Großeicholzheim: „Markttreiben früher und heute“

  (lm) Gut, dass Großeicholzheim auf den rührigen Verein GusG und dessen leidenschaftlich agierenden Mitglieder stolz sein kann, denn vor allem deren Einsatz wird den Besuchern des Seckacher Straßenfestes mit Gewerbeschau ein unvergessliches Erlebnis im Gedenken an 500 Jahre Marktrecht bleiben.

Deutlich wurde das im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Gewerbevereins Seckach, zu der Vorsitzender Kurt Hockwin auch Bürgermeister Thomas Ludwig und Helmut Kegelmann vom GusG begrüßen konnte.

So stand auch der Bericht von Schriftführer Reinhold Rapp nach dem Verlesen des Protokolls der letzten Jahreshauptversammlung ganz im Zeichen der Planungen zu der Großveranstaltung, die am 24. und 24 Juni 2017 stattfinden soll. Aus der Statistik gab er bekannt, dass der Verein derzeit von 22 Mitgliedern getragen wird.

Dem Kassenbericht von Helmut Röcker war zu entnehmen, dass sich die Finanzen nach den Investitionen zur Gewerbeschau bei der Vorstellung des Bahnhofsareals wieder erholt haben, was auch Kassenprüfer Bernhard Nonnenmacher im Zusammenhang mit einer überaus korrekten Bilanz bestätigte. So fiel die Entlastung von Kasse und Vorstandschaft seitens der Mitglieder auf Antrag von Bürgermeister Ludwig auch als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit einstimmig aus.

Helmut Kegelmann ließ die Chronik der 500 Jahre Marktrecht kurz Revue passieren, wonach Anselm von Eicholzheim im Jahr 1510 zwei kaiserliche Märkte installierte. Doch dabei blieb es nicht, es seien weitere Märkte hinzugekommen, wobei sich drei Märkte bis zum 1. Weltkrieg fest etabliert hatten und Jahr für Jahr als die Highlights im Dorf galten.

Und obwohl der Großeicholzheimer Bürgermeister zunächst 1947 beim statistischen Landesamt Karlsruhe nachfragte, ob diese drei Krämermärkte nach der alten Marktregen wieder eingeführt werden dürften und 1951 um Vormerkung im Marktverzeichnis bat, konnte die Tradition nicht wiederbelebt werden.

In seinem Grußwort erläuterte der Bürgermeister zunächst, dass die viele Arbeit, die sich der einstige Arbeitskreis „Wirtschaft“ gemacht habe, bis heute positiv auswirke – so z. B. bei der Datenautobahn, die in absehbarer Zeit die ganze Gemeinde durchziehen werde. Weiter informierte er darüber, dass das Bahnhofsempfangsgebäude zur Bestandserhaltung – auch mit Zustimmung des Regierungspräsidiums – saniert wird.

Betreffend der Dreifach-Veranstaltung im kommenden Jahr sei klar, dass sich die Gemeindeverwaltung um die Organisation des Straßenfestes kümmern werde, die Verantwortung für die Gewerbeschau in den Händen des Gewerbevereins liege und der Verein „Großeicholzheim und seine Geschichte“ mit einem durch historische Marktbeschicker ausgestattetes Treiben zu „500 Jahre Marktrecht Großeicholzheim“ magnetisches Kontrastprogramm zu der modernen Gewerbeschau auf die Beine stellen sollte.

„Markttreiben früher und heute“ könnte damit verdeutlicht werden. Der „Startschuss“ für die Vorbereitungen zu dem Großevent war damit gegeben.

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