Stadt Mosbach rüstet Straßenlaternen um

LED-Einsatz reduziert den CO2-Ausstoß und Energiekosten
 

 (pm) Es ist noch gar nicht so lange her, dass bei den Kommunen Vertreter mit den ersten LED-Modulen für Straßenlaternen vorsprachen. Bei der Stadt Mosbach glaubte Mario Hackel, zuständig für die rund 4.500 im Stadtgebiet vorhandenen Straßenlaternen, zunächst nicht daran, dass sich diese neue Technik so schnell durchsetzen werde. Das hat sich geändert – heute ist bereits annähernd die Hälfte aller Straßenleuchten in Mosbach mit der modernen Technik ausgestattet. Dazu wurde zunächst viel Geld in die Hand genommen; rund 850.000 Euro investierte die Stadt Mosbach bisher in die moderne Lichttechnik.
 
 Mit Blick auf die Stromzähler wird sich die Investition der Stadt bereits in wenigen Jahren bezahlt machen: die Stromverbräuche für die Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet haben sich mehr oder weniger halbiert. Dieselbe Einsparungsquote gilt auch für das klimaschädliche Treibhausgas CO2. Dieses ging ebenfalls um die Hälfte zurück, es werden momentan rund 450 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr eingespart.
 
 Im Bereich von Mosbach, Neckarelz und Diedesheim sind die meisten Leuchten bereits auf die neue Technik umgestellt. Aktuell ist der Lohrtalweg an der Reihe, wo sich auch Oberbürgermeister Jann vor Ort davon überzeugte, wie der Austausch der Leuchten vonstattengeht. Ersetzt werden muss dabei nicht der komplette Mast, lediglich der Leuchtenaufsatz wird mithilfe eines Hubsteigers ersetzt. Neben den LED-Leuchten haben auch die Metalldampflampen, die ebenfalls im Stadtgebiet zu finden sind, einen hohen Wirkungsgrad und gelten als umweltfreundlich. 100 Leuchten dieses Typs sind insbesondere in der Innenstadt eingesetzt. Die mittlerweile als ineffizient geltenden Quecksilberdampflampen, die laut EU-Vorschrift seit 2015 nicht mehr im Handel sein dürfen, sind noch an rund 100 Lichtpunkten im Einsatz. Auch sie werden in nächster Zeit gegen effiziente Leuchtmittel ersetzt.
 
 Sehr hilfreich für die städtischen Investitionen waren die Förderungen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit als auch der Landesförderung Klimaschutz Plus. Die Förderquote von rund 25 Prozent wurde an die Maßgabe gekoppelt, mindestens 60Prozent Energie einzusparen. Diese Fördervoraussetzung konnte man in Mosbach erreichen, zum Teil auch mehr.
 
 Neben dem wichtigen Meilenstein „Klimaschutz“ erzielte man zudem eine bessere Ausleuchtung bei weniger Energieeinsatz. Zurücklehnen kann sich Mario Hackel bei der Stadt jedoch noch nicht, der Austausch der Leuchten geht auch in den nächsten Jahren weiter. Da die Technik preiswerter und ausgereifter zu beziehen ist, kommen sämtliche „altersschwachen“ Leuchten auf den Prüfstand, um weiter Energie und somit Treibhausgase einzusparen. Oberbürgermeister Jann ist sich heute schon sicher, dass in wenigen Jahren sämtliche Straßenlampen auf die moderne, Strom- und CO2-sparende Technik bei der Stadt Mosbach umgestellt sein werden.
 


Oberbürgermeister Michael Jann ließ es sich nicht nehmen, beim Austausch der ersten Leuchten im Lohrtalweg selbst Hand anzulegen. (Foto: pm)
 

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