • Das Gegenteil ist der Fall: Die Parteien machen unterschiedliche Angebote und der Bürger wählt aus. Die Angebote richten sich automatisch nach den Meinungen in der Bevölkerung, weil eine Partei gewählt werden will. Die einen bieten Steuersenkungen, die anderen mehr Umweltschutz, andere versprechen mehr Abschiebungen, aber Fußpilz für alle hat noch keine angeboten. Ich fürchte, du hast schlicht die Demokratie nicht verstanden.

  4. Jetzt wartet doch mal ab… noch bevor irgendwas passiert, beschweren sich alle über das Ergebnis… ihr wisst doch noch überhaupt nicht, was dass jetzt so mit sich bringt. Es ist immer noch eine Demokratie, also kann keine Partei einfach so irgendetwas machen.

  5. Die AfD nimmt die Bürger also mit indem sie den Mindestlohn aussetzen möchte? Indem sie hohe Einkommen niedriger besteueren möchte (bei schon jetzt wachsender finanzieller Ungleichheit in D)? Indem sie Hartz 4 noch restriktiver gestalten möchte? Der einzige Punkt an welchem die AfD „die Bürger“ mitnimmt ist doch beim schreien nach einer neuen nationalen Identität, nach einer Abschottung nach außen und einem Ende der „Flüchtlingskrise“ ohne auch nur Ansatzweise zu schaue was denn die eigentlichen Fluchtursachen sind und wie man Flucht effektiv bekämpfen kann. Und das, hat sehr wohl etwas mit Geschichte zu tun.

  6. Das ist Demokratie und Toleranz ist auch andere Meinungen oder Resultate zu akzeptieren und tolerieren. Und die Geschichte hat damit nix zu tun , sondern man muss die Bürger mitnehmen und nicht nur vor Tatsachen stellen, und die Ängste nicht ernst nehmen.

Kommentare sind deaktiviert.


Wenn Sie diese Seite weiter benutzen, stimmten Sie unseren sowie den Cookies unserer Partner zu. mehr Infos

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen