„Mission DHBW“ in Rumänien und Bulgarien

Zwei Länder, dreizehn Schulen, zwei Tagungen, 2.000 Kilometer
 

    (ots) Über 2.000 Kilometer binnen eineinhalb Wochen sind Stefan A. Riedl und Florian Küchler im Namen der DHBW Mosbach durch Rumänien und Bulgarien getourt. Sie haben zwei Tagungen und 13 Schulen besucht, besiegelten vier Duale Schulpartnerschaften, sprachen mit gut 230 Lehrern und rund 400 Schülern. Vor wenigen Tagen kehrten sie zurück, und der Erfolg dieser „Mission DHBW“ ist schon wenige Tage nach deren Abschluss sichtbar.
 
 Nein, eine Vergnügungsreise war es nicht, was die beiden da absolviert haben. Das Arbeitspensum – auf den ganzen Tag, nicht selten von 6.30 bis 23 Uhr, verteilt – ließ keine Zeit für Kultur und Sightseeing. Selbst die Wochenenden waren prall gefüllt mit Programm und Gesprächen. Immer ging es darum, das Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, das Studienangebot der DHBW Mosbach und die Vorteile der Verzahnung von Theorie und Praxis zu erläutern. Und das längst nicht nur vor Schülern und Lehrern: Vertreter von Botschaft, Ministerium, Schulämtern und auch Bürgermeister zeigten Interesse. Der Besuch aus Deutschland wurde zudem von vielen Print- und Online-Medien wahrgenommen, nationale Presseagenturen verbreiteten Berichte über das duale Studium in Mosbach und Bad Mergentheim, Angebote wie „Sommer im Schloss“ oder Bewerberwochen, sowie die neuen Dualen Schulpartnerschaften.
 
 „Viele glauben nicht, dass es schon während des Studiums ein Gehalt gibt“, kennt Stefan Riedl die Skepsis mancher ausländischer Schüler. Auch die direkte Verzahnung von Studium und Praxis sei in den beiden Ländern unbekannt. „Wir sind ‚Kronzeugen‘ dafür. Deshalb ist es gut, dass wir vor Ort gehen und unser duales Studium immer wieder erklären.“ Denn auch wenn „Dual“ bereits eine Art deutscher Exportschlager ist, die größte Hochschule Baden-Württembergs ist in Teilen der beiden Länder noch wenig präsent. Das dürfte sich durch die DHBW-Tour Riedls und Küchlers merkbar verändert haben, sind doch viele ihrer schon bestehenden und neu gewonnenen Kontakte vom Angebot der DHBW überzeugt. Beide Mitarbeiter der DHBW Mosbach kennen die Zielländer gut, denn beide haben bereits in Rumänien bzw. Bulgarien gearbeitet und unterrichtet.
 
 Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), deren Koordinator in Bulgarien, Jörg Kassner, einer der Gesprächspartner von Riedl und Küchler war. Auf der ZfA-Tagung in Sofia konnten die beiden DHBW-Vertreter den Tag mit Vorträgen und Präsentationen über das Duale Studium gestalten. Die ZfA-Koordinationsstelle für Bulgarien wurde zudem mit Urkunde als Dualer Schulpartner begrüßt. Workshop und Vorträge hielten die beiden außerdem bei der 25. Jahrestagung des bulgarischen Deutschlehrer-Verbands in Ruse an der Donau.
 
 Nach den ersten zwei Tagen in Rumänien, an denen vier Schulen und das deutsche Banater-Forum in Reschitza besucht wurden, ging es nach Bulgarien, wo außer Schulterminen und Tagungen auch die Begegnung mit Eltern einer dualen Studentin sowie das Treffen mit einer zukünftigen DHBW-Studentin auf dem Programm standen.
 
 Besonders beeindruckt hat Riedl, dass die meisten der 400 Schüler, die er getroffen hat, freiwillig zu den Terminen kamen und echtes Interesse zeigten. Auch Eltern haben bereits an den besuchten Schulen angerufen, um sich über das Studium an der DHBW zu informieren. Sehr genau nachgefragt haben auch die rund 230 Pädagogen, mit denen Riedl und Küchler zusammenkamen – in erster Linie einheimische Deutschlehrer, aber auch Lehrer aus Deutschland, die in Bulgarien oder Rumänien unterrichten. Neben der ZfA wurden an die Fremdsprachengymnasien in Lovech, Plovdiv und Kardzhali Duale Schulpartner-Urkunden der DHBW Mosbach verliehen.
 
 Der Erfolg der DHBW-Tour ist schon jetzt sichtbar, freut sich Stefan A. Riedl, der an der DHBW Mosbach für die internationale Kooperation zuständig ist: „Wir haben vier direkte Bewerbungen für ein Studium noch 2016 mitgebracht.“ Schon am Tag der Rückkunft waren außerdem sechs Mails eingegangen mit Bewerbungen für „Sommer im Schloss“ und die Bewerberwochen im November. Riedl erwartet viel weiteres Interesse, ausgelöst nicht nur durch die Werbung vor Ort sondern auch durch die breite Medienresonanz in den beiden Ländern. Dass die rumänischen und bulgarischen Pädagogen begeistert sind vom Angebot an den Campus Bad Mergentheim und Mosbach, drückt die Aussage einer Lehrerin recht deutlich aus: „Das ist das Bonbon dafür, dass die Schüler jahrelang die deutsche Sprache erlernt haben.“
 
 Schon in wenigen Tagen ist Stefan Riedl wieder auf Achse in Sachen DHBW-Studium. Dann geht es für zwei Tage nach Frankreich.
 


Übergabe der Urkunde „Dualer Schulpartner der DHBW Mosbach“ an die Direktorin des Fremdsprachengymnasiums „Hristo Botev“ in Kardzhali. Unser Bild zeigt von links: Yordanka Chavdarova, durch Stefan A. Riedl, Internationale Kooperation, und Florian Küchler, Leiter Auslandsamt (Foto: pm)

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