Mosbach: „Welche Stärken bringst Du mit?“

Bei Diakonieabend suchen Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe gemeinsam nach ihren Stärken 

   (pm) Zu einem „Diakonieabend“ hatte das Diakonische Werk im Neckar-Odenwald-Kreis die Vertreterinnen und Vertreter der ehrenamtlichen Kreise und Initiativen in der Flüchtlingshilfe eingeladen, die an den Standorten des Diakonischen Werkes tätig sind. Geschäftsführer Guido Zilling freute sich in seiner Begrüßung, dass über vierzig Besucherinnen und Besucher der Einladung gefolgt waren, darunter auch einige Flüchtlinge.

Bernhard Goldschmidt, Leiter des Fachgebietes Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit beim Diakonischen Werk, erläuterte kurz den aktuellen Stand des personellen Angebotes. Dazu gehört zum einen die Beratung ehrenamtlicher Initiativen durch Jeannette Bell. Zum anderen wird im Auftrag des Neckar-Odenwald-Kreises die Flüchtlingssozialarbeit für über 770 Flüchtlinge in den zentralen und dezentralen Unterkünften geleistet. Im Einzelnen sind dies Hannelore Göttert (Gemeinschaftsunterkunft Neckarelz), Maria-Elena Buczeck (Interimsunterkunft Obrigheim), .Lisa Mechler (IU Elzpark), Sarah Streib (GU „Haus am Wald“) und Volker Bittel (GU Schwarzach).

Im Anschluß folgte die Einladung an alle Ehren- und Hauptamtlichen, sich selbst und die anderen mit einer ganz neuen Methode kennenzulernen. Wie auf einem Marktplatz tauschten die kommunikationsfreudigen Besucher sich mit Hilfe von verschiedenfarbigen Statements-Karten über ihre jeweiligen Arbeitspräferenzen aus.  „Was tust du gerne? Welche Vorlieben hast du in der Teamarbeit?“ waren hier die Leitfragen.  Im nächsten Schritt erklärte Goldschmidt die wichtigsten Grundzüge von Team-Management-System (TMS). TMS ist ein wissenschaftlich fundiertes Teamentwicklungsmodell, das weltweit in Profit- und Nonprofit-Organisationen Anwendung findet. Zahlreiche Aha-Erlebnisse gab es, als sich die interessierten Zuhörer in ihrer Präferenz z.B. als „Zielstrebige Organisatoren“, „Kreative Innovatoren“ oder „Unterstützende Stabilisatoren“ wiederfanden. „Suche Deine Präferenz und mache möglichst viel davon, denn das was du gerne tust, tust du gut!“ lautete die komprimierte TMS-Botschaft.

In bunt gemischten Gruppen wurde dann zu ausgewählten Fragestellungen weitergearbeitet wie z.B. Wie kann der Informationsfluss verbessert werden? Wie können noch weitere Ehrenamtliche gewonnen werden? Wie vermeiden wir Überforderung? Es war beeindruckend, mit welchem Einsatz hier Lösungsansätze erarbeitet und präsentiert wurden.

Mit dem Zitat „Unsere Gesellschaft wird vor allem durch diejenigen zusammengehalten, die bereit sind, mehr zu tun als ihre Pflicht!“ zollte Bernhard Goldschmidt im Namen des Diakonischen Werkes abschließend allen Besuchern Anerkennung  und Wertschätzung für ihr Engagement in der Flüchtlingshilfe. Er wünschte „weiterhin gutes und geduldiges Wachstum der Arbeit ähnlich wie bei den Frühlingsveilchen“ mit denen die Besucher gut gelaunt ihre Heimreise antraten.

Weitere Informationen sind erhältlich unter Diakonisches Werk im Neckar-Odenwald-Kreis, Tel. 06261-9299-100, asyl@diakonie-nok.de, www.diakonie-nok.de.

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(Foto: privat)

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