Am GTO hilft man den Schwächsten Bisher nicht bewertet.

40 Jahre Hilfe zur Selbsthilfe – Schulgemeinschaft spendet 27.000 Euro für Äthiopien – Übergabe an den Vorsitzenden des Vereins „Hungernde Kinder e.V.“ im Rahmen einer Feierstunde

 Osterburken. (pm) Auch in diesem Jahr trugen die engagierte und nachhaltige Arbeit von Gernot Ludwig und dem Awasa-Team um Lars Rauss am GTO sowie der Realschule Osterburken große Früchte. Mit 27.000 Euro konnten die beiden Schulen, vertreten durch die beiden Schulleiter, dem Leiter des Vereins Hungernde Kinder e.V., Norbert Linsler, erneut einen großen Beitrag zur Selbsthilfe für die Ärmsten der Armen übergeben. Damit werden das GTO und die RSO auch weiterhin nach über 30 Jahren ihrer Verantwortung für die Menschen in Afrika gerecht.

Initiator des Awasa-Projekts war der Religionslehrer im Jugenddorf Klinge und der Abt-Bessel-Realschule in Buchen, Franzgeorg von Baum, der seine Schüler schon frühzeitig für die sich abzeichnende Nord-Süd-Problematik sensibilisierte. Zusammen mit neun Kollegen und den Buchener Stadtpfarrern gründete er bereits 1982 den “Verein Hungernde Kinder e.V.”, der heute vom damaligen Gründungsmitglied  Norbert Linsler geleitet wird. Linsler ist zugleich Verbindungsmann zum GTO Osterburken, welches auf Initiative von Gernot Ludwig, einem hiesigen Lehrer und langjährigen Freund von Baums, 1983 dem Projekt beitrat.

Heute beteiligen sich neben der Abt-Bessel-Realschule und dem GTO die Karl-Trunzer-Werkrealschule und die Jakob-Mayer-Grundschule aus Buchen,  die RSO und die Werkrealschule aus Osterburken, die Horneckschule (Real-, Haupt- und Grundschule) aus Gundelsheim und das APG in Neckarelz an der jährlichen Hilfs- und Spendenaktion. Alle Schulen steuern pro Jahr insgesamt 33.000 Euro und damit die Hälfte des Spendenaufkommens des Vereins bei.

Von Anfang an führten die konsequente Informationsweitergabe an mögliche Spender und eine konkrete Zielorientierung zu einer stetigen Steigerung der Spendenbereitschaft. Wurden anfänglich etwa 1000 DM zufällig gesammelt und weitergeleitet, stieg die Hilfsbereitschaft schnell auf mindestens 5000 DM allein durch das GTO. Eine weitere Motivationssteigerung erfolgte durch einen Besuch des Bischofs Gasparini aus Awasa (1983), der zu Beginn des Projekts Schülern aus Buchen, Hainstadt, Hardheim und Osterburken die Not der Menschen mittels Diavorträgen eindrucksvoll deutlich machte. zugleich wurde er den Vereinsmitgliedern ein vertrauenswürdiger Partner. Weitere Besuche des Bischofs 1990 und 1992, die Besuche des Bischofs Ceresoli 1995 und 1997 und  die des Bischofs Migliorati 2010 unterstreichen die Wertschätzung der Menschen in Awasa für die ihnen geleistete Hilfe.

Die Awasa- Aktionen ist heute ein Selbstläufer: alleine die Osterburkener Schulen spenden konstant 20.000 Euro pro Jahr (dabei entfallen über ¾ auf das GTO). Alleine die alljährliche Awasa-Wanderung des GTO bringt im Regelfall 7000 Euro ein. Dabei suchen sich Schülerinnen und Schüler Spendenpaten, die die zurückgelegte Wegstrecke mit einer Spende honorieren. Neuste Attraktion ist der alljährliche Awasa-Markt in der Weihnachtszeit, bei dem ebenfalls durch Aktionen aller Klassen und Kurse rund 7000 Euro eingenommen werden können. Weitere Aktionen sind das qualitativ sehenswerte Weihnachtskonzert und das Weihnachtsessen, eine Erlösspende der Firma Apetito. Nicht vergessen werden darf auch die unentbehrliche Hilfe der katholischen Frauen und des Weiteren zahlreiche Privatspenden.


Durch die vorbildliche Hilfe der Menschen im Bauland kamen bis heute rund 478.000 Euro zusammen. Alleine 2015 belief sich das Gesamtspendenaufkommen des GTO auf 27.000 Euro, die in diesem Jahr der Primary School Expansion in Daye Sidamo (120 km südlich von Awasa) zugutekam. Bis heute wird an dem Prinzip “Hilfe zur Selbsthilfe” festgehalten. Das Projekt unterstützt die Menschen auf vielfältige Weise: durch Brunnenbau, Kinderspeisungen, durch die Versorgung mit Krankenhäusern, sanitären Einrichtungen und Medikamenten, durch den Aufbau von Frauenhäusern und Schulgebäuden. Dazu kommt die Ausstattung mit Personal und Material. Gefördert wurden und werden ebenfalls Landwirtschaft, Hauswirtschaftsbereiche und die Wasserversorgung.

Awasa ist eine bitterarme Region in Südäthiopien. Auf 118.000 Quadratkilometer leben 7,5 Mio. Einwohnern, darunter rund 200.000 Katholiken. Das Projekt hilft dabei aber ohne Ansehen der Person und Religion, es dient somit der Entwicklungshilfe und der Friedenssicherung vor Ort – ein Thema, welches im letzten Jahr auf erschreckende Weise anderweitig Aktualität gewonnen hat. Das Hilfsprojekt stellt eine fundierte Primär- und Sekundärstufenausbildung von Schülerinnen und Schülern als Investition in die Entwicklung des Raumes und die Zukunft der Menschen sicher und hilft somit den Menschen in Äthiopien der Spirale aus Armut, Perspektivlosigkeit, Flucht und Gewalt zu entkommen.

2016 03 14 Awasa Foto

(Foto: privat)

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