Waldbrunn: MTB-Festival im Umbruch

Ab nächstem Jahr 3-Stunden-Rennen am Katzenbuckel

 von Marina Hofherr

Waldbrunn.  Der Wettergott meinte es am vergangenen Samstag mit den Radlern des VFR-Waldkatzenbach und deren Gäste zum traditionellen Saisonauftakt der Mountainbiker am höchsten Berg des Odenwalds, dem Katzenbuckel mit 626m NN, ganz besonders gut. Bei frühsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein machten sich 300 Starterinnen und Starter aus ganz Süddeutschland auf nach Waldbrunn, um sich am exzellent organisierten Mountainbike-Marathon und den begleitenden Kinder-Rennen zu beteiligen.

Insgesamt neun Wettbewerbe wurden in den unterschiedlichen Alters-, Geschlechts- und Leistungsstufen ausgelobt. Die Altersstruktur spannte sich dabei vom Sechsjährigen in der Schülerklasse I bis hin zum 64-Jährigen-Starter in der Seniorenklasse II. Es mussten Distanzen von 1,4 km bei den jüngsten Schülern bis auf 72 km in der Königsklasse des Mountainbike-Festivals, den Marathon überwunden werden. Hier wurden vier Runden á 17,964km und rund 1600 Höhenmeter absolviert.

Die mit viel Enthusiasmus verfolgten Schüler-Rennen am Morgen verliefen verletzungsfrei und boten den Kindern die Möglichkeit  sich bei viel Spaß auszuprobieren. Fairness und Leistungsanerkennung wurden hier von Seiten der Veranstalter großgeschrieben. Jedes Kind erhielt eine Urkunde, einen Pokal und eins der vielen, großzügigen Sponsorengeschenke. Peter Ihrig, Leiter der Radsportabteilung des VFR Waldkatzenbach und Hauptorganisator bedankte sich bereits bei diesen ersten Siegerehrungen bei den Sponsoren ohne die die Durchführung einer derartigen Veranstaltungen nicht möglich gewesen wäre. Eine Besonderheit stellten hierbei auch die hochwertigen, vom VFR-Urgestein Hans-Jürgen Wagner von Hand gefertigten Siegerpokale – Stahl-Mountainbike in Stein eingelassen – dar, so Ihrig.

Siegerin in der Klasse Schüler I ( 1,4 km) war Johanna Ziegler Jahrgang 2008 mit 5:11,4 min, bei den Jungs Kai Nostadt Jahrgang 2008 in einer Zeit von 4:20,8 min. Sarah Joho, Jahrgang 2006 siegte in einer Zeit von 13:15,2 min über die Distanz von 2×2,0 km, Sieger in der Jungenklasse wurde hier Felix Tritschler, Jahrgang 2006 in 11:39,7 km. Weiter ging der Renn-Reigen mit den Schülern III über die Distanz von 2×2,4 km. Siegreich waren Lea Kumpf, Jahrgang 2005 in 17,50,0 min und Lars Gräter in 14:40,4 min. In Klasse IV (3×2,4 km) siegten Hannah Banspach, Jahrgang 2002 in 27:22,9 min und Julian Kübler, Jahrgang 2002 in 20:58,0 km.

Spannend wurde es dann gegen 13:30 Uhr, dem Startzeitpunkt der Jugend, die eine 16km-Strecke zu bewältigen hatten. Hier zeigte sich schon der ausgeprägte Siegeswille der Starter, Malte Knöll konnte das Rennen in fabelhaften 51:14,8 min für sich entscheiden, weibliche Teilnehmerinnen gab es bei diesem Wettbewerb keine, insgesamt nahmen 62 Kinder und Jugendliche teil.

Zur Hitzeschlacht entwickelte sich das Königs-Rennen bei der der ein oder andere Starter zurückbleiben oder verletzt aufgeben musste. Dank der engmaschigen Streckenposten, dem Deutschen Roten Kreuz und motorisierten Streckenkontrollen konnte allen Hilfebedürftigen schnell geholfen werden (NZ berichtete). Ein besonderer Dank galt dabei einem Ersthelfer, der mit seiner Hilfeleistung an seinem Vordermann eine Spitzenposition aufgab. Die Verletzungen des Gestürzten hielten sich dabei entgegen ersten Befürchtungen glücklicherweise in Grenzen. In einem spannenden Rennen lieferten sich die Starterinnen und Starter zum Teil ehrgeizige Zweikämpfe. Die Spitzen-Runden-Zeit von 41:05,0 min. wurde auf der Einsteigerstrecke außer Konkurrenz vom Lizenzfahrer Andreas Basler, Jahrgang 1986 gefahren. Diese Zeit zeigt deutlich das Neiveau und die Qualität des Rennen auf, dessen Streckenverlauf sich größtenteils auf engen, steilen Trails auf und rund um den Katzenbuckel verlief. Um den verschiedenen Leistungsklassen gerecht zu werden unterschied man zwischen Lizenz- und Hobbyfahrern. Lizenzfahrer fuhren in den Hobby-Klassen außer Konkurrenz.

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In einem starken Rennen gewann das Hauptrennen des Tages, die 72 km-Langstrecke bei den Damen Tina Durst, Jahrgang 1981, in 4:07:10,8 h. Bei den Seniorinnen I siegte Gwenda Rüsing, Jahrgang 1971 mit der fantastischen Zeit von 3:41:30,9 h. Bei den Herren dominierte Jörg Pfefferle, Jahrgang 1982 in einer Zeit von 3:06:30,9 h. Dicht gefolgt von von Andreas Bicek der, Jahrgang 1971 mit 3:08:55,2 h, der in der Seniorenklasse I startete. Mit 3:11:22,0 war bei den Senioren II Peter Schnaufer, Jahrgang 1965 erfolgreich. Das Mixed-Rennen entschieden  Klaus-Jörg und Annika Marzina, Jahrgang 1972 und 1984 mit einer Gesamtzeit von 7:40:34,87 h für sich. Die Lizenzfahrerin  Lisa Heckmann, Jahrgang 1988, gewann mit einer Zeit von 3:32:06,4 h als schnellste Teilnehmerin des Tages. Mit der Spitzenzeit von 2:57:39,9 h brachte Lizenzfahrer Andre Schulz, Jahrgang 1991den Sieg in dieser Wertung nach Hause.  Auf der Kurzdistanz siegte bei den Damen Sara-Diane Gorges, Jahrgang 1980  in 1:52:08:0 h. Das Seniorinnen I-Rennen entschied Nadine Wöltje, Jahrgang 1972 mit 2:00:58,2 h für sich.  Seniorinnen II wurde von Sigrid Poullie, Jahrgang 1952 knapp dahinter in 2:01:16,8 gewonnen. Florian Eitel, Jahrgang 1989 war mit 1:28:14,9 h der schnellste Herr auf der Einsteigerstrecke. Senioren I entschied Thomas Wekenmann, Jahrgang 1973 mit 1:36:28,1 h für sich. In der Wertung Senioren II fuhr Jochen Oberföll, Jahrgang 1960 mit 1:45:41,5 h den Sieg nach Hause. Das Mixed wurde von Gregor Goebel und Verena Weisenberger, Jahrgang 1984 und 1986 mit 3:36:31,42 dominiert.

Resümee des Hauptorganisators Peter Ihrig war, dass das herrliche Wetter zum Erfolg des Mountainbike-Festivals ebenso beitrug wie das engagierte Helferteam des VfR Waldkatzenbach, die eloquente Moderation Armin Kapells sowie die passende, musikalische Umrahmung des Tages und technische Ausstattung von Christian Gerbig-CG-Music Veranstaltungstechnik. Peter Ihrig: „Ich freue mich, dass wir alle einen entspannten Tag mit echtem Festivalfeeling erleben durften und schließe den Tag mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Eine Ära geht zu Ende, 19 Jahre haben wir einen Mountainbike-Marathon ausgetragen und freuen uns nun auf künftige „3-Stunden-Rennen“. In unserem Jubiläumsjahr beschreiten wir damit einen neuen Weg. Ein besonderes Highlight ist dabei, dass unser Jubiläum mit der 200-Jährigen Lizenzvergabe für das von Karl Freiherr von Drais erfundene Laufrad zusammenfällt. Drais hat mehrere Jahre seines Lebens hier in Waldkatzenbach, der heutigen Freiherr-von-Drais-Straße zugebracht. Dazu werden wir uns als Wiege des Radsports natürlich etwas einfallen lassen. Man darf gespannt sein.“

Sein Dank galt abschließend auch Bürgermeister Stellvertreter Andreas Geier der für den im Urlaub befindlichen Bürgermeister Markus Haas den Startschuss des Hauptrennens übernahm und dem Bauhof der Gemeinde Waldbrunn, der die Organisatoren tatkräftig unterstützte.

Schuelerrennen VFR 2016
(Foto: Alexander Beck)

© www.NOKZEIT.de


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