Kochendorf: Schleusentore instand gesetzt

20 Tonnen schweren Obertore wurden mit einem Autokran ausgehoben
 

 (ots) Die zwischenzeitlich 60 Jahre alten Obertorflügel der rechten Schleusenkammer in Kochendorf wurden durch den Dauerbetrieb im Laufe der Jahre geschädigt. Die Bauwerkinspektion des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg im letzten Jahr ergab, dass eine Instandsetzungsmaßnahme erforderlich ist, um die Schleuse weiter sicher betreiben zu können.
  Mittels eines 220 Tonnen schweren Autokrans wurden am Dienstag die Tore ausgehoben. Der Projektleiter für die Maßnahme im Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg, Siamak Akhavanpour, erläutert den Ablauf: „Die Tore wurden auf einen Schwertransporter verladen. Dieser transportierte die Tore nach Ahrenshausen (Thüringen). In einer Spezialhalle wird nun die beschädigte Rostschutz-Beschichtung abgestrahlt. Es folgt eine Begutachtung der Torstruktur, korrodierte Stahlriegel und Bleche werden ersetzt, abgenutzte Nieten werden neu eingeschlagen und ein neuer Korrosionsschutz wird aufgebracht“.
 
 Nach den Planungen des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg sollen die Torflügel bis Mitte August wieder eingebaut werden. Die Kosten liegen bei rd. 400.000 Euro. Der Auftrag wurde an die Firma Dobritsch Stahlbau GmbH in Gräfenhainichen vergeben.
 
 Die Maßnahme findet im Rahmen des jährlichen Schleusenreparaturprogrammes des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg statt. Dieses wird seit den 1970-er Jahren auf Grundlage der gemeldeten Bauwerksmängel von Bauwerksprüfung, Bauwerksüberwachung und Bauwerksbesichtigung erstellt. Dabei geht es neben der Beseitigung von Schäden an den Toren um den Austausch von Verschleißteilen an den Schleusentoren (Lager, Dichtungen), den Füll- und Entleerungsorganen (Lager, Dichtungen) sowie an den Antrieben.
 
 Das WSA Heidelberg strebt eine hohe Verfügbarkeit der Wasserstraße für die Schifffahrt an und begrenzt die Kammersperrungen auf das unbedingt notwendige Maß. Daher werden die planbaren Arbeiten für die Bauwerksprüfungen und die Instandsetzungen, die eine Trockenlegung oder Außerbetriebnahme der Schleusenkammer erfordern, an allen betroffenen Schleusen in einem lange vorher mit der Schifffahrt abgestimmten Zeitraum durchgeführt. Die einzelnen Kammersperrungen können von wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten, je nach Anfall an Reparaturmaßnahmen, andauern.
 


Mittels eines 220 Tonnen schweren Autokrans wurden am Dienstag die Tore ausgehoben. (Foto: pm)
 

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