Loyal, verantwortungsbewusst, hilfsbereit“

Vollzugskarriere von der Pike auf – Amtsinspektor Alois Fieger im Ruhestand
 
   Adelsheim. (bd) Eine beachtliche Vollzugskarriere hat kürzlich in der JVA Adelsheim ihren Abschluss gefunden. Nach über 35 Jahren in Uniform schied Amtsinspektor Alois Fieger, der Leiter der Sicherheits- und Transportabteilung aus der Jugendvollzugsanstalt aus.
 Bei seiner Verabschiedung vor seiner Wochenenddienstgruppe und bei der Anstaltsleitung ließen Anstaltsleiterin Katja Fritsche und der Oberinspektor im JVD Harald Schwab als stellvertretender Vollzugsdienstleiter die vollzugliche Laufbahn Fiegers kurz Revue passieren und hoben seine hohe fachliche wie soziale Kompetenz hervor.
 
 Vor Eintritt in den Justizdienst am 01.10.1980 hatte der in Waldstetten aufgewachsene Fieger das Schreinerhandwerk erlernt und zehn Jahre in seinem Ausbildungsbetrieb gearbeitet. Bereits in der zweijährigen Vollzugsausbildung gehörte Fieger zu den Lehrgangsbesten, nach seiner Übernahme als Assistent wurde ihm im Oktober 1983 die „Eigenschaft eines Beamten auf Lebenszeit verliehen“, nachdem er bereits in der Probezeitbeurteilung die Leistungserwartungen übertroffen hatte. Seine Einsatzgebiete waren der Stockwerksdienst im Zugangsbereich und der Untersuchungshaft-Abteilung sowie zusätzlich zeitweise in einer Abteilung für schwierige Gefangene, aufgrund guter Bewährung erfolgte im Jahr 1986 die Beförderung zum Sekretär, drei Jahre später zum Obersekretär. 1998 gelang mit der Ernennung zum Hauptsekretär im Justizvollzugsdienst der nächste Kariereschritt, nachdem Fieger in die Abteilung Sicherung-Transport-Besuch gewechselt war und auch als Spätdienstleiter weitere Verantwortung übernommen hatte. Leistungskonstanz und Verantwortungsbereitschaft, die er in Folge als Wachhabender und Vertreter des Wochenenddienstleiters bewies, ermöglichte ihm 2007 die Beförderung in das Spitzenamt der Laufbahn, die Ernennung zum „Amtsinspektor“. Zum März 2011 schließlich wurde er aufgrund seiner Vollzugsmanagement-Qualitäten zum Leiter der „STB“ bestellt, aus der er nun zum Bedauern der Anstaltsleitung und seiner Kollegen ausschied.
 
 Harald Schwab hob hervor, dass Fieger als „loyal, verantwortungsbewusst und jederzeit hilfsbereit“ charakterisiert werde und auch gerne seine handwerkliche Kompetenz zum Nutzen der JVA eingebracht habe. So habe auch sie ihn seit ihrem Amtsantritt kennen und schätzen gelernt, betonte Anstaltsleiterin Katja Fritsche, weshalb sie gerne noch länger mit Fieger zusammengearbeitet hätte. Alois Fieger ließ durchaus Wehmut erkennen seine JVA, die er als guten Arbeitsort, in der man mit Freude seinem Beruf nachgehen könne, würdigte, nun verlassen zu müssen, doch freue er sich auf den Ruhestand, den der umtriebige Pensionär sicher nicht nur in seinem Wohnort Altheim verbringen wird.
 


(Foto: privat)
 

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