TSV Mudau: Wermutstropfen „1 Mannschaft“

Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger: „Vereins muss sich mit seinen großen Leistungen nicht verstecken“

 

  

Mudau. (lm) Auf ein fast durchweg erfolgreiches und zufriedenstellendes Jahr blickte der „TSV 1863 Mudau“ während der Jahreshauptversammlung im schmucken vereinseigenen Sportheim zurück. Als einziger Wermutstropfen kristallisierte sich aus den Berichten der mangelnde sportliche Erfolg der 1. Mannschaft heraus.

Doch das konnte den Optimismus der Vorstandschaft um den 1. Vorsitzenden Ralf Hauk nicht beeinträchtigen. Im Beisein zahlreicher Mitglieder, Ehrenmitglieder und Gäste, darunter Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und Ortsvorsteher Siegfried Buchelt, dankte er allen, die sich sportlich oder arbeitstechnisch für die Belange des Traditionsvereins eingesetzt hatten sowie der Gemeinde, dem Förderverein, der JSS-Stiftung und dem Badischen Sportbund für die finanzielle Unterstützung bei den jüngst getätigten Sanierungen des Hauptspielfelds im altehrwürdigen Odenwaldstadion, die immerhin rd. 150.000 Euro betrugen. Damit habe der TSV in den letzten fünf Jahren eine halbe Million Euro in seine Anlage investiert und gleichzeitig eine deutliche Aufwertung des Ortsbildes erreicht. In diesem Zusammenhang bat er die Gemeindeverwaltung noch um Unterstützung beim Anlegen des Umfeldes und stieß auf offene Ohren bei Dr. Rippberger.

Schriftführer Harald Grimm verlas das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung und ergänzte in Kurzform die wichtigsten Aktivitäten im Berichtsjahr. Dazu gehörten neben sechs durchgeführten Altpapiersammlungen und elf Sitzungen zur Organisation vor allem die Arbeiten der Gartenbaufirma Moser-Bau zur Sanierung des Hauptspielfeldes, die besonders viel Raum im vergangenen Jahr eingenommen hatten und noch nicht ganz abgeschlossen seien. Weiter seien erfolgreiche Jugendturniere und Abendveranstaltungen durchgeführt und die Überdachung der alten Tribüne abgerissen worden. Dankbar sei man der Feuerwehr, die in dem trockenen Sommer die Wassertanks zur Platzberegnung aufgefüllt hatte. Der Kassenbericht von Hauptkassier Reiner Kistner fiel trotz der großen Ausgaben und Darlehensverpflichtungen überaus zufriedenstellend aus, was die Kassenprüfer Rolf Link und Gerald Hemberger lobend bestätigten und sich gleichzeitig für die hervorragende umfangreiche Arbeit der gesamten Vorstandschaft im Namen der Mitglieder bedankten. Entsprechend einstimmig fiel auch die Entlastung aus.

Von den Seniorenmannschaften wusste Timo Huberty zu berichten, dass die 1. Mannschaft derzeit auf Platz 10 steht und es notwendig sei, alle Kräfte zu bündeln, um endlich aus dem Tief herauszukommen. Dagegen seien die Leistungen des 2. Mannschaft in SG mit Schloßau überaus zufriedenstellend. Hier befinde man sich derzeit auf dem 1. Tabellenplatz mit guten Aussichten auf die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die A-Klasse. Jugendleiter Marko Edens informierte, dass rd. 20 Trainer und Betreuer sich derzeit um knapp 140 Jugendliche in diversen Spielgemeinschaften mit den Ortsteil-Sportvereinen kümmern, und zwar von den Bambinis bis zur A-Jugend. Dass hier gute Arbeit geleistet werde, die sich bereits auszahle, zeige – so Ralf Hauk lobend – die bevorstehenden Meisterschaften und Spiele um den Badischen Pokal sowohl der A- als auch der B-Jugend.

Den Bericht von Richard Oeden für die AH verlas Klemens Herkert, der deutlich machte, dass man sich in dieser „Abteilung“ hauptsächlich mit Freundschafts- und Trainingsspielen bzw. Radtouren und turnerischen Sportarten beschäftige und eine hervorragende Kameradschaft pflege. Zweiwöchentliche Radtouren würde regelmäßig auch die Freizeitsportgruppe durchführen, was laut Klaus Schork aber durchaus noch ausbaufähig sei. Und dem Bericht von Petra Haas war zu entnehmen, dass die Damengymnastik derzeit von 30 Mitgliedern getragen werde, die sich zu 28 Übungsabenden und zahlreichen geselligen Aktivitäten getroffen hatten.

Auf Nachfrage von Klemens Herkert erläuterte Ralf Hauk unter dem Punkt „Verschiedenes“, dass die Platzsanierung noch nicht ganz abgeschlossen sei. Die Firma Moser sei noch mit Nachbesserungen beschäftigt, die aber sichtlich greifen und sicher vor Ablauf der Garantie erledigt sein würden. Angelo di Lenarda sprach dem jungen Schiedsrichter Daniel Schäfer unter Beifall besondere Hochachtung aus und Rolf Mechler lobte zum einen die ganz hervorragende Entwicklung des TSV, wobei er aber auch um intensive Unterstützung der 1. Mannschaft bat, die dringend aus dem Tief herauskommen müsse.

Bürgermeister Dr. Rippberger beruhigte die Gemüter, indem er betonte, dass man sportlich eben nicht nur oben stehen könne, sondern das spannende Auf und Ab akzeptieren solle. Grundsätzlich müsse sich der TSV mit seinen großen Leistungen nicht verstecken, denn sein erstes Ziel, für die Mitglieder da zu sein, bewältige der Verein mit Bravour. Dieser Meinung war auch Ortsvorsteher Siegfried Buchelt, der die ehrenamtlichen Leistungen zur Bereicherung der örtlichen Lebensqualität hervorhob. Nach einem Dankeschön von Helmut Volk an den Gemeindebauhof für die „maschinelle“ Unterstützung während der zahlreichen Sanierungsmaßnahmen schloss der offizielle Teil des Abends mit dem Vereinslied „Rot und Weiß“.

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