CDU Seckach diskutiert Wahlniederlage

Ehrenvorsitzenden Edgar Baier für Verdienste gewürdigt
  (lm) Lebhafte und tiefgründige Diskussionen über den Fortbestand des CDU-Ortsverbandes, die extremen Stimmenverluste bei der Landtagswahl und deren Ursachen sowie die Inhalte der künftigen Politik bestimmten den Tenor der Mitgliederversammlung in Zimmern.
 
 Doch zunächst würdigten Dr. Mark Fraschka im Namen des Landesverbandes und Otto Schmutz als Vorsitzender des Landesverbandes die Verdienste des Ehrenvorsitzenden Edgar Baier, der über 22 Jahre maßgeblich die Geschicke des Seckacher Ortsverbandes im positivsten Sinne bestimmt hatte.
 
 Unter Wahlleitung von Bürgermeisterstellvertreter Alexander Winter fiel das Votum zu folgenden Mitgliedern als Delegierte für die Wahlkreisvertreterversammlung zur Bundestagswahl einstimmig aus: Otto Schmutz, Josef Ackermann, Kurt Pensky, Gerhard Bender. Zu Ersatzdelegierten wurden Reiner Müller, Daniel Parstorfer, Ursula Schmutz und Alois Malcher gewählt.
 
 In seinem Rechenschaftsbericht ließ Otto Schmutz die Veranstaltungen Revue passieren, bei denen der CDU-Ortsverband im Berichtsjahr präsent war, entweder durch ihn selbst oder durch mehrere Mitglieder. Dabei nannte er den Landesparteitag in Ulm, den traditionellen Neujahrsempfang der CDU Bauland Gemeindeverbände in Osterburken mit Guido Wolf, die Fahrt zum Landtag mit der Kreis-CDU und die eigene Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen. Weiter erinnerte er an die Ortsvorsitzendenkonferenzen in Dallau und Walldürn, die Beteiligung am Straßenfest in Zimmern, die Ortskonferenz der CDU-Fraktion in Leonberg, den Besuch der Bundestagsabgeordneten Nina Warken in der Gemeinde Seckach, die erfolgreichen Aktionen beim Ferienprogramm in Kooperation mit dem Verband Wohneigentum, die Teilnahme am traditionellen Hoffest der CDU Waldbrunn, aber auch die Bewirtung der Jahreshauptversammlung des Bauernverbandes.
 
 Auf Einladung des Kreisverbandes konnte man die Firma Silo-Spitzer in Dallau besichtigen, die Podiumsdiskussion des CDU Stadtverbandes Merchingen sowie den Kreisparteitag in der Schefflenzer Roedderhalle mit Guido Wolf als Hauptredner bereichern und einen Frühschoppen mit Peter Hauk genießen. Nachdem der Wahlwerbebus der JU für Peter Hauk kurz vor der Landtagswahl noch einmal in Seckach geworben hatte, war die Enttäuschung über das schlechte Ergebnis noch bitterer.
 
 Auf die Ursachen ging Dr. Mark Fraschka in seinem Referat ein, der klar Stellung nahm, dass man sich dringend zusammenreißen und die Fehler der Vergangenheit ausmerzen müsse. In einem ersten Schritt habe man einen echten Fachmann für Wahlanalysen engagiert und dieser hat vor allem ein Glaubwürdigkeitsproblem festgestellt, neben einer nicht ansprechenden Plakatwerbung. Außerdem hätten dem Spitzenkandidaten Demut und Anstand gefehlt. Darüber hinaus sei allen in der Partei klar, dass Kretschmann nicht nur eine Menge Charisma ausstrahlt, er habe auch keine Fehler gemacht und so die Grünen zur „Baden-Württemberg-Partei“ geführt. Dr. Fraschka meinte auch, dass die Koalitionsverhandlungen gut laufen, und in dieser Stellung wolle man auch den Ausverkauf des ländlichen Raumes stoppen.
 
 Edgar Baier hielt sich an die alte Weisheit „Einigkeit macht stark“ und diese Einigkeit vermisse er sowohl in der Landes- als auch in der Bundes-CDU, obwohl die Ortsvereine sie vorleben. In seinem Ausblick erinnerte Otto Schmutz an den Kreisparteitag in der Mudauer Odenwaldhalle und an die Einladung des CDU-Stadtverbandes Reichenbach von zu einem kommunalpolitischen Meinungsaustausch.
 
 Abschließend dankte er allen, die sich für die Belange des Seckacher CDU-Ortsverband eingesetzt hatten und appellierte an die Mitglieder die Partei auch in diesen schwierigen Zeiten weiter zu unterstützen.


Unser Bild zeigt von links: Otto Schmutz, Edgar Baier und Dr. Mark Fraschka. (Foto: Liane Merkle)

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3 Kommentare

  1. „Kretschmann habe auch keine Fehler gemacht und so die Grünen zur „Baden-Württemberg-Partei“ geführt […] wolle man auch den Ausverkauf des ländlichen Raumes stoppen“

    Hat er nun Fehler gemacht oder nicht?

  2. zu deiner Aufklärung@Silke,
    30% haben Grüne-Kretschmann
    gewählt.
    70% haben GRÜN nicht gewollt.

    29% haben Wolf -CDU gewählt.
    71% haben Wolf CDU nicht gewollt.

    Doch nun bekommen 100% CDUGRÜN
    Also eine Art Diktatur der Minderheiten
    von CDUGRÜN gegen a l l e Wähler.
    Sogar gegen ihre eigenen.

    Im Neckar-Odenwald-Kreis (MOS) „re-
    giert“der Landrat.Dieser wurde auch
    keinem Kreisbürger gewählt.

  3. Im Neckar-Odenwald-Kreis (MOS)
    „re-
    giert“ der Landrat.Dieser wurde auch
    v o n
    keinem Kreisbürger gewählt.

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